Die IT-Systeme der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2023 überdurchschnittlich häufig durch Störfälle beeinträchtigt. 26,4 % aller Unternehmen gaben an, dass Sicherheitsvorfälle zu Schadensereignissen geführt hatten. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren dies mehr als im gesamtdeutschen Durchschnitt mit 25,1 %. EU-weit lag die Quote bei 21,5 %.
Große Unternehmen besonders häufig betroffen
Große Unternehmen mit mindestens 250 Beschäftigte waren 2023 häufiger das Ziel von schädlichen Ereignissen. Mehr als 40 % der befragten Unternehmen berichteten, dass es im Jahr 2023 zu Schadensereignissen in ihren IT-Systemen gekommen war.

51,8 % der Unternehmen schützten sich mit mindestens 7 gleichzeitigen Abwehrmaßnahmen
Als Reaktion nutzten die Unternehmen im Folgejahr 2024 einen umfangreichen Katalog von Technologien zur Abwehr weiterer Schäden. Mehr als die Hälfte der Unternehmen schützten ihre IT-Systeme mit mindestens 7 verschiedenen Maßnahmen gleichzeitig, wie beispielsweise durch regelmäßige Daten-Backups oder durch starke Passwörter in IT-Systemen.
Mitarbeitende werden oft in die Sicherheitskonzepte eingebunden. Gerade bei großen Unternehmen werden die Beschäftigten zur Mithilfe bei der IT-Sicherheit verpflichtet. 2024 führten 93,6 % der großen Unternehmen regelmäßige Schulungen durch oder sensibilisierten durch Vertragsinhalte für ein sicheres Verhalten.
Diese und weitere Ergebnisse hat das Landesamt für Statistik in einem neuen Artikel “IT-Sicherheit der Unternehmen in NRW“ veröffentlicht. Dort sind verschiedene Aspekte zur IT-Sicherheitslage der Unternehmen sowie methodische Erläuterungen zu Ergebnissen der IKTU dargestellt.
Hinweise zur Statistik
Datenbasis ist die freiwillige „Erhebung zur Nutzung von Information- und Kommunikationstechnologien in Unternehmen (IKTU)“. Die jährliche Statistik ist Teil des Europäischen Statistikprogramms. Basis ist eine repräsentative Stichprobe für die Verteilung von Unternehmensgrößen und Wirtschaftszweigen in den Staaten und Regionen in Europa.Die Ergebnisse enthalten die Antworten von Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten. Große Unternehmen haben in dieser Erhebung mindestens 250 Beschäftigte.
Aufgrund der Sensibilität von Sicherheitsvorfällen wurde in der IKTU-Erhebung 2024 nur nach dem Vorkommen allgemeiner Schadensarten im Vorjahr 2023 gefragt. Es liegen keine Informationen zur Häufigkeit oder der Schadenshöhe innerhalb der Unternehmen vor. (IT.NRW)
















