
Bild von Cheryl Holt auf Pixabay
Lungen- und Bronchialkrebs war 2024 – wie im Vorjahr – die häufigste Todesursache unter den krebsbedingten Sterbefällen und mit einem Anteil von 5,2 % an allen Sterbefällen die dritthäufigste Todesursache unter den Einzeldiagnosen in Nordrhein-Westfalen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai 2026 mitteilt, stieg damit der Anteil der an Lungen- und Bronchialkrebs Verstorbenen an allen Sterbefällen gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte leicht an. Im Zehnjahresvergleich sank dieser Anteil jedoch um einen Prozentpunkt (2014: 6,2 %). 2024 starben insgesamt 11.410 Menschen aus NRW an Lungen- oder Bronchialkrebs.

Rückgang lungenkrebsbedingter Sterbefälle bei Männern, Stagnation bei Frauen
Während der Anteil lungen- oder bronchialkrebsbedingter Sterbefälle bei Männern von 8,2 % im Jahr 2014 auf 6,0 % im Jahr 2024 sank, blieb er bei Frauen auf einem konstanteren Niveau. Zuletzt lag er 2024 bei 4,4 % und damit weiterhin niedriger als bei den Männern. Insgesamt waren 57 % der an Lungen- oder Bronchialkrebs Gestorbenen Männer.
Das durchschnittliche Sterbealter der 2024 an Lungen- und Bronchialkrebs Gestorbenen aus Nordrhein-Westfalen war mit 72,6 Jahren um rund sieben Jahre niedriger als das aller Gestorbenen. Den höchsten Anteil an durch Lungen- und Bronchialkrebs Gestorbenen hatte Oberhausen mit 6,6 %, der niedrigste Anteil mit 3,8 % lag im Oberbergischen Kreis vor.
2025 rauchte in NRW knapp ein Fünftel der Bevölkerung ab 15 Jahren
Zu den Risikofaktoren für Lungenkrebs zählt unter anderem das Rauchen. Laut Erstergebnissen des Mikrozensus rauchte in 2025 mit 19,4 % knapp ein Fünftel der nordrhein-westfälischen Bevölkerung ab 15 Jahren. Von den Raucherinnen und Rauchern gaben 83,7 % an, überwiegend Zigaretten zu rauchen, 10,2 % griffen primär zur E-Zigarette.
Zu den Nichtrauchern zählten insgesamt gut vier Fünftel (80,6 %) der Bevölkerung ab 15 Jahren. Von diesen gaben 23,1 % an, früher einmal geraucht zu haben.
Fast jeder vierte Mann und jede sechste Frau gaben an, zu rauchen
Unter Männern ist das Rauchen stärker verbreitet als unter Frauen. In NRW rauchte 2025 fast jeder vierte Mann (22,7 %), während es bei den Frauen gut jede Sechste (16,1 %) war. Besonders ausgeprägt ist dieser Unterschied in der Altersgruppe der 25- bis 34-Jährigen, in der 29,1 % der Männer, aber nur 16,3 % der Frauen rauchten.

Generell ist der Anteil der Rauchenden in den mittleren Altersgruppen am höchsten. 2025 lag er bei den 35- bis 54-Jährigen bei über 24 Prozent. Im Gegensatz dazu fällt der Anteil in der älteren Generation deutlich geringer aus: In der Altersgruppe ab 65 Jahren war die Raucherquote mit 12,2 Prozent nur etwa halb so hoch wie in den mittleren Altersgruppen.
Hinweise zur Statistik
Die hier dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Die Erhebung liefert Angaben zu den Todesursachen sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der verstorbenen Person. Für die Todesursachenstatistik ist laut Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Grundleiden die auszuzählende Todesursache. Die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik basiert ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Diese werden in einem elektronischen Kodiersystem erfasst, welches dann das Grundleiden nach dem Regelwerk zur ICD-10-WHO ermittelt.
Als Todesfälle aufgrund von Lungen- und Bronchialkrebs werden hier Sterbefälle mit Wohnort in NRW ausgewertet, bei denen der ICD-10 Code C34 als zum Tode führendes Grundleiden kodiert wurde.
Bei den einzelnen Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen. Im Jahr 2024 wurde für 1,0 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Zusätzlich entfielen 4,7 % der Todesfälle auf Grundlage der Todesbescheinigung auf diese Rubrik. Im Vergleich zum Jahr 2023 konnten 2024 mehr Todesbescheinigungen erfasst und aussagekräftigen ICD-Kapiteln zugeordnet werden.
ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”. Die dargestellten Ergebnisse zum Rauchverhalten basieren auf einer Unterstichprobe des Mikrozensus. Sie beruhen auf freiwilligen Selbstauskünften von Personen ab 15 Jahren in privaten Haushalten. (IT.NRW)
















