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Starke erste Hälfte als Grundstein für TBV-Heimsieg gegen Wetzlar

von | Sep. 4, 2026 | TBV Lemgo

Foto: Cohen/TBV Lemgo Lippe

Der TBV Lemgo Lippe hat am zweiten Spieltag der Opel Handball-Bundesliga seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Vor 4.174 Zuschauern in der Phoenix Contact-Arena setzte sich das Team von Trainer Florian Kehrmann mit 31:27 (16:9) gegen die HSG Wetzlar durch. Auch am Donnerstagabend mussten die Lemgoer weiterhin auf Rechtsaußen Bobby Schagen und Jan Mudrow verzichten. Leve Carstensen kehrte hingegen fit in den Kader zurück, nahm zunächst jedoch auf der Bank Platz.

Zu Beginn fand der TBV nur schleppend in die Begegnung und mühte sich im Sieben-gegen-Sechs gegen die stabile HSG-Abwehr (5., 1:3). Nach fünf Minuten kam der TBV-Express jedoch ins Rollen: Mit einem 4:0-Lauf eroberten sich die Lipper die Führung zurück (10., 5:3). Während das Team geduldig Lücken suchte und vor allem durch Kapitän Tim Suton fand, präsentierte sich die HSG vor allem aus dem Rückraum gefährlich (13., 6:4).

Nicolai Theilinger läutete mit einem Ballgewinn und seinem vierten Treffer (17., 9:6) die stärkste Phase der Hausherren ein. Wie aus einem Guss spielte der TBV die Gäste an die Wand und konnte sich zunehmend auf Constantin Möstl im Tor verlassen, der mit fünf Paraden (36%) eine gewohnt starke Leistung zeigte. Bis zur Pause enteilten die Lemgoer Wetzlar mit sieben Toren Vorsprung (30., 16:9).

In der zweiten Halbzeit wechselte Kehrmann Domenico Ebner ins Tor – und bewies damit ein gutes Händchen: Der italienische Nationaltorhüter brachte sich mit drei Paraden ins Spiel ein und trug dazu bei, dass der TBV nach 36 Minuten seinen Vorsprung auf 21:12 ausbauen konnte.

Anschließend schlich sich jedoch der Schlendrian ins Spiel der Hausherren ein, was die HSG zu einer Aufholjagd einlud. Mit einem 5:1-Lauf kämpften sich die Gäste Tor für Tor zurück in die Begegnung (44., 22:17). Der TBV schien beeindruckt von der Gegenwehr eines Gegners, der schon am Boden zu liegen schien. Mit viel Leidenschaft und Kapitän Suton in Bestform überstand das Team diese schwierige Phase und baute seine Führung, die zwischenzeitlich auf drei Tore geschmolzen war, durch den Schweizer Levin Wanner wieder aus (53., 27:22). Diese Führung ließen sich die Lemgoer bis zum Ende nicht mehr nehmen. Bester Werfer beim 31:27-Erfolg war Tim Suton mit acht Toren.

Durch den Sieg springt der TBV in der Tabelle auf den 10. Platz. Weiter geht es für die Lipper bereits am Sonntag mit einem Auswärtsspiel gegen Aufsteiger Bietigheim (6.9., 16:30 Uhr), ehe nächste Woche Donnerstag das nächste Heimspiel gegen die SG Flensburg-Handewitt (10.9., 19:00 Uhr) bevorsteht. Aktuell sind für das Spiel gegen das Starensemble der SG bereits 4.150 Tickets verkauft. Karten sind weiterhin im Online-Ticketshop erhältlich.

Die Stimme zum Spiel von Florian Kehrmann: „Die Glückwünsche nehme ich heute gerne an, denn wir haben bereits am ersten und zweiten Spieltag gesehen, dass es in der Opel HBL nicht selbstverständlich ist, Spiele zu gewinnen und Punkte zu holen. Deswegen sind wir heute sehr glücklich, dass wir mit vier Toren gewonnen haben.

Vor allem die erste Halbzeit war ab der zehnten Minute wirklich richtig gut – mit einer tollen Abwehr. Am Anfang haben wir das Spiel im Angriff ein wenig verschlafen. Über eine super Abwehr sind wir dann aber ins Spiel gekommen, haben nahezu jeden Fehler bestraft und konnten bereits mit sieben Toren Vorsprung in die Halbzeit gehen. Anschließend haben wir sechs oder sieben Minuten lang genau das gemacht, was nötig war, um das Spiel schnell zu entscheiden.

Dadurch konnten wir unsere Führung auf neun Tore ausbauen. Leider haben wir danach ein wenig nachgelassen. Das funktioniert in der Bundesliga nicht, und so wurde das Spiel relativ schnell wieder eng. Vielleicht haben wir auch ein oder zwei Dinge zu viel ausprobiert, das muss ich mir ankreiden.

Gleichzeitig konnten wir uns darauf verlassen, dass wir in der Crunchtime immer wieder gute Lösungen gefunden haben, gerade auch im Sieben-gegen-Sechs. Dadurch hatten wir das Spiel weiterhin unter Kontrolle. Hinten heraus war der Sieg dann, denke ich, nicht mehr wirklich gefährdet.

Trotzdem sollte das ein kleines Warnzeichen sein: In der Bundesliga darf man sich nie sicher sein, egal, gegen wen man spielt. Auch wenn man hoch führt, kann es im Handball ganz schnell gehen. Das nehmen wir aus diesem Spiel mit. Jetzt gilt es, schnell zu regenerieren. Wir haben ein schweres Auswärtsspiel in Bietigheim vor uns. Darauf freuen wir uns und hoffen, dort die ersten Auswärtspunkte holen zu können.“

TBV Lemgo Lippe – HSG Wetzlar 31:27 (16:9)

TBV Lemgo Lippe: Möstl (5 P.), Ebner (4/1 P.); Hutecek 3, Theilinger 4, Zehnder 4/2, O´Sullivan, Wanner 4, Carstensen, Nyfjäll, Suton 8, Willecke 4, Versteijnen 1, Valkovskis 1, Wagner 2

HSG Wetzlar: Ravensbergen (4 P.), Bartucz (4/1 P.); Kirschner 1, Theiß, 6 Överby, Piroch, Pehlivan 1, Akakpo 1, Schoch 1, Soler 2, Laesö 7, Löwen 1, Kompenhans 4, Nafea

Pressemeldung: TBV

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