
Foto: Cohen/TBV Lemgo Lippe
Am Donnerstag (3.9.) ist es soweit: Der TBV Lemgo Lippe bestreitet in der Phoenix Contact-Arena sein erstes Heimspiel der Saison 2026/27. Am 2. Spieltag der Opel Handball-Bundesliga empfangen die Lipper dabei die HSG Wetzlar. Anwurf der Begegnung erfolgt um 19 Uhr.
Nach dem denkbar knappen Klassenerhalt im Vorjahr stand die HSG Wetzlar im Sommer erneut vor einem tiefgreifenden personellen Umbruch. Lediglich das bessere Torverhältnis gegenüber GWD Minden hatte die Mittelhessen in der vergangenen Spielzeit vor dem Abstieg bewahrt. In der neuen Saison gilt es daher, mit zahlreichen neuen Gesichtern möglichst schnell wieder sportliche Stabilität herzustellen und den Abstiegskampf frühzeitig zu verlassen. Dabei muss sich das Team von Cheftrainer Runar Sigtryggsson erst noch finden. Elf Abgängen, darunter mit Philipp Ahouansou der beste Torschütze der Vorsaison, stehen sieben Neuzugänge gegenüber.
Faktisch gilt es also, eine nahezu komplette Mannschaft neu zu formieren. Entsprechend lag ein besonderer Fokus der Vorbereitung auf der Defensivarbeit: Mit Laszlo Bartucz und Bart Ravensbergen soll nicht nur ein neues Torhüter-Duo harmonieren, sondern mit Petter Överby im Innenblock auch ein neuer Abwehrchef die Regie führen. „Für uns zählt nur der Klassenerhalt. Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann soll er etwas früher klar sein“, stapelte Geschäftsführer Michael Allendorf im Interview mit der Handball-Woche bewusst tief und verwies auf die kontinuierlich wachsende Konkurrenz in der Liga.
Dass auch die Aufsteiger über Bundesliga-Tauglichkeit verfügen, bekam die HSG Wetzlar bereits am ersten Spieltag zu spüren: Vor heimischer Kulisse unterlagen die Mittelhessen der SG BBM Bietigheim knapp mit 33:35. Im Pokalwettbewerb setzte sich die HSG hingegen souverän beim Zweitligisten Eulen Ludwigshafen durch (33:28).
Bei Florian Kehrmann und seinem Team wächst hingegen die Vorfreude auf den Heimspiel-Auftakt: „Nach einer Vorbereitung freuen wir uns immer auf das erste Heimspiel. Es ist etwas ganz Besonderes, das erste Mal zu Hause zu spielen. Bei den Fans herrscht schon wieder sehr viel Vorfreude, die Halle wird sehr gut gefüllt sein. Die Leute sind heiß darauf, uns jetzt auch zu Hause endlich zu unterstützen“, so Kehrmann. Mit Blick auf Donnerstag erwartet er ein umkämpftes Spiel: „Mit Wetzlar haben wir einen Gegner, der sicherlich erst einmal die erste Heimniederlage gegen Bietigheim verkraften muss. Es war ein sehr enges Spiel. Wetzlar verfügt über eine sehr kompakte Abwehr und körperlich starke Spieler. Mit Överby haben sie in dieser Saison außerdem einen neuen Abwehrchef installiert.
Für uns wird es darum gehen, gute Lösungen gegen eine sehr kompakte 6:0-Abwehr zu finden, aber auch gegen eine 5:1-Formation, die sie zeitweise spielen. Gleichzeitig müssen wir hinten selbst Beton anrühren. Spielgestalter ist auch in diesem Jahr Dominik Mappes. Er ist der Kopf der Mannschaft. Deshalb geht es darum, ihm ein Stück weit die Spielfreude zu nehmen. Mit der Unterstützung unserer Fans wollen wir die ersten beiden Punkte in der Bundesliga holen!“, gibt Kehrmann die Marschroute vor.
In den letzten direkten Duellen hatte der TBV Lemgo Lippe stets die Nase vorn: Sechs Spiele in Folge sind die Lipper mittlerweile ohne Punktverlust gegen die HSG. Die letzte Niederlage datiert aus dem September 2023. Im Vorverkauf wurden bislang über 4.000 Tickets verkauft. Sitz- und Stehplatztickets sind weiterhin an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie im Online-Ticketshop erhältlich. Die Abendkasse öffnet mit Hallenöffnung um 17:30 Uhr. Geleitet wird die Begegnung am Donnerstagabend vom Schiedsrichtergespann Konrad Gimmler und Jannik Rips. Dyn übertragt das Duell ab 18:45 Uhr live.
Pressemeldung: TBV















