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So schützt man sich gegen Betrugsmaschen im Internet

von | März 12, 2026 | Kunterbunt

© Verbraucherzentrale NRW“

Beratungsstelle Detmold der Verbraucherzentrale NRW listet zum Weltverbrauchertag die häufigsten Fallen auf

Es kann im E-Mail-Postfach passieren, bei der Abwicklung eines Privatverkaufs auf einer Onlineplattform oder in einer Chatgruppe: Das Risiko, Opfer einer Betrugsmasche im Internet zu werden, ist groß. Immer wieder melden sich Menschen in der Beratungsstelle Detmold, die Geld verloren oder unbeabsichtigt Daten weitergegeben haben. Der Schaden ist immens, denn verloren ist nicht nur Geld, sondern auch Vertrauen. Online-Betrüger:innen setzen auf wiederkehrende Muster der Beeinflussung wie emotionale Überrumpelung, gut gemachte Fälschungen und psychologische Beeinflussung.

„Alleine bei den E-Mails wurden uns im Jahr 2025 mehr als 382.000 Verdachtsfälle über das Phishing-Radar der Verbraucherzentrale NRW gemeldet“, sagt Arkadiusz Galek, Berater der Beratungsstelle Detmold. „Um Verbraucher:innen vor Finanzbetrug zu schützen, klären wir im Rahmen unserer Aktion zum Weltverbrauchertag auf, , sensibilisieren und geben konkrete Hilfestellung.“Galek gibt Tipps, wie man Betrugsversuche erkennt, persönliche Daten schützt und im Ernstfall richtig reagiert. Zudem klärt die Verbraucherzentrale NRW in einem kostenlosen Online-Vortrag über aktuelle Betrugsmaschen und Schutzmaßnahmen auf.

Phishing: Warnsignale erkennen
Besonders verbreitet ist das sogenannte Phishing: Dabei werden beispielsweise massenhaft E-Mails mit gefährlichen Links oder Anhängen verschickt, im Namen bekannter Institutionen wie großer Banken, Onlinehändler oder Telekommunikationsanbieter. Die Betrüger:innen nutzen aber auch andere Mittel wie SMS, Briefe oder gefälschte QR-Codes. Meist wird Handlungsdruck suggeriert, man soll Kontaktdaten bestätigen, Links anklicken oder Dateien öffnen. Ziel sind stets die persönlichen Daten und Zugangsinformationen zu Konten. Um zu prüfen, ob tatsächlich jemand rechtmäßig Informationen oder Geld anfordert, sollte man den Absender jenseits der Mail über die offizielle Webseite oder Telefonnummer kontaktieren.

Chatgruppen: Ganz persönliche Gewinnversprechen
Aktuell machen längerfristig angelegte Täuschungsstrategien in Chatgruppen Schlagzeilen. Vermeintliche Finanzberater:innen kontaktieren Betroffene telefonisch, über soziale Netzwerke oder Werbeanzeigen. Sie werben für angeblich sehr lukrative Investitionen – oft in Kryptowährungen oder innovative Technologien – und bauen über Wochen oder Monate Vertrauen auf. Opfer sehen auf einer nur zu dem betrügerischen Zweck eingerichteten Plattform zunächst scheinbare Gewinne. Doch sobald sie größere Summen investieren oder eine Auszahlung verlangen, bricht der Kontakt ab und das Geld ist verschwunden.

Private Onlinekäufe: Risiken bei direktem Kontakt
Betrugsfallen lauern auch bei privaten Onlinekäufen : Weil die hinterlegte Option „Sicher bezahlen“ einen Aufpreis beinhaltet, wählen viele Interessenten Zahlungswege ohne Aufpreis oder Verkaufsabwicklungen in einem privaten Mail- oder Chataustausch. Das geht zu Lasten der Sicherheit, denn man gibt in der Regel private Bankdaten preis. Deshalb sollte man auf solche Aufforderungen nicht eingehen. Ein weiteres Risiko besteht, wenn Betrüger:innen Bildschirmfotos mit QR-Codes schicken. Diese Codes können manipuliert sein und das Geld auf unbekannte Konten umleiten.

Richtig reagieren im Schadensfall
Was tun, wenn Unbekannte Zugang zum Konto hatten? Betroffene sollten ihr Konto beziehungsweise die Karte sofort sperren lassen und Strafanzeige bei der Polizei stellen. Bei nicht autorisierten Überweisungen muss die Empfängerbank informiert und die Erstattung schriftlich bei der eigenen Bank eingefordert werden. Banken sind grundsätzlich verpflichtet, nicht autorisierte Zahlungen zu erstatten. Häufig ist aber strittig, ob die Kund:innen sich gegebenenfalls grob fahrlässig verhalten haben. Wenn die Bank die Erstattung verweigert, sollte man eine Schlichtungsstelle einschalten oder rechtliche Schritte über die Verbraucherzentrale NRW bzw. mit einem Anwalt prüfen.

Weiterführende Infos:
Anmeldung für kostenlose Online-Vorträge am 16. und 17. März 2026 (jeweils von 18 bis 19 Uhr) unter https://www.verbraucherzentrale.nrw/finanzbetrug. Auf der Sonderseite https://www.verbraucherzentrale.nrw/finanzbetrug gibt es außerdem einen Internetkriminalität-Notfallcheck, Hintergrund-Infos zu Phishing und Trading-Plattformen sowie das Online-Tool „Fake-Check Geldanlage“.

Pressemeldung: Verbraucherzentrale NRW

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