
Andrea Jacobsen und die HSG unterliegen beim BVB. (Timon Peters)
Anders als die Wetterlage draußen erlebte die HSG zum Hinrundenabschluss in Dortmund ein hitziges Spiel. Beim 31:26 (14:15) setzten sich die Gastgeberinnen aus Dortmund schlussendlich vor einer ausverkauften Sporthalle Wellinghofen durch. Ona Vegué traf mit acht Toren am häufigsten für die Blombergerinnen.
Über Roth und Vegué: HSG erkämpft die Halbzeitführung
Das dritte Spiel binnen einer Woche hatte es in sich: Zum Finale der Hinrunde reiste die HSG nach Dortmund. Neben den Langzeitverletzten Marie Michalczik und Amber Verbraeken fielen – wie zuvor in Oldenburg und beim Heimsieg gegen Halle-Neustadt – auch Judith Tietjen und Carolin Jaron aus. Steffen Birkner setzte zu Beginn der Partie auf Nicole Roth im Tor sowie auf Ona Vegué, Nieke Kühne, Elín Magnúsdóttir, Díana Magnúsdóttir, Farrelle Njinkeu und Laura Rüffieux.
Beim Tabellendritten, der ein Spiel weniger in der Alsco HBF absolviert hatte als die HSG, starteten unter anderem die Vizeweltmeisterin Sarah Wachter und Alina Grijseels. Mit einer aufmerksamen Abwehr begann die HSG direkt mit einem Ballgewinn durch Kühne. Auch wenn Vegué per Gegenstoß zunächst an Wachter scheiterte, stand Njinkeu goldrichtig und netzte zum 1:0 für die Blombergerinnen ein. Auch Roth zeigte sich sofort aufmerksam und parierte gegen Grijseels ihren ersten Ball. Wieder kam die HSG in den Gegenstoß, doch erneut parierte Wachter – diesmal gegen Rüffieux.
Nach vier Minuten kassierten die Blombergerinnen den Ausgleich. Grijseels erzielte anschließend per Strafwurf die Führung für Dortmund, doch die HSG blieb dran und glich erst über Vegué, dann durch Kühnes Rückraumwurf zum 3:3 aus. Roth zeigte sich erneut in guter Form. Beide Teams schenkten sich in der Anfangsphase nichts, denn erneut kamen die Blombergerinnen zum Ausgleich, den Vegué vom Siebenmeter verwandelte.
Obwohl die HSG zunächst schwer in den Angriff fand, erspielten sich Kühne und Co. nun bessere Lösungen. Nach einer weiteren Parade von Roth schaltete Vegué im Gegenstoß schnell und blieb diesmal vor Wachter eiskalt – die erneute Führung für die Blombergerinnen. Bei den Dortmunderinnen zeigte sich immer wieder Grijseels, doch die HSG ließ sich nicht stoppen: Vegué lief erneut den Gegenstoß, traf und sicherte kurz darauf wieder den Ball. Diesmal spielte Rüffieux auf Njinkeu, die den voll besetzten Gästeblock jubeln ließ.
Beim Stand von 9:7 für die Blombergerinnen nach knapp 15 Minuten nahm Dortmund eine Auszeit. In doppelter Überzahl tauchte Njinkeu frei vor Wachter auf und traf zum 11:9 für die HSG. Weiterhin konnte sich kein Team absetzen, was auch an den beiden Torhüterinnen lag, die in den ersten zwanzig Minuten immer wieder Akzente setzten. Zwar musste die HSG den Ausgleich zum 11:11 hinnehmen, doch Sandberg stellte schnell wieder die Führung her.
Kurz darauf kassierte Kühne die erste Zeitstrafe der Partie. Roth parierte jedoch den folgenden Siebenmeter, sodass die Blombergerinnen in Front blieben. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff nahm auch Steffen Birkner seine erste Auszeit. Dennoch gelang dem BVB ein 3:0-Lauf. Vegué glich jedoch über Außen erneut aus und war mit der letzten Aktion der ersten Halbzeit wieder erfolgreich. So ging die HSG mit einer laut umjubelten 15:14-Führung in die Pause.
Dortmund bestraft die HSG-Fehler
Der BVB kam deutlich besser aus der Kabine, ließ den Vorsprung der HSG nicht nur schmelzen, sondern ging direkt mit 17:15 in Führung. Mühlner zog den Strafwurf, und erneut blieb Vegué sicher und erzielte den Anschlusstreffer. Wachter verhinderte anschließend Jacobsens Versuch auf den Ausgleich. Im Gegenzug erspielte sich Bleckmann die nächste Chance, sodass die Blombergerinnen wieder mit zwei Treffern in Rückstand gerieten.
Grijseels stoppte Mühlner nur mit einem Foul und kassierte die Zeitstrafe, doch diesmal scheiterte die zuvor so sichere Vegué vom Siebenmeter. Mit nur einem Treffer in der zweiten Halbzeit gelang es der HSG nicht, den Schwung aus den ersten 30 Minuten mitzunehmen. Der BVB lag nun mit drei Treffern in Front.
In Überzahl überwand Njinkeu Wachter und verkürzte auf 19:17. Für Roth kam nun Veith ins Spiel, die den Treffer von Kelly Vollebregt jedoch nicht verhindern konnte. Beim Stand von 22:18 nahm Birkner die nächste Auszeit und brachte Andrea Jacobsen in den Angriff. Doch auch weiterhin fand die HSG gegen die BVB-Defensive kaum Lösungen und kassierte ein weiteres Tor vom Kreis. Mit einem Rückstand von vier Treffern ging es in die letzten 15 Minuten.
Bleckmann traf zunächst nur das Aluminium, doch durch einen technischen Fehler bot sich den Blombergerinnen keine Chance, weiter zu verkürzen. Mühlner konterte den Treffer von Olsson, zudem parierte Veith eine BVB-Chance. Vorne netzte Jacobsen ein und leitete mit dem Treffer zum 24:21 die HSG-Aufholjagd ein. Doch der HSG lief die Zeit davon, auch wenn sich nun technische Fehler bei den Dortmunderinnen einschlichen.
Birkner nahm rund zehn Minuten vor Schluss eine weitere Auszeit. Bucher übernahm die Mitteposition, Rüffieux rückte an den Kreis. Doch erneut landete der Ball in den Händen einer BVB-Spielerin. Zwar verhinderte Veith den nächsten Gegentreffer, doch der HSG gelang vorne einfach kein Tor. Erst Kühne überwand Wachter, doch prompt traf auch Bleckmann. Vollebregt hatte Kühnes Pass auf Vegué bereits abgefangen, doch Mühlner blieb aufmerksam, schnappte sich den Ball und verkürzte noch einmal. Insgesamt zeigte sich der BVB in der zweiten Halbzeit jedoch deutlich treffsicherer. Zum Start ins neue Jahr unterliegen die Blombergerinnen damit bei den Dortmunderinnen mit 31:26.
Stimme zum Spiel
„Glückwunsch an den BVB zum verdienten Sieg. Die erste Halbzeit spielen wir sehr gut und machen dort wenige Fehler. Diese kommen dann in der zweiten Halbzeit dazu, wodurch wir es dem BVB zu einfach machen. Wir kämpfen uns über die Abwehr zwar zurück, machen unter dem Strich aber den ein oder anderen Fehler zu viel“, fasst Steffen Birkner die Niederlage zusammen.
Aufstellungen:
Borussia Dortmund: Szikora, Wachter (1); Grijseels (8), Antl, Van Maurik (2), Kamp, Lassource (2), Husebo, Olsson (4), Vollebregt (3), Nestaker (3), Egeling (5). Bleckmann (3), Menne
HSG Blomberg-Lippe: Veith, Lepschi, Roth; Rüffieux, Jacobsen (1), D. Magnúsdóttir (2), Kühne (5), Mühlner (3), Vegué (9), Bucher, Sandberg (1), Hauf, E. Magnúsdóttir (1), Njinkeu (4)
Pressemeldung: HSG
















