
V. l.: Luke Humphries und Jonny Clayton. Quelle: PDC Europe / Jenny Segers
18.000 Zuschauer haben bei den Lecot Belgian Darts Open ein unvergessliches Darts-Wochenende erlebt. In den legendären Oktoberhallen sicherte sich Luke Humphries seinen neunten Titel auf der PDC European Tour. In einem auf der Zielgeraden packenden Finale ließ er Jonny Clayton zwar kurz an einem Comeback schnuppern, entschied die Partie am Ende aber mit 8:6 für sich. Damit krönte er sich erstmals zum Champion in Belgien.
Ein besonderer Triumph, nachdem sich der amtierende Premier-League-Sieger noch im Jahr 2023 an gleicher Stelle im Finale gegen Michael van Gerwen geschlagen geben musste. Damit zieht Humphries in der ewigen Bestenliste mit Gerwyn Price und Peter Wright gleich. Mehr Titel als das Trio hat nur Michael van Gerwen mit 38. „Es war ein ziemlich turbulentes Wochenende aus verschiedenen Gründen, aber ich habe meine Aufgabe erfüllt. Das ist ein echter Motivationsschub für meine Saison – und meine Aura“, zeigte sich Humphries nach dem Turniersieg erleichtert.
Belgische Festspiele: Huybrechts und Baetens liefern
Das Wochenende gehörte aber nicht nur Humphries. Auch aus belgischer Sicht gab es reichlich Grund zur Freude. Die beiden Host Nation Qualifier Kim Huybrechts und Andy Baetens erreichten beide den Finaltag und sorgten in einer der lautesten Halle der European Tour für fantastische Stimmung. Besonders bemerkenswert: Für Andy Baetens war es der erstmalige Einzug in ein Viertelfinale eines PDC-Turniers.
Dramatik pur: Sechs von acht Spielen im Decider
Wer am Sonntag hoffte, ein ruhiges Nachmittagsprogramm zu erleben, wurde eines Besseren belehrt. Die ersten vier Partien des Finaltages gingen allesamt in den Decider. Insgesamt wurden in der Afternoon Session sechs von acht Spielen erst im letzten Leg entschieden. So auch das Achtelfinale von Niels Zonneveld, der mit Luke Littler den Titelverteidiger und zweimaligen Turniersieger ausschaltete. Der Niederländer setzte seine starke European-Tour- Saison fort und bestätige sein Halbfinale aus der Vorwoche bei der ELTEN Safety Shoes European Darts Trophy mit einer weiteren Platzierung unter den besten vier.
Gurney reicht Rekord-Average nicht
Die vielleicht kurioseste Geschichte des Wochenendes schrieb Daryl Gurney. An seinem 40. Geburtstag traf der Nordire im Achtelfinale auf Michael van Gerwen – und lieferte trotz einer 5:6-Niederlage eine historische Leistung. Mit einem Average von 109.73 Punkten stellte „Superhin“ den höchsten Losing Average der Turniergeschichte auf und markierte damit gleichzeitig den höchsten Average des gesamten Turnierwochenendes. Dennoch ein bitteres Geschenk zum runden Geburtstag.
Haavisto feiert märchenhaftes Comeback
Elf Jahre und elf Monate – so lange hatte Jani Haavisto auf sein Comeback auf der European Tour gewartet. Der Finne kämpfte sich über den Nordic & Baltic Qualifier und sicherte sich so den Startplatz in Wieze. In seiner Erstrundenpartie gegen Niels Zonneveld blieb „The Finnisher“ zwar chancenlos blieb, aber sorgte allein durch seine Anwesenheit für eine der Geschichten des Freitags.
Weiter geht’s: ELTEN Safety Shoes German Darts Grand Prix in München
Die PDC European Tour macht keine Pause. Traditionell am Osterwochenende (04. – 06. April) gastiert die Tour beim ELTEN Safety Shoes German Darts Grand Prix. Im Münchner Zenith wartet der nächste Höhepunkt einer packenden Saison.
Pressemeldung: PDC Europe















