Klares Votum gegen „Verpackungssteuer in Detmold“
Die Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe) und der Deutsche Hotel und Gaststättenverband Lippe (DEHOGA Lippe) bewerten die geplante Prüfung einer Verpackungssteuer in Detmold äußerst kritisch. Die Idee einer Verpackungssteuer steht in der abendlichen Sitzung des Detmolder Stadtrats am 15.10. auf der Tagesordnung. IHK Lippe und DEHOGA Lippe lehnen kommunale Verpackungssteuern grundsätzlich ab.
„Die Steuer führt nicht nur zu einem erheblichen bürokratischen Aufwand für betroffene Imbisse, Cafés und Lieferdienste, sondern auch für die Verwaltung“, mahnt IHK-Hauptgeschäftsführerin Svenja Jochens. „Zudem ist die ökologische Wirkung gering. Aufwand und Nutzen stehen damit in keinem Verhältnis.“ Das zeige eine aktuelle Studie, die die Effekte in den Städten gemessen hat, die eine kommunale Verpackungssteuer eingeführt haben.
Kai Buhrke, Geschäftsführer des DEHOGA Lippe ergänzt: „Gastronomiebetriebe stehen wegen hoher Personal-, Energie- und Warenkosten bereits unter erheblichem Kostendruck. Eine zusätzliche Verpackungssteuer würde Außer-Haus-Speisen und Getränke weiter verteuern. Zudem werfe die Steuer Fragen zur Erfassung, Abrechnung und Weitergabe der Kosten auf. „Gerade kleinere Unternehmen stoßen hier an personelle und finanzielle Grenzen“, so Buhrke weiter.
Angesichts des enormen bürokratischen Aufwands für die ohnehin belastete Gastronomie, der geringen ökologischen Effekte und der hohen Kosten für die Stadt Detmold, fordern die beiden Organisation dazu auf, etwaige Planungen frühzeitig kritisch zu hinterfragen und keine eigenen personellen und finanziellen Ressourcen in die Prüfung einer kommunalen Verpackungssteuer in Detmold zu stecken.
Pressemeldung: IHK
















