
Prof. Dr.-Ing. Birgit Franz hält einen Vortrag zum Thema “Baudenkmale klug transformieren”.
“Baudenkmale klug transformieren”
Passend zur aktuellen Sonderausstellung “Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal” der Deutschen Stiftung Denkmalschutz lädt das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake zu einem Vortrag rund um das Thema “Baudenkmale klug transformieren” ein. Prof. Dr.-Ing. Birgit Franz aus Deidesheim/Hildesheim entführt das Publikum am Freitag, 19. Juni, um 17 Uhr in die Welt der Wandlungsprozesse.
Umbau, Weiterbau und Transformation brauchen eine ausgewogene Mixtur der Zutaten: Sachkenntnis, Prozessstrukturen, Dialog, Perspektivwechsel, Offenheit und Kühnheit. Nicht zuletzt klare Verantwortlichkeiten. Das gilt auch für Baudenkmale. Die zeitgemäße Nutzung historischer Gebäude gehört in der Denkmalpflege zu den herausfordernden Themen, insbesondere dann, wenn die bisherige Nutzung nicht länger möglich ist. Nutzbarkeit muss immer wieder neu erfunden werden.
Rund um den Erhalt der baulichen Kernaussagen gehören somit die bewahrende und die ergänzende Kreativität zu den Königsdisziplinen. Umbau, Weiterbau und Transformation können kontrastierende sowie sich unterordnende Ergänzungen erfordern. Denkmalpflege und Architektur stehen dabei stets in einem bilateralen Dialog, um die Möglichkeitsräume gemeinsam auszuloten. Auch der Substanzerhalt macht oftmals ungewöhnliche Lösungen erforderlich. Die im Vortrag beleuchtete Umbaukultur – ob Kirchen, Schwimmbäder, Bahnhöfe, Kaufhäuser, Schlösser oder Industriehallen – veranschaulicht die Bandbreite der Möglichkeiten. Denn nicht zuletzt zeigt der Blick auf Best Practice, was gelingen kann und wie unsere Identität im Alltag dadurch bereichert wird.
Die Referentin Birgit Franz, Architektin, studierte in Berlin sowie in Karlsruhe und ist seit 2002 als Professorin für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege an der HAWK Hildesheim/Holzminden/Göttingen tätig. Ihre Schwerpunkte in Forschung und Lehre bewegen sich im Kontext von Struktur- und Denkmalwandel, hier zu ländlichen Räumen, Kleinstädten, Dörfern sowie zur Transformation von Schlüsselimmobilien und zur erweiterten Nutzung von Kirchen. Im Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz wirkt sie in der Arbeitsgruppe „Fachliche Fragen der Denkmalpflege“ und in der Projektgruppe „Zukunftsaufgabe Denkmal Kirche“.
Zudem ist sie u.a. Mitglied in der Niedersächsischen Landeskommission für Denkmalpflege, im Landesbeirat für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, in der Fachgruppe Denkmalpflege des Niedersächsischen Heimatbundes e.V. sowie im Arbeitskreis Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. Sie war 2013 Gründungsmitglied der Bürgergenossenschaft Mündener Altstadt e.G. sowie 2017 des Fördervereins Teehaus Ruppertsberg e.V. zum Zwecke des Erhalts und Wiederaufbaus eines der größten und anspruchsvollsten Bauwerke dieser Art in der Pfalz und ist seither dessen 1. Vorsitzende im Ehrenamt.
Bei dem Vortrag handelt es sich um eine Kooperation des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake mit dem Lippischen Heimatbund – Fachstelle Baugestaltung und Denkmalpflege. Der Eintritt kostet 5 Euro; Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind frei! Um vorherige Anmeldung wird gebeten unter Tel. 05261-2502190 oder per Mail an kasse@museum-schloss-brake.de. Ergänzend zum Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Birgit Franz können sich die Besucherinnen und Besucher vor ihrer Präsentation die aktuelle Sonderausstellung “Liebe oder Last?! Baustelle Denkmal” ansehen. Der Eintritt zur Sonderausstellung ist frei.
Pressemeldung und Foto: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake















