Anzeigen

Preise für Straßen- und Brückenbau innerhalb von fünf Jahren deutlich gestiegen

von | Juli 18, 2026 | Wirtschaft

Die Preise für den Straßenbau in Nordrhein-Westfalen waren im Mai 2026 um 56,6 % höher als fünf Jahre zuvor (Mai 2021). In diesem Zeitraum stiegen die Preise kontinuierlich an. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der Preisindizes für die Bauwirtschaft mitteilt, sind die Preise für Brücken im Straßenbau im gleichen Zeitraum um 36,7 % gestiegen.

Preisentwicklung nach den Bauwerksarten "Straßenbau" und "Brücken im Straßenbau" in NRW   (Basisjahr 2021 = 100)

Straßenbau: Höchster Preisanstieg für den Verkehrswegebau

Den stärksten Preisanstieg zwischen Mai 2021 und Mai 2026 gab es im Straßenbau für den Bau von Verkehrswegen: Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln wurden in diesem Zeitraum um 74,8 % teurer; Oberbauschichten ohne Bindemittel oder aus Asphalt verteuerten sich jeweils um 63,1 %. Oberbauschichten ohne Bindemittel bestehen aus Gesteinskörnungen wie z. B. Schotter, Splitt oder Kies und werden u. a. als Frostschutz oder zur Entwässerung eingesetzt. Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln, wie z. B. Zement oder Kalk, kommen u. a. als lastverteilende Schichten zum Einsatz, um die Tragfähigkeit von Verkehrsflächen zu erhöhen. Unterdurchschnittlich stiegen die Preise im Straßenbau u. a. für Beton- und Stahlbetonarbeiten sowie Mauerarbeiten mit jeweils 23,8 %.

Preisindizes für Bauleistungen im Straßenbau in NRW (Basisjahr 2021)
Preisindex für… Indexstand
im Mai 2026
Veränderung Mai 2026 gegenüber
Mai 21 Mai 25
Punkte %
Straßenbau 154,6 +56,6 +6,8
 – Oberbauschichten ohne Bindemittel im Verkehrswegebau 161,1 +63,1 +7,5
 – Oberbauschichten mit hydraulischen Bindemitteln
im Verkehrswegebau
173,6 +74,8 +5,1
 – Oberbauschichten aus Asphalt im Verkehrswegebau 160,5 +63,1 +6,4
 – Pflaster, Platten, Einfassungen im Verkehrswegebau 139,2 +40,7 +5,5
 – Erdarbeiten 151,4 +52,8 +8,0
 – Entwässerungskanalarbeiten 144,2 +47,0 +3,7
 – Mauerarbeiten 122,9 +23,8 +2,8
 – Beton- und Stahlbetonarbeiten 121,1 +23,8 +1,6
 – Metallbauarbeiten 133,9 +36,8 +2,1
 – Maler- und Lackierarbeiten 147,4 +47,8 +5,4

Brückenbau: Geringster Preisanstieg bei Mauerarbeiten mit 24,6 %

Für Brücken im Straßenbau stiegen die Preise für den Verkehrswegebau ebenfalls überdurchschnittlich: Oberbauschichten ohne Bindemittel verteuerten sich hier zwischen Mai 2021 und Mai 2026 um 71,8 %; gefolgt von Oberbauschichten aus Asphalt mit 56,3 %. Abdichtungsarbeiten und Entwässerungskanalarbeiten wurden im gleichen Zeitraum um jeweils 47,2 % teurer. Den geringsten Preisanstieg gab es bei Mauerarbeiten mit 24,6 %.

Bitumen auf Erdölbasis verteuerte sich seit Mai 2021 um 56,3 %

Die Preisanstiege im Straßen- und Brückenbau stehen u. a. in Verbindung mit steigenden Materialkosten. Der Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte bildet die Preisentwicklung für Deutschland ab: Bitumen aus Erdöl, das im Straßenbau als Bindemittel eingesetzt wird, war im Mai 2026 um 56,3 % teurer als im Mai 2021. Die Erzeugerpreise für Asphaltmischgut aus natürlichen und/oder industriell hergestellten Gesteinskörnungen und Bitumen stiegen im gleichen Zeitraum um 52,7%.

Hinweise zur Statistik

Grundlage für die genannte Preisentwicklung im „Straßenbau“ und bei „Brücken im Straßenbau“ ist die Statistik der Preisindizes für die Bauwirtschaft, die vierteljährlich erhoben wird. Die Preisentwicklung wird einschließlich Umsatzsteuer abgebildet. Die Erhebung wird in regelmäßigen Abständen einer Revision unterzogen und auf ein neues Basisjahr umgestellt. Das derzeitige Basisjahr ist 2021.

Die Ergebnisse zu den Erzeugerpreisen stammen aus dem Erzeugerpreisindex gewerblicher Produkte des Statistischen Bundesamtes. Die Daten liegen lediglich auf Bundesebene vor

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen
Anzeigen