
James Wade: Quelle: PDC Europe / Jenny Segers
Für Ross Smith endete ein Turnierwochenende der engen Entscheidungen. Nach dem vergleichsweise komfortablen 6:2-Sieg gegen Jeffrey de Graaf in Runde Zwei, ging der Engländer gleich dreimal in Folge über die volle Distanz. In einem hochklassigen Match bezwang er Gerwyn Price mit 6:5, im Viertelfinale gegen Ryan Joyce hieß es erneut 6:5 und auch das Halbfinale gegen Gian van Veen entschied er erst im letzten Leg mit 7:6 für sich. In seinem vierten European-Tour-Finale dieser Saison verpasste Smith am Ende jedoch seinen dritten Titel des Jahres und fand nach der Partie große Worte für seinen Bezwinger:
„Ich hatte heute Glück und meine Gegner haben mich davonkommen lassen. Aber Wade ist eben Wade, er lässt dich niemals davonkommen. James hat den Sieg absolut verdient, er ist einfach klasse. Er arbeitet hart, er ist immer da, er ist ein Kämpfer.“ Deutlich souveräner gestaltete sich der Weg von James Wade. Nach dem 6:2 über Jim Long und einem 6:5-Erfolg gegen Rob Cross fertigte der Routinier Danny Noppert mit 6:0 ab, ehe er im Halbfinale Damon Heta mit 7:4 aus dem Weg räumte.
Aspinall mit dem Bestwert des Turniers
Den höchsten Average des gesamten Turniers spielte Nathan Aspinall. Beim 6:1 über Niko Springer kam „The Asp“ auf 106 Punkte im Schnitt und traf dabei überragende 85,71 Prozent seiner Doppel. Wie eng es an diesem Wochenende sonst zuging, zeigte die Afternoon Session am Sonntag: Dort gingen die ersten fünf Partien allesamt über die volle Distanz.
Entscheidungen im Rennen um den World Grand Prix
Mit der Flanders Darts Trophy fiel auch die Entscheidung über das Teilnehmerfeld des World Grand Prix. Für das größte Drama sorgte das direkte Duell zwischen dem 22 jährigen Polen Sebastian Bialecki und Lokalmatador Kim Huybrechts: Eine von hohen Doppelquoten und mehreren High Finishes geprägte Partie entwickelte sich im Decider zum Nervenkrimi, in dem beide Spieler mehrere Matchdarts liegen ließen. Einer der spektakulärsten Momente war dabei der Big Fish von Bialecki – eines von gleich drei 170er-Finishes, die über das Wochenende verteilt gecheckt wurden. Am Ende behielt Bialecki mit 6:5 die Oberhand. Für Huybrechts bedeutete das Erstrunden-Aus ausgerechnet in seiner Heimatstadt zugleich das Ende aller Grand-Prix-Hoffnungen.
Dasselbe Schicksal ereilten Cristo Reyes sowie Karel Sedlacek, der sich mit einem souveränen 6:2 über European-Tour-Debütant Michael Hansen zunächst noch alle Chancen gewahrt hatte, in Runde zwei aber Jermaine Wattimena unterlag. Auch für Martin Schindler platzte der Traum vom Grand Prix mit dem Zweitrunden-Aus gegen Rob Cross.
Deutsches Trio scheitert in Runde zwei
Für alle drei verbliebenen Deutschen endete das Turnier in der zweiten Runde. Gabriel Clemens hatte in Runde eins mit dem 6:4 über Cameron Menzies eine fast einjährige Sieglos-Serie auf der European Tour beendet und dabei mit einer Doppelquote von 42 Prozent überzeugt. Gegen Gian van Veen setzte der Saarländer mit einem Average von knapp 99 Punkten und rund 43 Prozent Doppeltrefferquote nach, musste sich aber dennoch mit 3:6 geschlagen geben. Niko Springer war gegen den formstarken Nathan Aspinall beim 1:6 chancenlos.
Belgischer Traum endet am Samstag
Von fünf belgischen Startern überstand einzig Andy Baetens die erste Runde. „The Beast from the East“ wiederholte dabei sein Kunststück aus Wieze und bezwang Joe Cullen souverän mit 6:3. Am Samstagnachmittag war für den letzten verbliebenen Lokalmatador dann jedoch Endstation. Gegen Ryan Searle blieb Baetens deutlich unter seinen Möglichkeiten und verlor mit 2:6.
Ausblick
Für die Stars der PDC geht es nun Schlag auf Schlag weiter. Vom 17. bis 20. September stehen zunächst die World Series of Darts Finals auf dem Programm, ehe der World Grand Prix folgt. Auf der Winamax PDC European Tour stehen im Oktober anschließend noch zwei Turniere aus. In Basel und Maastricht werden die letzten Titel der Saison vergeben, bevor vom 22. bis 25. Oktober 2026 der große Showdown um die europäische Krone in der Dortmunder Westfalenhalle stattfindet.
Pressemitteilung der PDC Europe














