Wahlbeteiligung steigt überdurchschnittlich bei den 18- bis unter 45-Jährigen
Bei der Bundestagswahl am 25. Februar 2025 lag die Wahlbeteiligung in NRW bei 82,2 % und damit um 5,8 Prozentpunkte höher als zur Bundestagswahl 2021. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt auf Basis der Ergebnisse der Repräsentativen Wahlstatistik mitteilt, war die Wahlbeteiligung überdurchschnittlich bei den unter 45-Jährigen Wahlberechtigten gestiegen. Der deutlichste Zuwachs der Wahlbeteiligung gegenüber der Bundestagswahl 2021 war mit +11,3 Prozentpunkten bei den 30- bis unter 35-Jährigen und mit +10,5 Prozentpunkten bei den 18- bis unter 21-Jährigen zu verzeichnen. Ungeachtet dieser überdurchschnittlichen Anstiege bei den Jüngeren, machten ältere Wahlberechtigte häufiger von ihrem Wahlrecht Gebrauch: Bei der Bundestagswahl 2025 in NRW wiesen die 60- bis unter 70-Jährigen mit 84,7 % die höchste Wahlbeteiligung auf, gefolgt von den 50- bis unter 60-Jährigen mit 83,6 %.
Frauen zeigen insgesamt etwas höhere Wahlbeteiligung
Insgesamt war die Wahlbeteiligung der Frauen mit 82,7 % etwas höher als bei den Männern mit 81,6 %. Dabei zeigen sich die größten geschlechtsspezifischen Unterschiede bei den jüngeren Erwachsenen: Bis zum Alter von 35 Jahren ist die Wahlbeteiligung bei den Männern deutlicher unter dem Durchschnitt, bei Frauen hingegen überdurchschnittlich.
Stimmensplitting unterscheidet sich je nach Partei
Bei der Bundestagswahl haben die Wählerinnen und Wähler zwei Stimmen: Mit der Erststimme wird ein Wahlkreisbewerber/eine Wahlkreisbewerberin gewählt, mit der Zweitstimme die Landesliste einer Partei. Die Repräsentative Wahlstatistik zeigt, dass bei der Bundestagswahl 2025 Wählerinnen und Wähler der CDU am häufigsten mit Erst- und Zweitstimme dieselbe Partei wählten, also selten vom sog. Stimmensplitting Gebrauch machten: 90,6 % der Wählerinnen und Wähler, die mit der Zweitstimme die CDU wählten, votierten auch mit der Erststimme für einen Kreiswahlvorschlag der CDU. Auch Wählerinnen und Wähler der AfD (88,4 %) und der SPD (84,9 %) votierten häufig mit Erst- und Zweitstimme für dieselbe Partei.
Dagegen nutzten Anhänger der FDP häufiger das Stimmensplitting: 48,8 % der Zweitstimmenwählerinnen und -wähler der FDP gaben auch ihre Erststimme der FDP, 51,2 % wählten eine andere Partei bzw. ungültig. Auch bei der Wählerschaft Der Linken war das Stimmensplitting populär: Lediglich 53,9 % derer, die mit der Zweitstimme Die Linken wählten, votierten auch mit der Erststimme für Die Linken. Bei den Zweitstimmenwähler/-innen der GRÜNEN votierten 70,6 % mit der Erststimme für eine/-n Wahlkreisbewerber/-in der GRÜNEN.
Bei dem BSW war die Übereinstimmung von Erst- und Zweitstimme selten (1,0 %). Hintergrund ist, dass das BSW nur in 1 von 64 Wahlkreisen in NRW mit einem Wahlkreiskandidaten antrat und damit überhaupt mit der Erststimme wählbar war. BSW-Zweitstimmenwähler/-innen wählten mit der Erststimme mehrheitlich (99,0 %) für anderen Parteien oder ungültig.
Diese und weitere Ergebnisse der Repräsentativen Bundestagswahlstatistik 2025 in NRW sind ab sofort im aktualisieren Dashboard Wahlen Nordrhein-Westfalen verfügbar. (IT.NRW)
https://www.geo-statistik.it.nrw/Dashboard/2022/Wahlen/Dashboard_Wahlen_NRW.html#sectionn
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