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Lebenserwartung der Bevölkerung in den vergangenen 80 Jahren deutlich gestiegen

von | Aug. 20, 2026 | Kunterbunt

Die Menschen in Nordrhein-Westfalen werden statistisch gesehen immer älter. Dies wird beim Blick zurück ins Gründungsjahr 1946 deutlich. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des 80-jährigen Landesjubiläums am 23. August 2026 mitteilt, werden neugeborene Jungen heute im Schnitt 78,5 Jahre und Mädchen 82,8 Jahre alt. Vor 80 Jahren lag die Lebenserwartung noch bei 56,1 Jahren bei Jungen und 63,1 Jahren bei Mädchen. Damit ist die Lebenserwartung bei neugeborenen Jungen um mehr als 20 Jahre und bei Mädchen um knapp 20 Jahre gestiegen.

Die relativ niedrige Lebenserwartung im Jahr 1946 ist zu einem Teil auf die mangelnde Versorgungslage und die Folgen des Zweiten Weltkrieges zurückzuführen. Bereits in den Jahren 1949/51 erreichte die mittlere Lebenserwartung in NRW bei Geburt bei den Jungen einen Wert von 63,7 Jahren und bei den Mädchen von 67,9 Jahren.

Lebensenwartung in NRW bei Geburt 1946 und 2023/25 nach Geschlecht, in Jahren

2025 war fast jede vierte Person in NRW mindestens 65 Jahre alt

Die gestiegene Lebenserwartung spiegelt sich auch in einem immer höheren Anteil von Seniorinnen und Senioren (Menschen im Alter von 65+) an der NRW-Gesamtbevölkerung wider. So lag der Seniorenanteil 1946 bei gerade einmal 8,5 %. Weniger als jede zehnte Person war in NRW demnach 65 Jahre oder älter. Ende 2025 war fast jede vierte Person in NRW mindestens 65 Jahre alt (22,4 %).

Ein weiterer Aspekt, der sich in unserer Bevölkerung in den vergangenen Jahren deutlich verändert hat, ist die Art des Zusammenlebens. Heute sind 40,7 % aller Haushalte in NRW Einpersonenhaushalte. 1946 betrug der Anteil gerade einmal 14,1 %.

Entgegengesetzt dazu hat sich der Anteil der Haushalte entwickelt, in denen vier und mehr Personen wohnen. So lag dieser Anteil im Gründungsjahr unseres Bundeslandes noch bei 32,8 %, also bei etwa einem Drittel aller Haushalte. 2025 war gerade einmal jeder siebte Haushalt in NRW ein Haushalt mit mindestens vier Personen (13,7 %).

80 Jahre NRW

Im August 2026 feiern wir 80 Jahre Nordrhein-Westfalen. Die Britische Militärregierung gründete das Bundesland im August 1946. Aus dem nördlichen Teil der preußischen Rheinprovinz mit den Regierungsbezirken Aachen, Düsseldorf und Köln sowie der preußischen Provinz Westfalen wurde das Land Nordrhein-Westfalen gebildet. 1947/1948 wurde zusätzlich das Land Lippe in das Bundesland NRW integriert. Aus diesem Anlass wirft IT.NRW als Statistisches Landesamt einen Blick zurück: Wie sah NRW vor 80 Jahren aus? Was hat sich im Land verändert? In Pressemitteilungen und auf einer Themenseite zeigt das Statistische Landesamt spannende Daten von damals und heute.

Hinweise zur Statistik

Die vorgelegten Zahlen zur Lebenserwartung 2023/25 beruhen auf der neuberechneten Sterbetafel für den Zeitraum 2023 bis 2025, die anhand der Daten über die Gestorbenen der jeweiligen Jahre sowie der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2022 ermittelt wird. Sterbetafeln stellen modellhaft dar, wie viele Personen im festgelegten Zeitraum in den einzelnen Altersjahren starben. Hierdurch lassen sich Aussagen treffen zur durchschnittlichen und geschlechtsspezifischen Wahrscheinlichkeit, in einem bestimmten Alter zu sterben sowie zur erwarteten weiteren Lebensdauer.

Aufgrund unterschiedlicher methodischer Vorgehensweisen sind die hier dargestellten Daten aus der 1940er Jahren nur eingeschränkt mit den aktuellen statistischen Daten vergleichbar.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen.

 

 

 

 

 

Pressemeldung IT.NRW

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