
Bild von maleni ferrari auf Pixabay
Im Jahr 2025 starben in Nordrhein-Westfalen 4.143 Menschen aus Nordrhein-Westfalen laut Todesbescheinigung an Brustkrebs; 98,9 % davon waren Frauen. Jedes Jahr wird international im Brustkrebsmonat Oktober (genannt Pinktober) auf die Vorbeugung, Erforschung und Behandlung von Brustkrebsaufmerksam gemacht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen anlässlich des Pinktobers mitteilt, war Brustkrebs bei Frauen mit 4.099 Fällen die zweithäufigste Krebserkrankung mit Todesfolge – nach Lungen- und Bronchialkrebs mit 4.965 Todesfällen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der an Brustkrebs Gestorbenen um 2,3 %. Der Anteil der Brustkrebstoten an allen Gestorbenen lag 2025 bei 1,9 %. Seit 2020 liegt dieser Wert durchgehend unter 2 %.

Durchschnittsalter der Brustkrebssterbefälle war 3,4 Jahre niedriger als das aller Gestorbenen
Das Durchschnittsalter der aufgrund von Brustkrebs Gestorbenen lag bei 76,3 Jahren und war damit 3,4 Jahre niedriger als das durchschnittliche Sterbealter aller Gestorbenen. Über zwei Drittel der Brustkrebstoten waren 70 Jahre und älter, gut ein Viertel zwischen 50 und 70 Jahre alt; etwa 5 % waren jünger als 50 Jahre.
Niedrigste Brustkrebs bedingte Sterberate im Kreis Olpe
Der Kreis Olpe verzeichnete 2025 die niedrigste Sterberate aufgrund von Brustkrebs mit knapp 16 Sterbefällen je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Im Märkischen Kreis hatte es rund 31 Sterbefälle je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern gegeben. Im Landesmittel starben 23 Personen von jeweils 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern aufgrund einer Brustkrebserkrankung.
27.898 Krankenausbehandlungen wegen Brustkrebs im Jahr 2024 – 19 % weniger als 20 Jahre zuvor
Im Jahr 2024 wurden 27.898 Menschen aus NRW wegen einer Brustkrebserkrankung vollstationär im Krankenhaus behandelt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl dieser Behandlungen damit um 0,7 %. Im Vergleich zum Jahr 2004 hingegen waren es im Jahr 2024 um 19 % weniger Behandlungsfälle wegen Brustkrebs.

Hinweise zur Statistik
Die hier dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik (für 2025) basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Die Erhebung liefert Angaben zu den Todesursachen sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der verstorbenen Person. Für die Todesursachenstatistik ist laut Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Grundleiden die auszuzählende Todesursache. Die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik basiert ausschließlich auf den Angaben der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Diese werden in einem elektronischen Kodiersystem erfasst, welches dann das Grundleiden nach dem Regelwerk zur ICD-10-WHO ermittelt.
Als Todesfälle aufgrund von Brustkrebs werden hier Sterbefälle ausgewertet, bei denen eine Brustkrebserkrankung mit dem ICD-10-WHO-Kode C50 als zum Tode führendes Grundleiden kodiert wurde.
Bei den einzelnen Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen. Im Jahr 2025 wurde für 1,1 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Zusätzlich entfielen 4,6 % der Todesfälle auf Grundlage der Todesbescheinigung auf diese Rubrik. Ab dem Berichtsjahr 2025 wird zur statistischen Geheimhaltung der Todesursachenstatistik die Cell-Key-Methode eingesetzt, um Rückschlüsse auf Einzelangaben von Personen zu verhindern. Einige Fallzahlen werden daher gegenüber ihrem Originalwert leicht verändert ausgewiesen. Dies hat zur Folge, dass sich ausgewiesene Einzelwerte nicht notwendigerweise zu den ausgewiesenen Summen addieren.
Bei der Krankenhausdiagnosestatistik (für 2024) handelt es sich um eine jährliche Vollerhebung von Patienten und Patientinnen, die im Berichtsjahr aus der vollstationären Behandlung eines Krankenhauses entlassen wurden. Sie liefert Erkenntnisse über die Hauptdiagnose, Behandlungsdauer und -ort, sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der behandelten Person. Als Behandlungsfall werden hier die vollstationären Behandlungsfälle ausgewertet, bei denen eine Hauptdiagnose mit dem ICD-10-GM-Kode C50 kodiert wurden. ICD steht für „International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems”, zu Deutsch und vereinfacht: „Internationale Klassifikation der Krankheiten”. Es werden hier alle vollstationären Behandlungsfälle von Personen mit Wohnsitz in NRW – ungeachtet des Behandlungsortes – ausgewertet.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)















