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Absatzwert der Produktion im 1. Halbjahr 2026 um 0,2 % zurückgegangen

von | Sep. 10, 2026 | Wirtschaft

Im 1. Halbjahr 2026 sind in den 9.528 Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden in Nordrhein-Westfalen zum Absatz bestimmte Waren mit einem nominalen (also nicht preisbereinigten) Absatzwert von 156,7 Milliarden Euro hergestellt worden. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, war der NRW-Absatzwert damit um nominal 315 Millionen Euro bzw. −0,2 % niedriger als in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025. Daten für das 1. Halbjahr 2026 liegen bis auf Ebene der Kreise und kreisfreien Städte vor. Erste vorläufige Ergebnisse auf Landesebene für den Folgemonat Juli zeigen einen leichten Anstieg des saisonbereinigten Produktionsindex von +0,6 %.

Absatzwert und Veränderungsrate zum Vorjahreszeitraum in der Industrie in NRW im 1. Halbjahr 2026

Größter Rückgang im Pharmabereich

Innerhalb der 29 Güterarten war im 1. Halbjahr 2026 der Bereich Chemische Erzeugnisse mit einem nominalen Absatzwert von 20,0 Milliarden Euro (−2,6 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2025) die wertmäßig größte Güterabteilung in NRW. Es folgte die Metallerzeugung und -bearbeitung (19,5 Milliarden Euro; +3,0 %), der Maschinenbau (19,5 Milliarden Euro; −4,9 %) und die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln (19,4 Milliarden Euro; −1,9 %). Der Absatzwert von Metallerzeugnissen lag bei 14,8 Milliarden Euro (−1,5 %) und der von Kraftwagen und Kraftwagenteilen bei 8,8 Milliarden Euro (−1,0 %).

Den größten prozentualen Rückgang gab es bei den pharmazeutischen Erzeugnissen, die mit einem Absatzwert von 2,5 Milliarden Euro im Ranking auf Platz 15 lagen. Die Produktion sank hier um 1,0 Milliarden Euro bzw. 28,5 % gegenüber dem 1. Halbjahr 2025.

Höchster Absatzwert im Kreis Gütersloh – niedrigster in der kreisfreien Stadt Bottrop

Die Verteilung der Industrieproduktion war im 1. Halbjahr 2026 in den kreisfreien Städten und Kreisen unterschiedlich: Den höchsten Anteil am NRW-Absatzwert ermittelte das Statistische Landesamt mit 6,0 % weiterhin für die Betriebe im Kreis Gütersloh; 9,5 Milliarden Euro wurden dort erzielt. Es folgten die Betriebe in der kreisfreien Stadt Köln (5,9 %; 9,2 Milliarden Euro) und im Märkischen Kreis (4,4 %; 6,9 Milliarden Euro). Die geringsten Anteile erzielten die Betriebe in den kreisfreien Städten Bottrop und Bonn mit jeweils 0,3 % bzw.0,4 Milliarden Euro sowie in der kreisfreien Stadt Herne mit 0,4 % bzw. 0,6 Milliarden Euro.

Hinweise zur Statistik

Die genannten Ergebnisse beziehen sich auf Betriebe von Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie des Bergbaus und der Gewinnung von Steinen und Erden mit im Allgemeinen 20 oder mehr Beschäftigten. Der Wert der zum Absatz bestimmten Produktion wird unter Zugrundelegung des im Berichtszeitraum erzielten oder zum Zeitpunkt des Absatzes erzielbaren Verkaufspreises (ohne Umsatz- und Verbrauchsteuer) ab Werk berechnet. Es handelt sich um nominale (also nicht preisbereinigte) Absatzwerte.

Die Differenzierung nach Branchen erfolgt anhand der 29 Güterabteilungen des Güterverzeichnis für Produktionsstatistiken.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

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