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Etwa jeder Neunte erhielt 2025 Leistungen der sozialen Mindestsicherung – stärkster Rückgang bei Asylbewerberleistungen

von | Okt. 29, 2026 | Uncategorized

Zum Jahresende 2025 haben 1.913.066 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen Leistungen der sozialen Mindestsicherung erhalten; das sind etwa jeder Neunte oder 10,6 % der Bevölkerung. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das rund 84.100 bzw. 4,2 % Empfängerinnen und Empfänger weniger als ein Jahr zuvor.

Am deutlichsten waren die Rückgänge bei den Kindern (–7,3 %) und nichtdeutschen Leistungsbeziehenden (–7,2 %). Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen in einem Alter von 55 und mehr Jahren sind hingegen leicht um 0,6 % gestiegen.

Die Mindestsicherungsquote lag in den letzten 10 Jahren zwischen 11 und 12 %

Gegenüber dem Vorjahr sank die Mindestsicherungsquote 2025 um 0,5 Prozentpunkte auf 10,6 %. In den letzten 10 Jahren schwankte die Quote zwischen 11,0 und 12,0 %. Im Jahr 2016 gab es einen Höchststand mit einer Mindestsicherungsquote von 12,0 % bzw. 2,15 Millionen betroffenen Menschen.

Erneuter Anstieg bei der Grundsicherung im Alter – stärkster Rückgang bei Asylbewerberleistungen und Bürgergeld

Betrachtet man die einzelnen Leistungsarten, so ist die Inanspruchnahme der Grundsicherung im Alter mit +3,0 % bzw. +5.975 das fünfte Jahr in Folge auf 201.940 Empfängerinnen und Empfänger gestiegen. Der stärkste Rückgang war mit –20,3 % bzw. –18.000 bei den Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sowie den Empfängerinnen und Empfängern von Bürgergeld mit –4,6 % bzw. –71.600 zu verzeichnen. Gut ein Drittel der Leistungsbeziehenden nach dem Asylbewerberleistungsgesetz oder dem Bürgergeld war minderjährig.

Empfängerinnen und Empfänger von Mindestsicherungsleistungen inNRW

Deutliche regionale Unterschiede bei Mindestsicherungsquoten

Die höchsten Mindestsicherungsquoten sind im Ruhrgebiet zu finden. An der Spitze liegt Gelsenkirchen mit 21,3 %, dort war jede fünfte Person auf diese Leistungen angewiesen. Danach folgten Dortmund, Essen und Gladbeck mit über 17 %. Zum Jahresende 2025 gab es die niedrigsten Mindestsicherungsquoten im Kreis Borken in den Gemeinden Südlohn (3,1 %), Heek (3,3 %) und Raesfeld (3,4 %). Die Gemeinde Nettersheim im Kreis Euskirchen wies ebenfalls eine Mindestsicherungsquote von 3,4 % auf.

Weitere Ergebnisse zum Thema Städte und Gemeinden finden Sie in unserer Landesdatenbank NRW .

Weitere Ergebnisse zum Thema Armut finden Sie auch im Internet auf unserer Themenseite.

Hinweise zur Statistik

Zu den Mindestsicherungsleistungen zählen: „Grundsicherung für Arbeitsuchende“ (Bürgergeld nach dem SGB II) aus der Statistik der Bundesagentur für Arbeit, Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung (SGB XII) und Hilfe zum Lebensunterhalt außerhalb von Einrichtungen (SGB XII) aus den Sozialhilfestatistiken sowie Regelleistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) aus der Statistik der Asylbewerberleistungen.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

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