
V. l.: Kai Züchner, Falko Heise, Christina Sievert, Meinolf Haase, Maike Krüger und Matthias Ebeling in der Aula des Berufskollegs
Vor kurzem besuchte der neue Landrat des Kreises Lippe Meinolf Haase das Berufskolleg der Stiftung. Er wurde er von den leitenden Lehrern Kai Züchner und Matthias Ebeling begrüßt. Sie gaben einen kurzen Einblick in das Schulleben und führten ihn dann in den Pflegeraum des Berufskollegs. Hier werden die Studierenden in allen Belangen der praktischen Pflege ausgebildet. Die Fachlehrerin Christina Sievert hatte schon einiges an Anschauungsmaterial vorbereitet, um das umfangreiche Lernfeld Gesundheitssorge in der Heilerziehungspflege anschaulich darzustellen.
Ganz wichtig bei der Körperpflege sei Empathie, so die Fachfrau. Empathiefähigkeit lasse sich mit Selbsterfahrungsübungen trainieren. „Sich gegenseitig das Gesicht zu waschen oder sich die Zähne putzen zu lassen hilft, sich empathisch in die Lage des Betreuten hineinzuversetzen. Das bewirkt auch eine positive Haltung“, so Christina Sievert. „Denn Pflege ist nicht nur eine Technik sondern eine Haltung gegenüber dem Menschen.“ Von der Pflegemesse in Hannover hatte sie eine Neuigkeit mitgebracht: eine Haube, die die Haare ohne Wasser wäscht. „Es funktioniert, ich habe es im Unterricht ausprobiert.“
Auf dem von ihr eingerichteten „Parcours“ ging es weiter zum AGEMAN. Der spezielle Anzug mit dreißig Kilo Gewicht soll neben Ohrenschützern, Handschuhen für die Fingersteifigkeit und Spezialbrille, die das Sehen beeinträchtigt, dem Träger verdeutlichen, wie sich Achtzigjährige fühlen. Der Landrat war beindruckt und hätte ihn am liebsten gleich ausprobiert.
Das Roboterbaby machte den Abschluss der sehr informativen Führung durch den Pflegeraum. An ihm lernen angehende Erzieher und Kinderpfleger das Wickeln, das Füttern und besonders den Umgang in schwierigen Situationen. Es wurde als „besonders nörgelig“ programmiert und zeigte das lautstark. Auch Menschen mit Kinderwunsch können sich am Roboterbaby erproben.
Bei Kaffee und Kuchen sprach man im Anschluss in gemütlicher Runde über Bildungsthemen, Schülerzahlen, Gesetzesgrundlagen, die zunehmende Bedeutung der Schulsozialarbeit und tauschte sich über Zukunftspläne aus. Meinolf Haase, so sagte er, möchte gerne wiederkommen. Miteinander zu sprechen – das läge ihm am Herzen.
Danach besuchte der Landrat in Begleitung der Geschäftsführung Eben-Ezer Maike Krüger und Falko Heise die Topehlen-Schule und eeWerk und traf sich in der Verwaltung zu einem kurzen Austausch mit der Geschäftsführerin des Medizinischen Versorgungszentrums Eben-Ezer Marianne Ulbrich.
Pressemeldung und Foto: Eben Ezer













