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Im anno 1578: Jehona Kicaj liest aus ihrem Debüt-Roman „ë“

von | März 29, 2026 | Kunterbunt

Für Donnerstag, 16. April, lädt das Institut für Wissenschaftsdialog der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) zur Lesung mit der Autorin Jehona Kicaj. Beginn ist um 18.30 Uhr im anno 1578 an der Mittelstraße 70 in Lemgo. Organisiert wird die Lesung mit Unterstützung der Gleichstellung der TH OWL. Der Eintritt ist kostenlos, Anmeldung erbeten unter: https://eveeno.com/jehonakicaj. Über den Inhalt: In ihrem ergreifenden Debüt, das für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2025 nominiert wurde, verleiht Autorin Jehona Kicaj dem Unausgesprochenen und Verdrängten eine Stimme.

Der ungewöhnliche Titel „ë“ steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Das Werk erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Wortsinn zur Sprache gebracht.

Über Jehona Kicaj: Als Kind Geflüchteter aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule und auf die Universität, sucht nach Verständnis, stößt aber immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit und Ignoranz. Als der Kosovokrieg Ende der 90er-Jahre wütet, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt als vor Ort.

Pressemeldung: TH OWL

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