
Auch heute segeln noch einige Botter vor Elburg. Die schnellen Segelboote werden von Enthusiasten geschätzt und gerne als Ausflugsboote genutzt. Auch einige Lions aus Blomberg gingen für einen Kurztrip an Bord. Foto: privat
Lions Club Blomberg und Lions Club Elburg-Oldebroek versteigern tönerne „Botter-Flotte“
Sie machen weiter gemeinsame Sache: Die Lions Clubs (LC) Blomberg und Elburg-Oldebroek (NL) trafen sich zu einem „Wochenende der Freundschaft“ in der niederländischen Stadt Elburg am Veluwemeer. Nach Angaben von Präsident Daniel Urselmann zählen die gegenseitigen Jumelage-Treffen stets zu den Highlights im Clubleben der beiden befreundeten Clubs. Neben persönlichen Verbindungen von Menschen innerhalb der großen „Lions-Familie“ sind das Kennenlernen kultureller, historischer oder geografischer Besonderheiten „wichtige Bausteine“ zum Erreichen eines der fundamentalen Ziele von Lions International: „Förderung des Friedens und der Völkerverständigung“, bilanzierte Urselmann am Ende der zweitägigen Reise.
Bei einer Versteigerung von kleinen, handgeformten Fischereibooten aus Ton kamen rund 2.000 Euro zusammen, die nach Angaben von Past-Präsident Dr. Bernd Sommer (LC Blomberg) um weitere 1.000 Euro aufgestockt und anteilig der „Stiftung zur Erhaltung der Elburger Botter“ zur Verfügung gestellt wurden.
Die Botter sind traditionelle, schnelle Segelschiffe mit flachem Boden, die für die seichten Gewässer der Zuiderzee in der Provinz Gelderland besonders gut geeignet waren, erläuterte Lions-Sprecher Siegfried Mühlenweg. 1956 wurde Elburg vom offenen Meer abgeschnitten und liegt seit der Eindeichung von Ost-Flevoland am Veluwemeer. „Die Fischerei verschwand“, so Mühlenweg. Nach seiner Darstellung versucht die „Botterstichting Elburg“ seit 1975 ehrenamtlich, etwas vom historischen Glanz Elburgs zu bewahren, indem sie einige Botter hegt und pflegt „und in Betrieb hält“. Die niederländischen Lions-Freunde hätten den Wunsch geäußert, die Versteigerung der ca. 30 cm großen tönernen Segelschiffe als gemeinsame Activity beider Clubs zu begreifen und den Erlös für soziale Hilfsprojekte vor Ort zur Verfügung zu stellen.
Die Clubvorstände vereinbarten, auch in den kommenden Jahren die gegenseitigen Besuche und Gespräche fortzusetzen und so die Freundschaft zwischen Deutschland und Holland weiter zu vertiefen. „Das passt auch optimal zusammen“, ergänzte Urselmann, der bei den Blomberger Lions für die Pflege von länderübergreifenden Partnerschaften zuständig ist. Die Stadt Blomberg war jahrzehntelang auf Zeit die Heimat für niederländische Armee-Angehörige. Im Jahr 1975 wurde eine Städtepartnerschaft zwischen Blomberg und der niederländischen Stadt Papendrecht offiziell besiegelt.
Pressemeldung: Lions Club Blomberg















