Eskalation zwischen USA und Iran treibt Ölpreis / Preisniveau aus Sicht des ADAC unverändert zu hoch
Im Wochenvergleich entwickeln sich die Spritpreise in entgegengesetzte Richtungen. Wie aktuelle Zahlen des ADAC zeigen, kostet Super E10 im bundesweiten Mittel rund 2,183 Euro je Liter und bewegt sich damit wieder in Richtung des Allzeithochs aus dem März 2022. Damit steigt der Preis um 2,8 Cent im Vergleich zur Vorwoche. Im selben Zeitraum sinkt der Preis für einen Liter Diesel hingegen leicht: Mit durchschnittlich 2,232 Euro je Liter kostet Diesel 1,6 Cent weniger als vor einer Woche.
Erneute militärische Schläge zwischen den USA und dem Iran sorgen für einen spürbaren Anstieg des Ölpreises. Die für Europa relevante Sorte Brent kostet derzeit rund 95 US-Dollar je Barrel, ein Aufschlag von etwa acht Prozent zur Vorwoche.
Der Anstieg des Ölpreises erklärt aus Sicht des ADAC jedoch nicht das aktuelle Niveau der Kraftstoffpreise. Auffällig ist die unterschiedliche Preisentwicklung von Benzin und Diesel. Trotz gestiegener Rohölnotierungen verteuert sich Super E10 deutlich, während Diesel sogar leicht günstiger wird. Das derzeitige Preisniveau lässt sich daher nicht allein mit den Entwicklungen am Rohölmarkt erklären. Nach Meinung des Clubs liegen die Kraftstoffpreise in Deutschland nach wie vor auf einem zu hohen Niveau.
Der ADAC empfiehlt Autofahrerinnen und Autofahrern, möglichst kurz vor 12 Uhr zu tanken. Zu diesem Zeitpunkt sind die Kraftstoffpreise im Tagesverlauf in der Regel am niedrigsten. Um 12 Uhr steigen sie stark an und fallen anschließend langsam wieder. Unterstützung bei der Suche nach preiswerten Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“: Dort lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.
Pressemeldung: ADAC
















