Im Jahr 2025 sind 27.261 mehr Personen aus dem Ausland nach NRW gezogen als umgekehrt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, fiel der Saldo der Zuzüge und Fortzüge zwischen NRW und dem Ausland damit auf etwa ein Drittel des Vorjahreswertes (2024: +88.846). Dies ist der niedrigste Wert seit 2010. Ein Grund für die gesunkene Netto-zuwanderung nach NRW aus dem Ausland ist die rückläufige Zuzugszahl bei gleichzeitig fortgesetztem Anstieg der Fortzugszahl.
Die Zahl der Zuzüge aus dem Ausland sank 2025 bereits das dritte Jahr in Folge und betrug 291.143. Gegenüber dem Jahr 2024 mit damals 344.489 Zuzügen entspricht dies einem Rückgang um 15,5 % bzw. 53.346 Personen.
Demgegenüber stieg die Zahl der Fortzüge aus NRW in das Ausland das fünfte Jahr in Folge an (+3,2 % bzw. 8.239 Personen gegenüber 2024). 2025 zogen insgesamt 263.882 Personen von NRW in das Ausland, das ist der zweithöchste Wert seit 1949. Nur im Jahr 2016 wurden im Zuge der erhöhten Wanderungsbewegungen von Schutzsuchenden mehr Fortzüge in das Ausland registriert als in 2025 (2016: 313.287).

Die größten Wanderungsgewinne aus dem Ausland verzeichnete NRW im Jahr 2025 aus der Ukraine (+10.513), der Türkei (+7.550), aus Syrien (+6.683) sowie aus Indien (+5.622) und Afghanistan (+2.755). Zum Vergleich: Im Jahr 2024 gab es noch eine weitaus höhere Nettozuwanderung, insbesondere aus der Ukraine (+32.772) und aus Syrien (+19.967). Auch aus der Türkei (+8.879), Indien (+6.060) und Afghanistan (+5.181) zogen 2024 im Saldo mehr Menschen nach NRW als im Jahr 2025.
Nettoabwanderung in andere Bundesländer auf Vorjahres-Niveau
Die Zahl der Zu- und Fortzüge zwischen NRW und den anderen Bundesländern bewegte sich 2025 etwa auf dem Vorjahresniveau. Der daraus resultierende Wanderungssaldo in Höhe von −4.662 fiel weiterhin negativ aus und lag nahe am Vorjahreswert (2024: −4.974).
Weniger Umzüge von Gemeinde zu Gemeinde
Von einer NRW-Gemeinde in eine Andere zogen im Jahr 2025 insgesamt 560.213 Personen um. Gegenüber 2024 verringerte sich die Zahl der Umzüge über die Gemeindegrenzen innerhalb des Landes damit um 5,7 % (2024: 593.780).
Unter Berücksichtigung aller Wanderungen über die Gemeindegrenzen konnten im Jahr 2025 insgesamt 229 Gemeinden einen positiven Wanderungssaldo vorweisen, d. h. sie verzeichneten mehr Zuzüge als Fortzüge. Eine negative Wanderungsbilanz zeigten hingegen 167 Gemeinden und registrierten damit mehr Fortzüge als Zuzüge.
Hinweise zur Statistik
Die Daten zu den Wanderungen basieren auf den An- und Abmeldungen, die von den Einwohnermeldeämtern nach den melderechtlichen Regelungen erfasst und den Statistischen Ämtern der Länder übermittelt werden.
Die Wanderungsstatistik umfasst alle Zu- und Fortzüge über die Gemeindegrenzen mit Verlegung der Haupt- oder alleinigen Wohnung im Berichtszeitraum.
Ab dem Berichtsjahr 2025 wird in der Wanderungsstatistik zur statistischen Geheimhaltung die Cell-Key-Methode eingesetzt, um Rückschlüsse auf Einzelangaben von Personen zu verhindern. Einige Fallzahlen werden daher gegenüber ihrem Originalwert leicht verändert ausgewiesen. Dies hat zur Folge, dass sich die ausgewiesenen Einzelwerte in der Tabelle nicht notwendigerweise zu den ausgewiesenen Summen addieren. Dieses Vorgehen sichert neben dem Schutz von Einzelangaben eine hohe Datenqualität. Mehr zur Methode finden Sie auf unserer Statistikseite. (IT.NRW)

















