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Die Inflationsrate in Nordrhein-Westfalen – gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex zum Vorjahresmonat – lag im Dezember 2025 bei 1,8 %. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, blieb der Preisindex gegenüber dem Vormonat (November 2025) unverändert. Der Verbraucherpreisindex unter Ausschluss der Preisentwicklung bei Nahrungsmitteln und Energie – oftmals auch als Kerninflation bezeichnet – ist zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 um 2,2 % gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2025 lag die Inflationsrate bei 2,0 %.
Vorjahresmonatsvergleich: Preise für Rind- und Kalbfleisch um 13,7 % gestiegen
Zwischen Dezember 2024 und Dezember 2025 sind die Preise für Nahrungsmittel um 1,0 % gestiegen. Dabei haben insbesondere die Preise für Obst angezogen (+5,1 %). Für Fleisch und Fleischwaren mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 3,5 % mehr bezahlen als noch ein Jahr zuvor. Merklich teurer wurde dabei Rind- und Kalbfleisch (+13,7 %). Die Preise für Speisefette und -öle sanken durchschnittlich um 19,0 %. Dabei entlastete die Preisentwicklung für Butter weiterhin die Portemonnaies (−28,7 %).
Für alkoholfreie Getränke mussten Verbraucherinnen und Verbraucher 5,8 % mehr ausgeben als noch vor einem Jahr. Preistreibend war hier u. a. weiterhin der Bohnenkaffee (+21,5 %). Die Preise für alkoholische Getränke zogen um 1,3 % an. Allerdings wurde Sekt, Prosecco oder Champagner im Dezember 2025 um 0,6 % günstiger angeboten als am Jahresende 2024. Bei den Haushaltsenergien zeichnete sich im Dezember 2025 eine ähnliche Preisentwicklung ab wie bereits die Monate davor: Kundinnen und Kunden von Gas (−0,1 %) und Heizöl (−7,4 %) profitierten von Preisrückgängen, für Strom (+3,0 %) und Fernwärme (+1,7 %) zogen die Preise an.
Die höchsten Inflationsraten im Jahr 2025 wurden im Herbst verzeichnet
Bis zum Herbstbeginn 2025 lag die Inflationsrate zwischen 1,8 % und 2,0 %. In den Monaten September bis November 2025 stiegen die Werte auf jeweils 2,3 % an. Zum Jahresende ging die Teuerungsrate auf 1,8 % zurück.
Jahresdurchschnitt 2025: Geringster Anstieg der Teuerungsrate seit 2020
Der Verbraucherpreisindex stieg zwischen 2024 und 2025 um 2,0 %. Das war die geringste Rate seit 2020 (damals: +0,5 %). Die sogenannte Kerninflation (Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie) stieg im selben Zeitraum um 2,4 %. Die Nahrungsmittelpreise zogen zwischen 2024 und 2025 um 2,0 % an, die Energiepreise sanken um 1,6 %. Dabei wurden Haushaltsenergien im genannten Zeitraum um 0,6 % günstiger angeboten.
Autofahrerinnen und Autofahrer konnten sich an der Tankstelle freuen: Die Kraftstoffpreise lagen 2025 im Schnitt um 3,0 % unter dem Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig stiegen für sie die Preise der Versicherungsdienstleistungen für den Verkehr um 12,3 % an. Verkehrsteilnehmende, die den ÖPNV nutzen, mussten – vor allem vor dem Hintergrund der Preiserhöhung des Deutschlandtickets am Jahresanfang 2025 auf 58 Euro – für die sognannten kombinierten Personenbeförderungsleistungen 10,9 % mehr bezahlen als im Jahr 2024.
Aber auch bei anderen Dienstleistungen waren verschiedenste Verbrauchergruppen im Jahr 2025 mit Preiserhöhungen konfrontiert: Für gesetzlich Versicherte stiegen die Preise für die stationäre Pflege um 7,2 %, für privat Versicherte um 6,6 %. Das Entgelt für Kinderbetreuung nach der Schule erhöhte sich um 5,4 %. Die Preise für Gaststättendienstleistungen stiegen um 4,6 % und für Übernachtungen um 4,1 %.
Wichtige Preisveränderungen unter https://www.it.nrw/system/files/media/document/file/004_26.xlsx
Methodische Hinweise
Diese Pressemitteilung zur Entwicklung der Verbraucherpreise in NRW ist auf Basis vorläufiger Ergebnisse erstellt. Die endgültigen Ergebnisse für den Berichtsmonat Dezember 2025 werden voraussichtlich am 09. Januar 2026 veröffentlicht. Diese können in der Landesdatenbank NRW abgerufen werden.
Grundlage für diese Pressemitteilung ist der Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2020 = 100). Die Daten stammen aus den monatlichen Preiserhebungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, auf deren Basis der Verbraucherpreisindex monatlich fortgeschrieben wird. Für Auswertungen können verschiedene Zeiträume betrachtet werden: Übliche Vergleiche sind die prozentualen Veränderungen zum Vorjahresmonat (z. B. Januar 2025 mit Januar 2024) oder zwischen zwei aufeinander folgenden Monaten (z. B. Februar 2025 mit Januar 2025). Nach Vorliegen des Dezemberergebnisses wird darüber hinaus der Jahresdurchschnittswert berechnet. Auf Grundlage dieses Durchschnitts kann die Preisentwicklung verschiedener Jahre miteinander verglichen werden (z. B. zwischen den Jahren 2020 und 2024).
Eine Tabellenübersicht der vorläufigen und endgültige Monats- und Jahresergebnisse zur Entwicklung der Verbraucherpreise nach Hauptgruppen (2- bis 4-Steller) in Nordrhein-Westfalen finden Sie in der Landesdatenbank NRW unter https://www.landesdatenbank.nrw.de/ldbnrw/online?operation=statistic&levelindex=0&code=61111. Weitere Informationen und methodische Erläuterungen zum Verbraucherpreisindex finden Sie auf unserer Statistikseite unter https://statistik.nrw/wirtschaft-und-umwelt/preise/verbraucherpreise. (IT.NRW)














