
Deutschlandticket Job für Azubis. Fotocredit_freepik
Finanzierung in Westfalen-Lippe geklärt
In Westfalen-Lippe ist die Finanzierung für das DeutschlandTicket Job für Auszubildende im Elektrohandwerk NRW für Verkehrsunternehmen und Aufgabenträger, die im WestfalenTarif zusammengeschlossen sind, bis zum Sommer 2026 geklärt. Eine Allgemeine Vorschrift (AV) des Zweckverbandes Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) stellt die Weiterleitung der Finanzmittel zum Mindererlösausgleich an die Anbieter sicher. Die AV dient als rechtliche Grundlage, durch die die Verkehrsunternehmen einen Anspruch auf Ausgleichszahlungen für die Mindereinnahmen aus dem Azubiticket-Vertrieb haben, die durch das vergünstigte Tarifangebot entstehen.
Bereits zum 1. Februar waren einige westfälische Verkehrsunternehmen in Vorleistung gegangen, um Azubis aus dem Elektrohandwerk das Deutschlandticket Job anbieten zu können. Die sogenannten E-Zubis können seitdem kostenlos durch ganz Deutschland fahren, sofern ihr Arbeitgeber Mitglied im Fachverband Elektro- und Informationstechnische Handwerke Nordrhein-Westfalen (FEH.NRW) ist und einen entsprechenden Vertrag mit einem Verkehrsunternehmen in NRW abgeschlossen hat. Das Elektrohandwerk NRW gehört im Azubi-Bereich bundesweit zu den Vorreitern: Als erste Innung bietet es für die Auszubildenden in den tarifgebundenen Innungsbetrieben denselben Mobilitätsvorteil, von dem Studierende bereits profitieren.
Das Angebot geht auf den Tarifabschluss im Elektrohandwerk NRW zurück, auf den sich der FEH.NRW und die Gewerkschaft IG Metall im Oktober letzten Jahres geeinigt hatten. An der Entwicklung des neuen Angebots waren auch der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) beteiligt. Auszubildende erhalten ihre vorbestellten Tickets in der Regel von ihren Betrieben. Im Gebiet einiger Verkehrsunternehmen werden digitale Tickets auch direkt an die Auszubildenden versendet. Alle Azubis in NRW, deren Betrieb in die Handwerksrolle eingetragen sind, sind berechtigt, das neue Angebot zu beziehen. Arbeitgeber, die der Elektroinnung angehören, zahlen pro Ticket 37,80 Euro monatlich, also 60% des regulären Deutschlandtickets, an das Verkehrsunternehmen.
Diese Kosten sind steuer- und sozialversicherungsfrei. Die Verkehrsunternehmen erhalten den Differenzbetrag zum regulären Preis des Deutschlandtickets Job (22,05 Euro) aus Drittmitteln. Interessierte Betriebe können über die Website des Fachverband Elektro- und Informationstechnische Handwerke Nordrhein-Westfalen das für sie passende Verkehrsunternehmen aufrufen und dort die benötigte Anzahl an Tickets bestellen. Das Angebot gilt zunächst bis zum 31. Juli 2026. Ab August 2026 ist eine Weiterführung des Modells unter den dann gültigen Bedingungen vorgesehen. Ticket-Bestellung unter https://www.feh.nrw/azubiticket/verkehrsunternehmen.html.
Pressemeldung: WestfalenTarif GmbH














