
Oscar Squiccimarro (vorne, von links), Marie Eke, Elin Schwarz und Minou Lea Tawalalli belegten beim Vorlesewettbewerb der lippischen Grundschulen die ersten Plätze. Mit ihnen freuten sich die weiteren Finalistinnen und Finalisten sowie die Jury vor dem Kommunikationszentrum der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter. (Foto: Dr. A. Heinrike Heil/ Stiftung Standortsicherung)
Oscar Squiccimarro gewinnt den Vorlesewettbewerb der lippischen Grundschulen. 15 Kinder aus 14 Schulen zeigen im Finale, wie sicher und lebendig sie mit Texten umgehen
Wer in der Grundschule gut lesen lernt, hat es auch in anderen Fächern leichter. Denn Kinder, die Texte sicher erfassen, verstehen Aufgaben in Mathematik und Sachunterricht besser, können sich Wissen selbstständiger erschließen und gewinnen Sicherheit im Umgang mit Sprache. Damit prägt Lesekompetenz den weiteren Bildungsweg von Anfang an – und genau hier setzt der Vorlesewettbewerb der lippischen Grundschulen an, den die Stiftung Für Lippe seit 2007 unterstützt.
Beim diesjährigen Finale im Kommunikationszentrum der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter traten 15 Schülerinnen und Schüler aus 14 lippischen Grundschulen an. Drei Kinder kamen aus dem dritten Jahrgang, zwölf aus dem vierten. Dass am Ende ein Drittklässler ganz vorn lag, gehörte zu den Besonderheiten dieses Wettbewerbstages: Oscar Squiccimarro vom Grundschulverbund Bildungshaus Weerth-Schule in Detmold gewann mit 111 Punkten. Die Finalistinnen und Finalisten lasen zunächst aus einem selbst gewählten Buch. Oscar hatte sich für „Ab in die Rakete“ von Beate Dölling entschieden. In der zweiten Runde mussten alle Kinder einen unbekannten Text vortragen. Die Wahl fiel in diesem Jahr auf „P.F.O.T.E. – Ein (fast) perfekter Hund“ von Bettina Obrecht.
„Das Niveau war in diesem Jahr wirklich außergewöhnlich hoch“, sagt Dagmar Schultz, Schulleiterin der Grundschule Rischenau und langjährige Organisatorin des Wettbewerbs. Viele Kinder hätten nicht nur ihren vorbereiteten Text stark gelesen, sondern auch den Fremdtext souverän gemeistert. „Schon nach den ersten Beiträgen war klar, dass die Jury sehr genau hinhören muss. Die Entscheidung war am Ende entsprechend knapp.“ Mit 109 Punkten belegte Marie Eke von der Grundschule Ehrentrup in Lage den zweiten Platz. Den dritten Platz teilten sich Elin Schwarz von der Grundschule Knetterheide in Bad Salzuflen und Minou Lea Tawalalli von der Grundschule Asemissen in Leopoldshöhe mit jeweils 103 Punkten. Auch dahinter lagen die Ergebnisse eng beieinander.
Bewertet wurden unter anderem Lesetechnik, Textverständnis und Präsentation. Zur Jury gehörten Olaf Brodziak vom Schulamt für den Kreis Lippe, Sebastian Fellmer von der Sparkasse Paderborn-Detmold-Höxter, Ursula Terfloth aus dem Stiftungsrat der Stiftung Für Lippe, Marion Petereit, Schulleiterin im Ruhestand, sowie Angelika Gräler, Lehrerin im Ruhestand. Die Organisation lag erneut bei Dagmar Schultz. Für Ursula Terfloth war es die erste Teilnahme in der Jury. „Mich hat beeindruckt, mit welcher Freude und Ernsthaftigkeit die Kinder gelesen haben“, sagt sie. „Beim Vorlesen zeigt sich, ob ein Kind einen Text wirklich verstanden hat. Es geht um Sprache, Konzentration, Ausdruck und Selbstvertrauen. All das sind Fähigkeiten, die Kinder weit über einen Wettbewerb hinaus stärken.“
Alle Finalistinnen und Finalisten erhielten eine Urkunde sowie 100 Euro für die Schulbücherei – gestiftet von der Stiftung Für Lippe. Die Bestplatzierten wurden zusätzlich mit Büchergutscheinen der lippischen Sparkassen ausgezeichnet. Auch im kommenden Jahr soll der Vorlesewettbewerb wieder stattfinden.
Pressemeldung: Stiftung Für Lippe












