Im Jahr 2025 haben 16.164 Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit einen Ausbildungsvertrag im dualen System in NRW neu abgeschlossen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, hat sich die Zahl der neuen ausländischen Auszubildenden in den letzten zehn Jahren nahezu verdoppelt: 2015 hatten 8.124 nichtdeutsche Azubis ihre Ausbildung begonnen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der ausländischen Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger um 19,1 %. Im Jahr 2024 hatten 13.569 ausländische Azubis ihre Ausbildung in NRW gestartet.

Rückgang der neuen Ausbildungsverträge von deutschen Auszubildenden
Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge von deutschen Azubis sank dagegen im Zehnjahresvergleich um 22,6 %. Während im Jahr 2015 noch 107.835 deutsche Azubis ihre Ausbildung begonnen hatten, waren es 2025 nur noch 83.424. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Zahl der deutschen Ausbildungsanfängerinnen und -anfänger in 2025 um 8,7 % zurück. Im Jahr 2024 hatten 91.353 deutsche Azubis ihre Ausbildung begonnen.
Insgesamt wurden in NRW 99.588 neue Ausbildungsverträge im Jahr 2025 abgeschlossen. Wie in der Pressemitteilung zu den vorläufigen Ergebnissen vom 1. April 2026 mitgeteilt wurde, lag die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im dualen System in NRW damit erstmals unter 100.000. Auch die Gesamtzahl der Azubis ging zurück: Ende 2025 befanden sich insgesamt 266.943 Personen in einer dualen Ausbildung in NRW.
Die meisten ausländischen Azubis kamen aus der Ukraine, Syrien und Vietnam
Von den 16.164 ausländischen Auszubildenden, die 2025 einen Ausbildungsvertrag in NRW abgeschlossen haben, hatten mit 1.890 die meisten die ukrainische Staatsangehörigkeit, gefolgt von 1.860 Azubis mit syrischer Staatsangehörigkeit. Dahinter folgten die Auszubildenden mit vietnamesischer, türkischer und irakischer Staatsangehörigkeit mit jeweils über 1.000 neuen Ausbildungsverträgen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg besonders die Zahl der ukrainischen und vietnamesischen Auszubildenden.

Betrachtet man die Ausbildungsberufe, für die sich die ausländischen Auszubildenden entschieden haben, war bei den ukrainischen und vietnamesischen Azubis jeweils der Beruf „Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r” am beliebtesten. Die syrischen, türkischen und irakischen Auszubildenden entschieden sich am häufigsten für eine Ausbildung zum/zur Friseur/-in. Auszubildende mit deutscher Staatsangehörigkeit begannen am häufigsten eine Ausbildung im Beruf „Kaufmann/-frau für Büromanagement”.
Hinweise zur Statistik
Als Auszubildende mit neu abgeschlossenem Ausbildungsvertrag werden alle Auszubildenden gezählt, die im Berichtsjahr einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen haben und deren Ausbildungsverhältnis am Erhebungsstichtag (31.12. des Berichtsjahres) noch bestand. Als ausländische Auszubildende gelten in der Berufsbildungsstatistik alle Auszubildenden ohne deutsche Staatsangehörigkeit. Hat die Person neben der deutschen noch eine ausländische Staatsangehörigkeit, wird nur die deutsche Staatsangehörigkeit berücksichtigt.
In der Berufsbildungsstatistik werden jährlich zum Stichtag 31.12. Daten zu den dualen Auszubildenden in NRW erhoben, die einen Ausbildungsvertrag im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abgeschlossen haben. Berichtspflichtig sind unter anderem die Industrie- und Handelskammern sowie die Handwerkskammern in NRW. (IT.NRW)















