
Das Detmolder Kammerorchester gastiert im Konzerthaus Detmold. Foto: Eva Maria Richter
Konzertabend mit dem Detmolder Kammerorchester
Mit einem Programm, das musikalische Lebenslust in ihrer schönsten Form erfahrbar macht, ist das Detmolder Kammerorchester am Dienstag, 26. Mai, um 19.30 Uhr, im Konzerthaus Detmold zu Gast. Unter der Leitung von Daniel Stabrawa präsentieren die Musikerinnen und Musiker im 4. Abonnementkonzert ein ohrenverwöhnendes Programm, das Werke von Georg Friedrich Händel, Mieczysław Karłowicz und Peter Iljitsch Tschaikowski vereint.
Blüte des Barock
Die zwölf Concerti Grossi Opus 6 von Georg Friedrich Händel sind eine wahre Fundgrube für dessen kompositorischen Künste. Nicht zuletzt wegen der Überfülle an originellen musikalischen Ideen gehören sie zu den schönsten Blüten der barocken Instrumentalmusik überhaupt. Händel schrieb sie wie in einem Schaffensrausch binnen weniger Wochen zwischen dem 29. September und dem 30. Oktober 1739 – das entspricht einem Durchschnitt von zwei Sätzen pro Tag. Für den Einstieg in den Konzertabend hat Daniel Stabrawa das Concerto grosso A-Dur op. 6/11 HWV 323 ausgewählt.
Von lyrisch-melancholischer Schönheit
Ein Frühwerk des polnischen Komponisten Mieczysław Karłowicz, das mit seiner üppigen Klangschönheit an sinfonische Werke von Richard Strauss erinnert, ist die Serenade für Streichorchester in C-Dur. Was dem Hörer hier an klangfarblicher Opulenz und packender Dramenkonzeption dargeboten wird, zeugt einmal mehr davon, dass sein Schöpfer in der ersten Liga der Fin-de-siècle-Komponisten spielt – und lässt schmerzlich die Frage aufkommen, was der im Alter von nur 33 Jahren bei einem Skiunfall tödlich verunglückte Karłowicz der Nachwelt noch hätte hinterlassen können.
Eine Hommage an Mozart
Der Abend klingt aus mit Peter Iljitsch Tschaikowskis strahlender „Serenade für Streicher“ in C-Dur op. 48, mit der sich der große russische Komponist vor seinem Idol Wolfgang Amadeus Mozart verneigt. Die Komposition, die eines der zentralen Werke der Gattung darstellt, verbindet klassizistische Transparenz mit romantischer Innigkeit. Die vier Sätze bezaubern mit strömender Melodik und Klangsinnlichkeit – sei es der mozartische Kopfsatz „in Form einer Sonatine“, die melancholische „Elegia“ oder das mitreißende Finale. Insbesondere der elegante Walzer des 2. Satzes hat sich im Laufe der Zeit oftmals verselbständigt und wird häufig separat aufgeführt. Seine eingängige Melodie verführt zu Träumerei – so leicht, so schwerelos kommt er daher. Kenner der Materie wissen indessen, dass es zu den schwersten Übungen überhaupt gehört, etwas „Leichtes“ zu komponieren, ohne dabei billig zu wirken. Und auch, dass es nicht weniger zu den schwersten Übungen gehört, das „Leichte“ genauso leicht daherkommend zu spielen …
Tickets
Eintrittskarten für das Konzert sind im Vorverkauf zum Preis von 26, 22 und 13 Euro (ermäßigt 13, 11, 6 Euro) erhältlich in den Geschäftsstellen der Lippischen Landes-Zeitung und in der Tourist-Information am Markt in Detmold sowie im Internet über www.reservix.de und www.detmolder-kammerorchester.de. An der Abendkasse bezahlen Konzertbesucher 30, 26 und 16 Euro (ermäßigt 15, 13, 8 Euro). Studierende der HfM Detmold, der TH OWL und Schüler der Johannes-Brahms-Musikschule Detmold erhalten kurz vor Konzertbeginn freien Zugang zu verfügbaren Restplätzen. Ein Einführungsvortrag im Palais („Gartensaal“, Neustadt 22) stimmt um 18.30 Uhr bereits auf das Konzert ein. Weitere Informationen gibt es auf: www.detmolder-kammerorchester.de.
Pressemeldung: Detmolder Kammerorchester














