Zum Stichtag 31. Januar 2026 waren in NRW 104.665 Menschen wegen Wohnungslosigkeit untergebracht. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich des Tages der wohnungslosen Menschen am 11. September 2026 mitteilt, lebten zum Stichtag mit 54 % mehr als die Hälfte der Untergebrachten bereits seit mindestens zwei Jahren ohne eigenen Wohnraum in der jeweiligen Unterbringung.
Zahl der untergebrachten Wohnungslosen ohne deutsche Staatsangehörigkeit gesunken
Die Zahl der erfassten untergebrachten Wohnungslosen ist gegenüber dem Vorjahr um 11 % bzw. 13.220 Menschen gesunken. Dabei lag die Zahl der Wohnungslosen mit deutscher Staatsangehörigkeit zum Stichtag 2026 mit 14.490 um 4 % höher als im Vorjahr. Dagegen war die Zahl der Wohnungslosen ohne deutsche Staatsangehörigkeit um 13 % gesunken. Ende Januar 2026 wurden 90.175 untergebrachte Wohnungslose ohne deutsche Staatsangehörigkeit gezählt – das waren 86 % der insgesamt erfassten Wohnungslosen Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Ukrainerinnen und Ukrainern mit −22 % und bei den Personen mit syrischer Staatsangehörigkeit mit −21 % aus.

27 % der untergebrachten Wohnungslosen waren Ukrainerinnen und Ukrainer, 18 % Syrierinnen und Syrer. Die deutsche Staatsangehörigkeit hatten 14 % der untergebrachten Wohnungslosen.
Mehr als ein Viertel der untergebrachten Wohnungslosen waren Kinder und Jugendliche
Ende Januar 2026 waren 27.485 Minderjährige wegen Wohnungslosigkeit untergebracht; das waren mit 26 % gut ein Viertel der insgesamt erfassten Wohnungslosen. Mit 97 % waren die meisten von ihnen mit ihren Familien bzw. in Mehrpersonenhaushalten untergebracht. Lediglich 0,3 % waren alleinstehend. Bei 3 % der minderjährigen Wohnungslosen lagen keine Informationen zum Haushaltstyp vor.

13 % der untergebrachten Wohnungslosen waren im Alter von 18 bis unter 25 Jahren, 55 % im Alter von 25 bis unter 65 Jahren und 6 % waren 65 Jahre und älter. Bei den unter 25-jährigen Erwachsenen waren Männer mit 66 % in der Mehrheit sowie auch bei den 25 bis unter 65-Jährigen mit 62 %. Bei den älteren untergebrachten Wohnungslosen waren dagegen die Frauen mit 52 % in der Überzahl.
Hinweise zur Statistik
Die Statistik der untergebrachten wohnungslosen Personen wird jährlich zum Stichtag 31. Januar bundesweit durchgeführt und erfasst Personen ohne vertraglich abgesicherten Wohnraum, die in der Nacht vom 31. Januar zum 1. Februar 2026 beispielsweise in überlassenem Wohnraum, Sammelunterkünften oder Einrichtungen für Wohnungslose untergebracht waren. Zu den erfassten Wohnungslosen zählen auch Geflüchtete mit positivem Abschluss eines Asylverfahrens, einer Aufenthaltsgewährung zum vorübergehenden Schutz (nach § 24 Aufenthaltsgesetz) oder einer Aufenthaltserlaubnis über das Chancen-Aufenthaltsrecht, die zum Stichtag entsprechend untergebracht waren, weil sie nicht über eigenen Wohnraum bzw. einen Mietvertrag verfügten.
Personen, die ohne jede Unterkunft auf der Straße leben, sowie Formen von verdeckter Wohnungslosigkeit (zum Beispiel bei Bekannten oder Angehörigen untergekommene Personen) werden nicht in der Statistik berücksichtigt.
Dieser Personenkreis, der nicht untergebrachten Wohnungslosen, wird in der integrierten Wohnungsnotfallberichterstattung des Landes Nordrhein-Westfalen erfasst, sofern diese in Kontakt zu Beratungsangeboten der Wohnungslosenhilfe standen.
Über IT.NRW
Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

















