
Die Kräuter von Armin Plaß benötigen Wärme für ihr Wachstum und damit Energie. Steigende CO2-Preise gefährden die Produktion.
CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge besucht Gemüsebaubetrieb Armin Plaß
Frisches, regionales Obst und Gemüse – das wünschen sich viele Menschen auch im Kreis Lippe. Allerdings: Die hohen Energiekosten und die Unsicherheiten in der Energiepolitik setzen die regionale Gemüseproduktion zunehmend unter Druck. Davon konnte sich die CDU-Bundestagsabgeordnete Kerstin Vieregge bei ihrem Besuch im Gemüsebaubetrieb von Armin Plaß in Bad Salzuflen persönlich überzeugen. Der Betrieb hat sich auf die Produktion von Topfkräutern spezialisiert und gehört zu den führenden Anbietern in der Region.
„Unsere heimische Gemüseproduktion ist ein zentraler Baustein für eine sichere und nachhaltige Versorgung mit frischen Lebensmitteln. Doch steigende Energiekosten und regulatorische Unsicherheiten stellen Betriebe wie den von Armin Plaß vor existenzielle Herausforderungen“, betonte Vieregge. „Wir brauchen eine verlässliche Energiepolitik, die regionale Erzeuger stärkt und ihnen Planungssicherheit gibt.“
Armin Plaß schilderte der Bundestagsabgeordneten die aktuellen Schwierigkeiten: „Das Gemüse in unseren Gewächshäusern ist auf eine konstante Energieversorgung angewiesen. Unsere Basilikumpflanzen zum Beispiel benötigen eine Temperatur von 20 Grad Celsius, um gut wachsen zu können. Die gestiegenen Kosten für Strom und Gas machen es uns immer schwerer, wirtschaftlich zu arbeiten. Wenn sich an den Rahmenbedingungen nichts ändert, wird die heimische Produktion immer stärker unter Druck geraten.“
Auch Bernd Wortmann vom Landesverband Gartenbau NRW machte mit Blick auf steigende CO2-Preise deutlich, dass die Politik dringend handeln müsse: „Europäische Regelungen müssen einheitlich sein. Unsere Betriebe brauchen faire Wettbewerbsbedingungen, also die gleichen Bedingungen wie unsere europäischen Kollegen und keine nationalen Alleingänge. Ohne Entlastungsmaßnahmen für den Gartenbau wird Deutschland als Produktionsstandort für die Gemüseproduktion erheblich geschwächt.“
Kerstin Vieregge sicherte zu, die Anliegen der Branche in die politische Debatte auf Bundesebene einzubringen. „Es muss unser Ziel sein, eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung sicherzustellen, damit unsere landwirtschaftlichen Betriebe auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleiben.“ Der Gemüsebaubetrieb Armin Plaß steht beispielhaft für viele Unternehmen in der Branche, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit großer Leidenschaft arbeiten. Umso dringlicher ist eine Politik, die die Produktion regionaler Lebensmittel nicht gefährdet, sondern gezielt unterstützt.
Pressemeldung und Foto: Landesverband Gartenbau