Die Wirtschaftsleistung in Nordrhein-Westfalen ist nach ersten vorläufigen Berechnungen für das Jahr 2025 preisbereinigt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, stieg die Wirtschaftsleistung damit nach zwei rückläufigen Jahren wieder leicht an. Der Anstieg der Wirtschaftsleistung fiel in NRW etwas stärker aus als im Bundesdurchschnitt (0,2 %).
Arbeitsproduktivität um 0,2 % gestiegen
Durchschnittlich hat jede erwerbstätige Person in NRW im Jahr 2025 eine Wirtschaftsleistung in jeweiligen Preisen von 92.426 Euro erzielt. Damit war die Arbeitsproduktivität, die als Verhältnis des Bruttoinlandsprodukts zur Anzahl der erwerbstätigen Personen definiert ist, um 3,2 % höher als 2024. Preisbereinigt war 2025 die Arbeitsproduktivität um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Wachstumsimpulse aus den Dienstleistungsbereichen federn Einbußen in der Industrie ab
Die Entwicklung der preisbereinigten Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2025 in den Wirtschaftssektoren unterschiedlich: Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe sank preisbereinigt um 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Damit fiel der Rückgang stärker aus als im gesamten Bundesgebiet (−1,1 %). Maßgebliche Beiträge zum Rückgang der Bruttowertschöpfung kamen aus dem Verarbeitenden Gewerbe, das einen Anteil von 16,5 % der gesamten Bruttowertschöpfung in NRW ausmacht. Der preisbereinigte Wert sank in diesem Bereich um 1,6 %. Lediglich der Rückgang im Baugewerbe fiel stärker aus als im Verarbeitenden Gewerbe. Die hohen Preise im Baugewerbe führten zu einem nominalen Anstieg von 4,6 %.
Preisbereinigt war die Bruttowertschöpfung im Baugewerbe um 2,0 % gesunken. Der Anstieg in den Dienstleistungsbereichen, die einen Anteil von 74,5 % an der gesamten Bruttowertschöpfung umfassen, konnte diese negative Entwicklung ausgleichen. Die Dienstleistungsbereiche verzeichneten einen preisbereinigten Anstieg von 0,7 % und lagen dabei über dem bundesweiten Durchschnitt (+0,6 %). Innerhalb der Dienstleistungsbereiche verzeichnete der Bereich „Öffentliche und sonstige Dienstleister, Erziehung und Gesundheit, Private Haushalte mit Hauspersonal” (+1,1 %) den höchsten Anstieg.
Hinweise zur Statistik
Mit den vorliegenden Daten legt der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder” (VGRdL), dem auch der Landesbetrieb IT.NRW als Statistisches Landesamt angehört, erste vorläufige Ergebnisse zur wirtschaftlichen Entwicklung des vergangenen Jahres in den Bundesländern vor. Diese basieren auf einer noch unvollständigen Datenbasis, da unter anderem noch nicht für alle Branchen länderspezifische Daten vorliegen. Bei der turnusmäßigen Überarbeitung der Ergebnisse wird diese Datenbasis sukzessive ausgeweitet. Änderungen der Ergebnisse sind daher möglich und auf eine verbesserte Datengrundlage zurückzuführen. Wie immer zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Ergebnisse der vier Vorjahre überarbeitet (2021 bis 2024).
Darüber hinaus wurden zum Berechnungsstand August 2025 für mehrere Aggregate Zeitreihen außerhalb dieses Vier-Jahres-Zeitraums überarbeitet. Eine wesentliche Ursache für die erweiterten Überarbeitungszeiträume ist die enge Bindung der regionalen an die nationalen VGR-Ergebnisse. Die Sommerüberarbeitung 2025 des Statistischen Bundesamts führte zu Revisionen, die in einigen Bereichen auch Berichtsjahre vor 2021 betrafen und damit entsprechende Anpassungen in der Länder- und Kreisrechnung erforderlich machten. Ausführliche Informationen zu den Revisionen auf Bundesebene finden sich im Hintergrundpapier des Statistischen Bundesamts zur Sommerüberarbeitung 2025 unter https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Volkswirtschaftliche-Gesamtrechnungen-Inlandsprodukt/sommerueberarbeitung-2025.html?templateQueryString=anschlie%C3%9Fenden.
Weitere Überarbeitungen fanden unter anderem im Zuge der Analyseergebnisse der Large Cases Unit statt. Die Large Cases Unit analysiert die Geschäftsaktivitäten multinationaler Unternehmensgruppen und korrigiert bei Bedarf fehlerhafte Meldungen in den Wirtschaftserhebungen, die anschließend in die VGR-Berechnungen des Bundes und der Länder eingearbeitet werden. Mehr Informationen zu den Korrekturen und Hintergründen der Überarbeitungen finden Sie im Statistikportal des Bundes und der Länder unter https://www.statistikportal.de/de/vgrdl/methoden-und-informationen#revisionen. Mehr zu den Hintergründen der Berechnungen und weitere Ergebnisse finden Sie im Statistikportal des Bundes und der Länder unter https://www.statistikportal.de/de/vgrdl.
NEUE KACHEL „INVESTITIONEN, ANLAGEVERMÖGEN“ IM INTERAKTIVEN DASHBOARD „VGR MONITOR DER LÄNDER“
Ab sofort steht im »VGR Monitor der Länder« eine neue Kachel „Investitionen, Anlagevermögen” zur Verfügung. Der »VGR Monitor der Länder« stellt zentrale Kennzahlen der VGR anschaulich dar und ermöglicht vergleichende Analysen zwischen den Bundesländern. Das interaktive Dashboard zeigt langfristige Entwicklungen anhand ausgewählter gesamtwirtschaftlicher Indikatoren – von 1991 bis heute. Die interaktiven Visualisierungen bieten einen schnellen und übersichtlichen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse der regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen. Das Dashboard ist im Statistikportal des Bundes und der Länder unter https://interaktiv.statistik.nrw/app/b3c25d880aec52ea abrufbar. (IT.NRW)















