Im Jahr 2024 hat es rund 105.000 neu abgeschlossene Ausbildungsverträge im dualen System und 106.000 Studienanfängerinnen und -anfänger an Hochschulen in NRW gegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, begannen damit am Bildungsstandort NRW ungefähr gleich viele Menschen ein Studium wie eine duale Ausbildung. Vor 20 Jahren hatte es noch deutlich mehr neue Azubis als neue Studierende gegeben. Im Jahr 2013 war die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger erstmals höher gewesen als die der neuen Azubis. Danach hatten sich die Zahlen der Anfängerinnen und Anfänger in Ausbildung und Studium immer weiter angenähert.
20-Jahresvergleich: Zuwachs bei Studienanfänger(inne)n – Rückgang bei neuen Azubis
Insgesamt ist die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger in NRW in den letzten 20 Jahren um knapp 32 % gestiegen: Im Jahr 2005 hatten rund 80.000 Menschen ein Studium in NRW aufgenommen; 2024 waren es rund 106.000. Zwischenzeitlich war die Zahl der neuen Studierenden auf über 128.000 im Jahr 2013 gestiegen und danach wieder zurückgegangen. Im Gegensatz dazu ist die Zahl der neuen Auszubildenden im dualen System von rund 111.000 im Jahr 2005 auf knapp 105.000 im Jahr 2024 zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von rund 6 % innerhalb der letzten 20 Jahre.
Zahl der Schulabgängerinnen und -abgänger in den letzten 20 Jahren rückläufig
Auch im Schulsystem in NRW war eine rückläufige Entwicklung erkennbar: Die Zahl der Schulabgängerinnen und Schulabgänger von allgemeinbildenden Schulen in NRW ist in den letzten 20 Jahren um etwa 14 % zurückgegangen. Während am Ende des Schuljahres 2004/05 knapp 214.000 Schulabgängerinnen und -abgänger die allgemeinbildenden Schulen verlassen hatten, waren es am Ende des Schuljahres 2023/24 rund 184.000. Der Rückgang fiel damit sogar noch höher aus als bei den Ausbildungsanfängerinnen und -anfängern. Die meisten Schulabgängerinnen und Schulabgänger hatte es mit über 255.000 am Ende des Schuljahres 2012/13 gegeben. Aufgrund der Einführung des Abiturs nach der zwölften Jahrgangsstufe (G8) war in diesem Jahr ein doppelter Abiturjahrgang vertreten gewesen.
Hinweise zur Statistik
Es ist zu beachten, dass die Zahlen der Schulabgänger/-innen und der Ausbildungs- und Studienanfänger/-innen der jeweiligen Berichtsjahre nicht unmittelbar zueinander ins Verhältnis gesetzt werden können. So ist es beispielsweise möglich, dass Personen im Zeitverlauf sowohl eine duale Ausbildung als auch ein Studium beginnen, ihren Bildungsweg außerhalb NRWs fortsetzen oder aus anderen (Bundes-)Ländern an den Standort NRW wechseln. Zudem ist der Verbleib der Schulabgängerinnen und Schulabgänger nach dem Verlassen der allgemeinbildenden Schule nicht bekannt. Neben den hier betrachteten Möglichkeiten der Ausbildung im dualen System und des Studiums gibt es zahlreiche weitere Bildungswege, für die sich die Schulabgängerinnen und -abgänger entscheiden können, z. B. eine schulische Ausbildung oder eine Ausbildungsvorbereitung.
Die Zahlen zu den dualen Auszubildenden basieren auf den Daten der Berufsbildungsstatistik zum 31.12. In der Berufsbildungsstatistik werden jährlich Daten zu den dualen Auszubildenden in NRW erhoben, die einen Ausbildungsvertrag im Sinne des Berufsbildungsgesetzes oder der Handwerksordnung abgeschlossen haben.
Die Zahlen zu den Studienanfängerinnen und -anfängern stammen aus der amtlichen Studierendenstatistik, die semesterweise erhoben wird. Studienanfänger/-innen im ersten Hochschulsemester sind Studierende, die sich im betrachteten Semester erstmals an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben haben. Jahresergebnisse ergeben sich aus der Summe der Studienanfängerinnen und -anfänger eines Sommersemesters und des darauffolgenden Wintersemesters (Studienjahr).
Bei den Schulabgängerinnen und Schulabgängern werden die Schulabgänge nach Erreichen der Vollzeitschulpflicht und allgemeinbildenden Schulabschlüssen erfasst. Nicht berücksichtigt sind Schülerinnen und Schüler, welche die Schule im Laufe des Schuljahres ohne Beendigung des Bildungsganges verlassen haben (z. B. bei Schulabbruch oder Schulwechsel mit einem Überweisungszeugnis). Aus Datenschutzgründen werden alle Zahlen über die Schülerinnen und Schüler seit dem Schuljahr 2019/20 auf ein Vielfaches von fünf auf- bzw. abgerundet.
Aufgrund der Hochwasserkatastrophe Mitte Juli 2021 konnten 6 allgemeinbildende Schulen im Erhebungsjahr 2021/22 keine Daten liefern. Für diese Schulen wurde eine Übernahme der Daten aus dem Erhebungsjahr 2020/21 beschlossen: Grundschule – 116002 – Swisttal GG Swistbachschule – Öffentlich / Grundschule – 116830 – Eschweiler, EG Stadtmitte – Öffentlich / Grundschule – 117195 – Stolberg, GG Zweifall – Öffentlich / Förderschule Grund-/Hauptschule – 154684 – Schleiden, FÖ LE, ES, SQ Astrid-Lindgren – Öffentlich / Förderschule Grund-/Hauptschule – 183659 – Leichlingen, FÖ KM LVR-Paul-Klee-Schule – Öffentlich / Gymnasium – 166819 – Bad Münstereifel, Gym St.Angela – Privat. (IT.NRW)














