
Farrelle Njinkeu und die HSG kämpfen vor den eigenen Fans um die ersten Punkte. (Timon Peters / HSG Blomberg-Lippe)
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt der HSG nicht: Nach dem Aus im Pokalwettbewerb rückt erneut die EHF Champions League in den Fokus. Am Samstag treffen die Blombergerinnen im dritten Heimspiel in der PHOENIX CONTACT Arena auf den HC Podravka aus Kroatien. Anpfiff ist am vierten Spieltag des höchsten europäischen Wettbewerbs um 16 Uhr. Die Partie wird zusätzlich bei Dyn übertragen.
Vierte Runde der EHF Champions League
Mit einem intensiven Kampf und einer zu späten Aufholjagd startete die HSG nach der Nationalmannschaftspause wieder ins Spielgeschehen. Beim THC konnten Maxi Mühlner, Nuria Bucher und Nieke Kühne jeweils sieben Treffer erzielen. Besonders zum Ende der Partie zeigte die HSG mehr Tempo und eine höhere Treffsicherheit. Dennoch mussten die Blombergerinnen, die sowohl in der Bundesliga als auch in der Champions League bislang mit einer soliden Abwehrleistung überzeugen und sich in dieser Saison immer wieder auf starke Torhüterleistungen verlassen konnten, gleich 34 Gegentreffer hinnehmen.
Vor heimischer Kulisse möchte die HSG am Samstag im vierten Spiel die ersten Punkte in der Champions League feiern. Gegen das kroatische Team HC Podravka, bei dem seit diesem Sommer die Außenspielerin Amelie Berger aufläuft, die zuvor bei der HSG Bensheim/Auerbach auf Torejagd ging, möchten sich die Blombergerinnen für ihre bisherigen Leistungen belohnen.
Kroatischer Meister zu Gast in Lemgo
Genauso wie die HSG ist Podravka mit drei Niederlagen in die Saison gestartet. Unterlag man zunächst noch knapp mit 23:26 vor den eigenen Fans gegen den Champions-League-Finalisten Győr, musste man gegen Odense und Metz zwei deutliche Niederlagen hinnehmen. Somit steht der kroatische Klub aktuell auf dem achten Platz hinter der HSG – aufgrund der schlechteren Tordifferenz.
Insgesamt wartet der kroatische Klub seit sechs Champions-League-Spielen auf einen Sieg. Dabei zeigt Katarina Pandza eine starke Spielzeit: Die Österreicherin, die gemeinsam mit ihrer Schwester für Podravka aufläuft, steht aktuell auf Platz drei der Torschützenliste – hinter Henny Reistad und Clara Lerby.
Dass die HSG auch gegen Podravka ihr Tempospiel aufziehen kann, zeigen die Anfälligkeiten der Kroatinnen für technische Fehler. Allein Matea Soso produzierte in drei Spielen bereits 21 technische Fehler, die die HSG am Samstag mit ihrer eigenen Stärke bestrafen könnte. Dennoch werden die erfahrenen Champions-League-Teilnehmerinnen ebenso wie die HSG alles daransetzen, ihre ersten Punkte in dieser Saison einzufahren.
Die Kroatinnen nehmen bereits zum 25. Mal an der Champions League teil und konnten in der vergangenen Saison sowohl den Pokal als auch die Meisterschaft in Kroatien gewinnen.
Stimmen zum Spiel
Steffen Birkner: „Wir wollen unseren nächsten Schritt in der Entwicklung machen und uns auf höchstem Niveau weiter verbessern. In Nykøbing haben wir bereits einige Dinge besser umgesetzt und gezeigt, dass wir uns in die richtige Richtung entwickeln. Jetzt wollen wir diese Entwicklung vor unseren eigenen Fans bestätigen und uns für die Arbeit der vergangenen Wochen belohnen. Wir wissen, dass mit Podravka ein starker Gegner auf uns wartet, aber gerade solche Spiele sind wichtig, um auf höchstem Niveau zu lernen und den nächsten Schritt zu machen. Wir freuen uns auf die Atmosphäre in der Halle und wollen unseren Fans mit unserer Leistung etwas zurückgeben.“
Nuria Bucher: „Wir freuen uns sehr auf das Heimspiel vor unseren Fans. Mit ihrer Unterstützung im Rücken wollen wir um die ersten beiden Punkte kämpfen. Dafür brauchen wir von der ersten Minute an eine konzentrierte und kämpferische Leistung – mit einer starken Abwehr und einem effektiven Angriff. Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt und wollen diese Entwicklung nun auf dem Spielfeld zeigen und unsere Fans mit einer starken Leistung belohnen.“
Pressemeldung: HSG














