
Die Südfassade des Amtshauses
Landesverband Lippe beseitigt Schäden an Bausubstanz
Wer die Aussicht an der Burg Blomberg genießt, kommt auch an einem Blick auf das markante Amtshaus nicht vorbei. Erbaut im Jahre 1572, zählt es zu den ältesten Fachwerkhäusern des Kreises Lippe. Seit einigen Jahren setzt sich der Landesverband Lippe intensiv für die umfassende Sanierung des historischen Gebäudes ein. Nun erhält die Südfassade die dringend notwendige, fachgerechte Instandsetzung.
Nachdem das Bauwerk zur Vorbereitung eingerüstet und behutsam von Bewuchs befreit wurde, stehen jetzt die handwerklichen Arbeiten im Mittelpunkt. Über die Jahre ist Feuchtigkeit in die Substanz eingedrungen und hat Schäden an Holz, Ziegeln und Putz verursacht. Falk Julke, Leiter des Fachbereichs Planen und Bauen beim Landesverband Lippe, führt das Projekt an. „Wichtig ist, das Gebäude zukunftsfähig zu machen“, erklärt Julke das Ziel der Maßnahme. „Nach Ausbesserungsarbeiten am Fachwerk werden die Balken gestrichen, die Gefache neu verputzt und anschließend mit Silikatfarbe gestrichen, sodass der Südgiebel des Alten Amtshauses wieder in ursprünglichem Glanz erstrahlt.”
Dafür wurde der alte Putz bereits abgetragen; marode Ziegel und Holzbalken wurden ersetzt. Dabei achten die Verantwortlichen streng darauf, dass nur Materialien zum Einsatz kommen, die dem Denkmalschutz und dem historischen Fachwerk gerecht werden. Eine atmungsaktive Farbe soll zudem das Eindringen von Nässe verhindern und die Substanz langfristig schützen. Sind die Schäden an Holz und Ziegel beseitigt, wird der charakteristische Putz des Fachwerkhauses neu aufgetragen und zwar so, dass das Wasser in Zukunft einfacher vom Putz abfließen kann. Dafür wird die obere Kante des Putzes schräg aufgetragen, um ein Gefälle von der Hauswand weg für das Wasser zu bilden. Diese Arbeiten werden voraussichtlich noch bis August andauern.
Die aufwändige Restaurierung wird vom Bund gefördert, der hierfür 53.550,00 € Euro zur Verfügung stellt. „Dank der Bundesförderung ist die Finanzierung gesichert. Den verbleibenden Anteil übernimmt der Landesverband Lippe aus eigenen Mitteln“, ordnet Jörg Düning-Gast, Verbandsleiter des Landesverbandes Lippe, das Finanzierungsmodell ein. Die Gesamtkosten der Sanierungsarbeiten belaufen sich auf ca. 110.000,00 Euro. Bei historischen Gebäuden dieses Alters seien gewisse Kostenschwankungen nach oben zwar nie ganz auszuschließen, doch die Investition sei jeden Cent wert: „Eine fachgerechte, hochwertige Sanierung ist entscheidend, um die Haltbarkeit der Fassade über Jahrzehnte zu sichern. Damit stellen wir sicher, dass historische Kostbarkeiten wie das Alte Amtshaus langfristig erhalten bleiben.“
Pressemeldung: LVL
















