
Foto: Cohen/TBV Lemgo Lippe
Topspiel voraus! Der TBV Lemgo Lippe empfängt am Donnerstagabend (10.9.) ein echtes Schwergewicht in der heimischen Phoenix Contact-Arena: die SG Flensburg-Handewitt. Am 4. Spieltag der Opel Handball-Bundesliga wollen die Lipper gegen das Starensemble aus dem Norden an die jüngsten Erfolge anknüpfen und der SG die Stirn bieten. Der Anwurf erfolgt um 19 Uhr.
Die SG Flensburg-Handewitt geht mit einem personell und strukturell veränderten Gesicht in die neue Saison. Nach dem Abschied von Johannes Golla und Lukas Jørgensen mussten die Norddeutschen insbesondere im Abwehrzentrum reagieren. Gerade dort hatte die SG in der vergangenen Spielzeit nicht immer die gewohnte Stabilität ausstrahlen können und sich vergleichsweise viele Gegentore eingefangen. Die Verantwortung im Mittelblock soll nun vor allem Blaz Blagotinsek übernehmen. Der slowenische Abwehrspezialist gilt seit seinem Wechsel nach Flensburg als Fixpunkt der Defensive, war in der Vorbereitung allerdings durch eine Fersenentzündung eingeschränkt.
Neben ihm sollen insbesondere die neuen Kreisläufer Emil Bergholt und Arnar Freyr Arnarsson für mehr Robustheit und Abstimmung im Innenblock sorgen. Auch im Tor hat sich die SG verändert. Neben Stammkeeper Benjamin Buric steht nun der Schwede Simon Möller im Kader, der nach zwei Jahren beim französischen Erstligisten Fenix Toulouse nach Deutschland zurückkehrt. Im Rückraum arbeitet Luca Witzke derweil weiter an seinem Comeback nach länger anhaltenden Schulterproblemen.
Der deutsche Nationalspieler hatte die vergangene Saison nahezu vollständig verpasst. Auch Kent Robin Tønnesen musste krankheitsbedingt pausieren, kehrte zuletzt jedoch ins Training der SG zurück. Trotz personeller Veränderungen ist die SG Flensburg-Handewitt unter ihrem Trainer Ales Pajovic erfolgreich in die Saison gestartet. Nach Siegen gegen Eisenach (33:31), den Bergischen HC (34:29) und den HC Erlangen (38:33) reist die Mannschaft mit der optimalen Ausbeute von 6:0 Punkten als Tabellenzweiter nach Lippe.
„Mit der SG Flensburg-Handewitt erwartet uns jetzt ein echter Topgegner in eigener Halle. Flensburg verfügt über einen sehr breiten und qualitativ hochwertigen Kader, der durch Bergholt und Minne noch einmal zusätzlich an Qualität gewonnen hat. Sie sind äußerst souverän in die Bundesliga-Saison gestartet, deshalb wartet auf uns ohne Frage eine Mammutaufgabe“, ordnet TBV-Trainer Florian Kehrmann die bevorstehende Aufgabe ein. „Nach den beiden Erfolgen gegen Wetzlar und Bietigheim wollen wir den positiven Schwung mitnehmen und Flensburg hoffentlich vor einer ausverkauften Phoenix Contact-Arena empfangen.
Wir werden einen intensiven Kampf liefern, alles investieren und mit großer Leidenschaft dagegenhalten. Gerade in einem solchen Topspiel brauchen wir die gesamte Energie unserer Fans. Wenn die Phoenix Contact-Arena laut wird, wenn jeder Zweikampf und jeder Ballgewinn von den Rängen getragen wird, kann das für uns den entscheidenden Unterschied ausmachen. Also lasst uns die Halle in einen Hexenkessel verwandeln und Flensburg von der ersten bis zur letzten Minute alles abverlangen“, so Kehrmann weiter.
Die jüngere Bilanz zwischen dem TBV Lemgo Lippe und der SG Flensburg-Handewitt ist ausgeglichen. Von den vergangenen fünf Duellen konnten die Lipper zwei für sich entscheiden, darunter die beiden Heimspiele im Dezember 2025 (34:33) und März 2025 (34:29). Das letzte Aufeinandertreffen im Mai dieses Jahres ging allerdings klar an die Flensburger, die sich vor heimischem Publikum mit 38:30 durchsetzen.
Geleitet wird die Begegnung am Donnerstagabend von den Schiedsrichtern Fabian Baumgart und Philip Dinges. Bis Dienstagmittag wurden knapp 4.250 Tickets verkauft. Stehplätze sind weiterhin online und an der Abendkasse erhältlich, die ab 17:30 Uhr mit Öffnung der Halle erreichbar ist. Dyn überträgt das Spiel zudem ab 18:45 Uhr live.
Pressemeldung: TBV

















