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Rückgang der Bevölkerung setzt sich im 1. Halbjahr 2026 fort

von | Sep. 25, 2026 | Kunterbunt

Am 30. Juni 2026 lebten in Nordrhein-Westfalen 17.944.273 Menschen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Bevölkerungszahl damit um 41.941 (−0,23 %) niedriger als zum Jahresende 2025. Damals wohnten erstmals seit 2022 wieder unter 18 Millionen Personen in NRW. Der Trend rückläufiger Bevölkerungszahlen setzt sich somit fort.

Negativer Wanderungssaldo und Geburtendefizit führen zu Bevölkerungsrückgang

Im 1. Halbjahr 2026 zogen 1.686 mehr Personen aus NRW in andere Bundesländer oder ins Ausland fort als umgekehrt. Dabei wurden – mit Ausnahme von März und April – jeden Monat Wanderungsverluste registriert. Zum Vergleich: Im 1. Halbjahr 2025 lag der Wanderungssaldo mit +18.577 noch deutlich im Plus.

Wanderungen über die Landesgrenze 1. Halbjahr 2025 und 2026

Für das 1. Halbjahr 2026 ermittelt das Statistische Landesamt darüber hinaus ein Geburtendefizit von 40.915 Personen. Das bedeutet, dass mehr Menschen starben als Kinder geboren wurden. Diese Entwicklung ließ sich bereits in den Vorjahren beobachten.

Köln bleibt weiterhin bevölkerungsreichste Stadt in NRW

Bei den größten Städten Nordrhein-Westfalens gab es keine Veränderungen in der Rangfolge: Köln bleibt mit 1.023.472 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt in NRW, gefolgt von Düsseldorf (619.123), Dortmund (598.267) und Essen (567.076). Kleinste Gemeinde im Land ist weiterhin die Stadt Hallenberg mit einer Einwohnerzahl von 4.253, gefolgt von der Gemeinde Dahlem (4.427) und der Stadt Heimbach (4.438).

Größter prozentualer Bevölkerungszuwachs in der Gemeinde Vettweiß

Entgegen dem Landestrend verzeichneten 118 Gemeinden in NRW im 1. Halbjahr 2026 einen Bevölkerungszuwachs. Die größten prozentualen Anstiege gab es dabei in Vettweiß (+1,47 %), Gangelt (+0,75 %) und Ruppichteroth (+0,74 %). Die deutlichsten Rückgänge der Bevölkerung gab es in den Gemeinden Horstmar (−14,90 %), Weeze (−3,62 %) und Borgentreich (−1,40 %).

Hinweise zur Statistik

Die Werte in dieser Pressemitteilung stammen aus der Fortschreibung des Bevölkerungsstandes auf Basis des letzten Zensus vom 15. Mai 2022.

Bei der Berechnung der Bevölkerungsentwicklung flossen auch Korrekturen mit ein, die hauptsächlich auf sogenannte „Rücknahmen von Zu- bzw. Fortzügen” zurückzuführen sind, die von den Kommunen erst nach Abschluss der Wanderungsstatistik gemeldet werden (Januar bis Juni 2026: 660).

Die Daten zu den Wanderungen basieren auf den An- und Abmeldungen, die von den Einwohnermeldeämtern nach den melderechtlichen Regelungen erfasst und den Statistischen Ämtern der Länder übermittelt werden. Die Wanderungsstatistik umfasst alle Zu- und Fortzüge über die Gemeindegrenzen mit Verlegung der Haupt- oder alleinigen Wohnung im Berichtszeitraum.

Die Statistik der Sterbefälle basiert auf Meldungen der Standesämter, die Angaben zu den Sterbefällen an die Statistischen Landesämter liefern. In dieser Auswertung wurden alle Gestorbenen gezählt, für die ein Wohnort in NRW gemeldet wurde.

Die Daten zur Statistik der Geburten basieren auf Meldungen der Standesämter, die Angaben zu Neugeborenen und deren Eltern an die Statistischen Landesämter liefern. In dieser Auswertung wurden alle Lebendgeborenen gezählt, für deren Mutter ein Wohnort in NRW gemeldet wurde.

Die Daten für das Jahr 2026 sind vorläufig und können sich im Prozess der Datenaufbereitung noch ändern. Die endgültigen Ergebnisse für das Jahr 2026 werden im Juni 2027 vorliegen.

Seit dem Berichtsjahr 2025 wird in den Statistiken der Bevölkerungsbewegungen zur statistischen Geheimhaltung die Cell-Key-Methode eingesetzt, um Rückschlüsse auf Einzelangaben von Personen zu verhindern. Einige Fallzahlen werden daher gegenüber ihrem Originalwert leicht verändert ausgewiesen. Dies hat zur Folge, dass sich die ausgewiesenen Einzelwerte in der Tabelle nicht notwendigerweise zu den ausgewiesenen Summen addieren. Dieses Vorgehen sichert neben dem Schutz von Einzelangaben eine hohe Datenqualität. Mehr zur Cell-Key-Methode finden Sie im Statistikportal des Bundes und der Länder.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

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