
Foto: pixabay
Im Jahr 2024 starben insgesamt 51.183 Personen aus Nordrhein-Westfalen, darunter 27.059 Männer und 24.124 Frauen, an einer Krebserkrankung (bösartige Neubildungen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltkrebstages am heutigen 4. Februar 2026 mitteilt, war Krebs damit die Ursache für 23,2 % aller Todesfälle in Nordrhein-Westfalen.
Während die Fallzahl der krebsbedingten Sterbefälle gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert blieb, stieg ihr Anteil an allen Sterbefällen um 0,6 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr (2023: 22,6 %). Im Zehnjahresvergleich sank dieser Anteil um 3,5 Prozentpunkte (2014: 26,7 %). Das durchschnittliche Sterbealter der an einer Krebserkrankung Verstorbenen lag 2024 bei 75,3 Jahren. Damit lag es um 4,2 Jahre unter dem durchschnittlichen Sterbealter aller Verstorbenen von
79,4 Jahren.
Krebserkrankungen der Verdauungsorgane erneut häufigste krebsbedingte Todesursache
Unter den krebsbedingten Todesfällen stellten Krebserkrankungen der Verdauungsorgane im Jahr 2024 erneut die häufigste Todesursache dar. Der Anteil betrug 30,0 % bei den Männern und 27,2 % bei Frauen. Auf Rang zwei folgten bösartige Neubildungen der Atmungsorgane und sonstiger intrathorakaler Organe mit Anteilen von 25,2 % bei den Männern und 20,7 % bei den Frauen.
Die dritthäufigste Form krebsbedingter Todesfälle unterscheidet sich bei Männern und Frauen: Bei den Männern lagen bösartige Neubildungen der männlichen Genitalorgane mit einem Anteil von 12,0 % an allen krebsbedingten Todesfällen auf Rang drei, bei den Frauen war es Brustkrebs mit einem Anteil von 16,5 %.
Geringste krebsbedingte Sterberate in Bonn
Die kreisfreie Stadt mit der geringsten krebsbedingten Sterberate war im Jahr 2024 die Stadt Bonn mit 218 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Die höchste Rate wurde mit 345 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner für Herne verzeichnet. Landesweit ergab sich eine krebsbedingte Sterberate von 284 Personen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im Jahr 2014 waren es noch 293 Fälle.
Hinweise zur Statistik
Die hier dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Die Erhebung liefert Angaben zu den Todesursachen sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der verstorbenen Person. Für die Todesursachenstatistik ist laut Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Grundleiden die auszuzählende Todesursache. Die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik basiert ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Diese werden in einem elektronischen Kodiersystem erfasst, welches dann das Grundleiden nach dem Regelwerk zur ICD-10-WHO ermittelt.
Als Todesfälle aufgrund einer Krebserkrankung werden hier Sterbefälle ausgewertet, bei denen die ICD-10 Codes C00-C97 (bösartige Neubildungen) als zum Tode führendes Grundleiden kodiert wurden. Bei den einzelnen Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen.
Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Insgesamt entfielen 5,7 % der Todesfälle auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnten 2024 mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden. Dies kann insbesondere bei äußeren Ursachen zu einem Anstieg geführt haben.
ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”. (IT.NRW)













