
Quelle: PDC Europe / Gabor Kiss
Knapp 24.000 Fans sorgten im MVM Dome in Budapest über drei Tage hinweg für eine beeindruckende Atmosphäre bei der Hungarian Darts Trophy. Beim elften Event der diesjährigen PDC European Tour strömten die Zuschauer in die ungarische Hauptstadt. Am Sonntagabend wurde dabei mit knapp 6.000 Fans sogar eine neue Rekordkulisse für eine einzelne Session erreicht. Sportlich setzte sich am Ende Ross Smith durch. Der Engländer krönte sich zum Sieger der Hungarian Darts Trophy und sicherte sich damit seinen zweiten Titel auf der PDC European Tour in dieser Saison.
Smith marschiert souverän durch das Turnier
Ross Smith erwischte einen starken Start in das Turnier. In der zweiten Runde setzte sich der Engländer mit 6:2 gegen William O’Connor durch. Dabei überzeugte Smith mit einem Average von mehr als 100 Punkten und einer Doppelquote von 54,55 Prozent. Im Achtelfinale wartete mit Jonny Clayton die nächste Herausforderung. Beide lieferten sich ein nervenaufreibendes Duell, in dem Smith im entscheidenden Moment die besseren Nerven bewies. „Smudger“ setzte sich schließlich mit 6:4 durch und zog ins Viertelfinale ein. Dort ließ der Engländer gegen Dave Chisnall nichts anbrennen. Mit einer souveränen Vorstellung sicherte sich Smith den Einzug ins Halbfinale. Auch dort blieb er konzentriert und bezwang den Niederländer Danny Noppert.
Im Finale lässt Smith Gary Anderson keine Chance
Im Endspiel kam es schließlich zum Duell zwischen Ross Smith und der schottischen Darts-Legende Gary Anderson. Doch auch im Finale war Smith nicht mehr aufzuhalten. Bereits zu Beginn der Partie setzte sich der Engländer auf 6:1 ab und spielte zeitweise einen Average von knapp 110 Punkten. Anschließend kontrollierte Smith das Match und brachte den Vorsprung souverän über die Ziellinie; Endstand 8:2. Am Ende stand ein überzeugender 101-Punkte-Average sowie eine Doppelquote von knapp 73 Prozent zu Buche. Damit sicherte sich Smith verdient den Titel bei der Hungarian Darts Trophy. Nach seinem Triumph zeigte sich Smith selbst sichtlich überwältigt von seinem Erfolg. „Ich bin ein bisschen geschockt, um ehrlich zu sein. Gerade weil ich mit den zwei Niederlagen aus der World Series hier angereist bin. Ich habe mir heute bewiesen, dass ich sehr starke Nerven habe. Dazu im Finale noch eine Legende wie Gary Anderson zu besiegen – das ist einfach unglaublich.“
Historisches Debüt auf der European Tour
Am Freitagabend schrieb Beau Greaves erneut Darts-Geschichte. Im fünften Spiel der Abendsession betrat die Engländerin die Bühne und ist damit die erste Frau, die ein Spiel auf der European Tour bestritt. Greaves zeigte bei ihrem historischen Debüt direkt eine beeindruckende Leistung. Mit einem Average von 104,88 Punkten und einer Doppelquote von 55,56 Prozent lieferte sie sich mit Rob Cross ein hochklassiges Duell. Am Ende musste sie sich dem Weltmeister von 2018 denkbar knapp mit 5:6 geschlagen geben. Trotz der Niederlage macht dieses Debüt Lust auf mehr. Greaves wird bereits bei den kommenden European-Tour-Events in Prag und Antwerpen die nächsten Chancen bekommen, ihren ersten Sieg einzufahren.
Lokalmatadoren überraschen
Für ein weiteres Highlight aus ungarischer Sicht sorgten am Freitagabend die beiden Host-Nation-Qualifier Laszlo Kadar und Nandor Major. Beide schafften den Sprung in die zweite Runde und sorgten damit für einen historischen Moment auf der European Tour. Kadar setzte sich in einem nervenaufreibenden Krimi gegen den mehrfachen Major- Champion, Daryl Gurney, mit 6:5 durch. Damit machte ‚The Teacher‘ sein Debüt auf der European Tour perfekt und ist erst der vierte Ungar, der einen Sieg auf der European Tour Bühne verzeichnet. Auch sein Landsmann Nandor Major bewies im Decider gegen den Niederländer Niels Zonneveld Nervenstärke. Im entscheidenden Leg checkte Major 124 Punkte zum Matchgewinn aus und sicherte sich damit ebenfalls den Einzug in die zweite Runde. Damit standen erstmals in der Geschichte eines European-Tour-Events zwei ungarische Spieler gleichzeitig in der zweiten Runde.
Nächster Halt Prag:
Bereits am kommenden Wochenende geht es auf der European Tour weiter. Dann macht der Tross Station in Prag, wo mit dem zwölften Turnier der Saison das nächste European-Tour-Event auf dem Programm steht.
Pressemitteilung der PDC Europe














