
Professor Karl-Heinz Kerstjens möchte Studierende der TH OWL dazu befähigen, ihr berufliches Leben eigenständig zu bewältigen. Forschung versteht er als Beitrag zur Beantwortung aktueller fachlicher Fragestellungen. Foto: TH OWL
Seit Aushändigung der Ernennungsurkunde vergangene Woche Donnerstag, 26. Februar, hat die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) einen weiteren Honorarprofessor: Dr. Karl-Heinz Kerstjens bringt seine langjährige Erfahrung in Lehre, Wissenschaft und Bildungsmanagement ein. Bereits seit dem Wintersemester 2012/2013 ist er der Hochschule in der Lehre verbunden. Zunächst am früheren Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, künftig im neuen Fachbereich Bauen und Umwelt, vertritt Professor Kerstjens das Fachgebiet Berufliches Bildungsmanagement und vermittelt unter anderem Berufs- und Arbeitspädagogik.
Seinen akademischen Werdegang begann der gebürtige Emmericher mit einem Studium der Gartenbauwissenschaften an der damaligen Technischen Universität Hannover (heute Gottfried Wilhelm Leibniz Universität), das er von 1973 bis 1977 absolvierte. Nach dem Referendariat arbeitete er als Fachschullehrer. Das Promotionsverfahren zu „Maßnahmen zur Verminderung des Nitrateintrages bei der Kultur von Erica gracilis“ absolvierte er parallel zu seiner Berufstätigkeit und schloss es im Dezember 1990 an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn ab.
Beruflich war Professor Kerstjens über viele Jahre in verantwortungsvollen Positionen tätig: Von 1988 bis 2021 leitete er die Lehr- und Versuchsanstalt für Garten- und Landschaftsbau und Friedhofsgärtnerei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (heute Bildungszentrum Gartenbau Essen). Von 2008 bis 2018 engagierte er sich ehrenamtlich als Präsident der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau in Bonn. Seit 1992 ist er in der akademischen Lehre tätig, unter anderem an der Universität Essen, deren einschlägige Studiengänge später nach Höxter verlagert wurden.
Die Entscheidung für die Tätigkeit an der TH OWL erfolgte vor dem Hintergrund, die inhaltlich vergleichbare Lehre auch nach der Verlagerung der Studiengänge seinerzeit von Essen nach Höxter fortzuführen. Eine besondere Rolle spielt für ihn dabei die Anerkennungsvereinbarung von 2010, durch die Meister:innen und Techniker:innen sich Module aus ihrer Fachschulzeit in Essen im Studium anerkennen lassen und ihre hochschulische Bildung entsprechend verkürzen können. Für die kommenden Jahre sieht Professor Kerstjens seine Schwerpunkte insbesondere in der Umsetzung der räumlichen und organisatorischen Neuordnung der Fachbereiche an der TH OWL. Perspektivisch kann er sich zudem eine Mitarbeit an der Weiterentwicklung gärtnerischer Bildungsgänge vorstellen.
Sein Verständnis von Lehre ist dabei klar formuliert: Ziel sei es, Studierende dazu zu befähigen, ihr berufliches Leben eigenständig zu bewältigen. Forschung verstehe er als Beitrag zur Beantwortung aktueller fachlicher Fragestellungen. Kooperationen mit dem Berufsstand betrachte er als wichtige Ideengeber für fachliche Entwicklungen, als Verbindung zu künftigen Arbeitgebern der Absolvent:innen sowie als Unterstützung im gesellschaftlichen und politischen Raum. Auch außerhalb der Hochschule bleibt Professor Kerstjens seinem Fach eng verbunden: Als leidenschaftlicher Gärtner schätzt er die täglichen Überraschungen von Wachstum und Blüte und betont mit einem Augenzwinkern, dass der kontinuierliche Austausch mit Studierenden eine wertvolle Quelle geistiger Beweglichkeit sei.
Pressemeldung: TH OWL














