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Sechs Lemgoer Bundesligaprofis starten bei der 17. Handball-EM

von | Jan. 15, 2026 | TBV Lemgo

Foto: Matthias Wieking

Am heutigen Donnerstag (15.1.) hat das Warten ein Ende: Die 17. Handball-Europameisterschaft der Männer startet in Dänemark, Schweden und Norwegen. Dabei sind mit Constantin Möstl, Lukas Hutecek (Österreich), Niels Versteijnen, Bobby Schagen (Niederlande), Samuel Zehnder und Joel Willecke (Schweiz) gleich sechs Profis des TBV Lemgo Lippe. Wir blicken vor dem Turnierstart einmal auf die Vorbereitung der Lemgoer Handballer zurück und schauen auf die bevorstehenden Aufgaben bei der EM.

Hutecek und Möstl mit durchwachsenen Generalproben

Bereits am 2. Januar traf sich die österreichische Nationalmannschaft um Hutecek und Möstl in Stockerau. In der knapp zweiwöchigen Vorbereitung auf die EM absolvierte das Team von Nationaltrainer Iker Romero drei Testspiele. In Wien unterlag Österreich am 6. Januar Tschechien vor 2.500 Fans in der neuen Sport Arena knapp mit 29:30 (13:13). Zwei Tage später reisten Hutecek und Co. nach Paris, um dort an einem Vier-Nationen-Turnier mit Frankreich, Slowenien und Island teilzunehmen.

Im Halbfinale boten die Österreicher, angeführt vom bärenstarken Lemgoer Spielmacher Hutecek, der neun Treffer erzielte, Frankreich lange die Stirn, mussten letztendlich jedoch in eine 29:34 (16:18)-Niederlage einwilligen. Im Spiel um Platz drei trafen die Österreicher zwei Tage später auf Slowenien und mussten sich bei der EM-Generalprobe klar mit 31:36 (15:20) geschlagen geben, trotz einer erneut starken Leistung (6 Tore) von Hutecek.

Zum EM-Auftakt trifft das ÖHB-Aufgebot nun am heutigen Donnerstag (15.1.) im dänischen Herning auf niemanden Geringeres als die deutsche Nationalmannschaft. Anwurf der Begegnung, die live im Ersten übertragen wird, ist um 20:30 Uhr. In den weiteren Duellen der Vorrundengruppe A trifft Österreich am 17. Januar (Anwurf: 18 Uhr) auf Spanien und am 19. Januar (Anwurf: 18 Uhr) auf Serbien. Willecke und Zehnder wollen Außenseiterrolle ablegen

Auch die Schweizer bereiten sich seit dem 3. Januar auf die EM vor. Das Team von Nationaltrainer Andy Schmid weiß inzwischen, dass es auf diesem Niveau bestehen kann. Die WM 2025 hat gezeigt, dass die Schweiz auch gegen hochkarätige Gegner Lösungen findet, Spiele offen gestalten und Drucksituationen standhalten kann. Der klare Anspruch für diese EM lautet deshalb: mindestens Rang zwei in der Gruppe und der erstmalige Einzug in die Hauptrunde einer Europameisterschaft.

Als letzte und wichtigste Standortbestimmung vor der EM, nahm die Schweiz wieder am Yellow Cup teil und konnte das Turnier letztendlich zum zehnten Mal gewinnen. Sowohl gegen die Ukraine (38:27, 4x Tore von Zehnder), als auch gegen Bahrain (33:30, 5x Zehnder, 2x Willecke), behielten die Eidgenossen die Oberhand, sodass im letzten Spiel ein 29:29-Unentschieden (3x Zehnder) gegen Nordmazedonien zum Turniersieg genügte. Am Mittwoch startete nun die EM-Reise nach Norwegen: Dort wird das Team von Nationaltrainer Andy Schmid in der Vorrundengruppe D gegen die Färöer-Inseln (16. Januar), gegen Slowenien (18. Januar) und gegen Montenegro (20. Januar) antreten.

Versteijnen und Schagen nach Golden League-Teilnahme bereit für EM

Die niederländische Nationalmannschaft bereitete sich im niederländischen Almere als diesjähriger Ausrichter der Golden League auf die EM vor. Dabei trafen Bobby Schagen und Niels Versteijnen zunächst auf Griechenland und konnten dabei einen ungefährdeten 32:26-Erfolg feiern. Versteijnen war siebenmal erfolgreich, Schagen erzielte einen Treffer. Im zweiten Test gegen Norwegen gab es dann nur vor dem Spiel Grund zum Jubeln: Schagen feierte ein stolzes Jubiläum und bestritt sein 150. Länderspiel für die Niederlande. Gegen den EM-Gastgeber musste sich das Team von Nationaltrainer Staffan Olsson jedoch mit 30:33 geschlagen geben, trotz vier Treffern von Versteijnen und einem Tor von Schagen.

Die Vorrunde werden die Niederländer im schwedischen Malmö bestreiten, wo sie neben Gastgeber Schweden (17.1., 20:30 Uhr) auch auf Kroatien (19.1., 18 Uhr) und Georgien (21.1., 18 Uhr) treffen werden. Im letzten Spiel gegen Georgien werden die beiden Lemgoer dann übrigens mit Zurab Gogava auf einen Bekannten vom Team HandbALL treffen.

Pressemeldung: TBV

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