Der Warenhandel zwischen Nordrhein-Westfalen und Russland ist im Zeitraum von 10 Jahren stark zurückgegangen. Nach vorläufigen Daten wurden 2025 Waren im Wert von 696 Millionen Euro aus Nordrhein-Westfalen in die Russische Föderation exportiert. Das entspricht einem Rückgang um 78 % im Gegensatz zu 2015 (damals: 3,2 Milliarden Euro). Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang bei den Importen: Im Jahr 2025 wurden Waren im Wert von 152 Millionen Euro aus Russland importiert. Damit ist die Importsumme im Vergleich zu 2015 um 96 % gesunken (damals: 3,88 Milliarden Euro). Ein Grund für diese Entwicklung dürfte das am 24. Februar 2022 von der EU beschlossene Sanktionspaket gegen Russland infolge des Angriffskriegs auf die Ukraine sein.
Wichtigste Exportgüter nach Russland sind Arzneiwaren
Zu den wichtigsten Exportgütern aus Nordrhein-Westfalen in die Russische Föderation zählten im Jahr 2025 Pharmazeutische Spezialitäten und Erzeugnisse mit einem Wert von 150,7 Millionen Euro. Auf dem zweiten Platz folgten Maschinen für die Landwirtschaft mit 95 Millionen Euro. 10 Jahre zuvor waren es besonders Kunststoffe in Primärformen im Wert von 211,7 Millionen Euro, gefolgt von Karosserieteilen (Andere Teile u. a. Zubehör für Kraftwagen) mit einem Wert von knapp 158,2 Millionen Euro.
Auf der Importseite bildeten 2025 Nichteisenmetalle und Halbzeug daraus die größte Warengruppe. Aus Russland wurden in diesem Segment Waren im Wert von 73,3 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen eingeführt. Es folgte Aluminium und Halbzeug daraus mit rund 21 Millionen Euro. Im Jahr 2015 waren es dagegen noch Erdöl mit einem Importwert von knapp 1,5 Milliarden Euro und Aluminium und Halbzeug daraus im Wert von 337 Millionen Euro die wichtigsten Importgüter.
Rückgang bei Exporten nach China bei gleichzeitiger Steigerung der Importe
Auch der Warenhandel mit der Volksrepublik China hat sich in den letzten 10 Jahren verändert: Im Jahr 2025 wurden Waren im Wert von 9,1 Milliarden Euro aus NRW in die Volksrepublik China exportiert. Bei einer Exportsumme von 10,3 Milliarden Euro im Jahr 2015 entspricht das einem Rückgang von ca. 11,2 %. Auf der Seite des Imports hingegen ist 2025 mit einer Importsumme von 36,9 Milliarden Euro eine Steigerung von über 44 % zu erkennen (2015: 25,5 Milliarden Euro).
Exporte von Arzneiwaren und Importe von technischen Geräten geprägt
Die wichtigsten Exportgüter im Jahr 2025 in die Volksrepublik China waren ebenfalls Pharmazeutische Spezialitäten und Erzeugnisse mit einem Wert von 646,3 Millionen Euro. Auf Platz zwei folgten Kunststoffe in Primärformen mit einer Exportsumme von 491,4 Millionen Euro. Im Jahr 2015 waren ebenfalls Pharmazeutische Spezialitäten und Erzeugnisse (794,3 Millionen Euro) mit der höchsten Exportsumme in die Volksrepublik China an der Spitze. Damals folgten allerdings Andere Teile u. a. Zubehör für Kraftwagen mit einer Exportsumme von 532,3 Millionen Euro auf Rang zwei.
Der Import aus der Volkrepublik China war 2025 besonders durch den Import von Datenverarbeitungsgeräten mit einer Summe von 5,9 Milliarden Euro geprägt. Darauf folgten mit einer Importsumme von knapp 3,1 Milliarden Euro Geräte und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik. 2015 standen mit einer Importsumme von 5,6 Milliarden Euro ebenfalls Datenverarbeitungsgeräte an der Spitze der Importe aus der Volksrepublik China. Ebenfalls gefolgt von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik mit einer Importsumme von 2,0 Milliarden Euro.
Hinweise zur Statistik
Die Ergebnisse basieren auf der Außenhandelsstatistik. Für diese Statistik melden Unternehmen in Nordrhein-Westfalen monatlich ihre grenzüberschreitenden Warenverkehre. Die Erhebung liefert umfassende Daten zum Handel mit dem Ausland. Da in den Importen auch Lieferungen nach NRW enthalten sind, die hier auf Lager genommen und anschließend in andere Bundesländer weitergeleitet werden, ist eine Saldierung von Exporten und Importen nur begrenzt sinnvoll. Die Daten sind auf die jeweiligen Endwerte gerundet. (IT.NRW)














