
Werfen einen gemeinsamen Blick in das Kartenmaterial zum Stadt- und Interessentenwald Barntrup: Bürgermeister Borris Ortmeier (r.) und Förster Thomas Fritzemeier. (Foto: LVL)
Thomas Fritzemeier ist der neue Förster für den Stadt- und Interessentenwald Barntrup
Der Stadt- und Interessentenwald Barntrup hat ab sofort einen neuen Ansprechpartner: Thomas Fritzemeier, Leiter des Forstreviers Bösingfeld. Er übernimmt die Aufgabe von Frank Sundermann, der 29 Jahre Stadtförster war und im August 2026 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen ist.
“Der Stadtwald hat für Barntrup eine herausragende Bedeutung, weil er direkt ans Stadtgebiet angrenzt und praktisch das wichtigste Naherholungsgebiet darstellt”, erläutert Bürgermeister Borris Ortmeier. “Und das nicht nur für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, sondern auch für unsere Touristen und Gäste. Sie schätzen es, schnell in der Natur zu sein.” Immerhin könne Barntrup 25.000 touristische Übernachtungen pro Jahr vorweisen: “Ein Großteil entfällt sicher auf den Campingplatz, der unmittelbar am Stadtwald liegt”, so Ortmeier. Nicht zuletzt gibt es eine Vielzahl von sogenannten Brennholzwerbern im Stadtwald, die ihr Holz für den Kamin dort aufarbeiten können.
Auch der Interessentenwald ist für die Stadt wichtig: “Er hat eine lange Geschichte und hängt mit dem Stadtrecht für Barntrup zusammen, das Bürgerinnen und Bürger – den sogenannten Holzinteressenten – das Recht gab, Bau- und Brennholz aus dem Wald zu beziehen”, erläutert Ortmeier. 33 Holzinteressenten gibt es heute noch. Mit ca. 200 ha ist der Interessentenwald deutlich größer als der Stadtwald, der ca. 92 ha umfasst. “Die älteste Forsteinrichtung, die ich für den Stadtwald Barntrup gefunden habe, datiert aus dem Jahr 1930, er ist also über 100 Jahre alt”, sagt Fritzemeier.
Die Herausforderungen der letzten Jahre – vor allem die Dürresommer und in der Folge das Absterben der Fichten – hat sein Vorgänger Frank Sundermann mit seinem Team hervorragend gemeistert: “Der Stadtwald hatte einen Fichtenanteil von ca. 40%, im Interessentenwald lag ihr Anteil bei 20%. Alle betroffenen Flächen sind inzwischen wieder aufgeforstet, vor allem mit Laubholz wie z.B. Eiche oder Esskastanie”, berichtet Fritzemeier.
Sowohl der Stadt- als auch der Interessentenwald weisen als Hauptbaumart die Rotbuche auf. Hinzu kommen Bergahorn, Esche und Eiche sowie kleinere Anteile ergänzender Baumarten. Ortmeier und Fritzemeier sind sich einig: “Der Stadt- und Interessentenwald Barntrup ist ein wahrer Schatz.”
Pressemitteilung des Landesverbandes Lippe















