
Von rechts: Serdar Igrek (Projektverantwortlicher Lehrer der Geschwister-Scholl-Gesamtschule), Tanja Menze (Verkehrssicherheitsberaterin von der Verkehrsunfallprävention der Polizei Lippe), Thorsten Paulussen (Stadt Detmold), Landrat Meinolf Haase, Max Prusakowksi (8a der Geschwister-Scholl-Gesamtschule), Schulleiter Christoph Trappe, Anne-Lena Mügge (Radverkehrsbeauftragte) und Joris Jüngling (Bundesfreiwilligendienst Kreis Lippe). (Foto: Kreis Lippe)
Kreis zeichnet Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Detmold aus
Die Geschwister-Scholl-Gesamtschule in Detmold hat die Auszeichnung Fahrradfreundliche Schule des Kreises Lippe in Gold erhalten. Landrat Meinolf Haase überreichte nun das Zertifikat bei einem persönlichen Austausch. Die Gesamtschule beschloss 2024 an dem Zertifizierungsprozess teilzunehmen und setzte mehrere Maßnahmen um. „Die Gesamtschule ist mittlerweile die fünfte Schule im Kreis, die wir auszeichnen. Dass wir heute zum ersten Mal den Gold-Status verleihen können, zeigt, dass sich das Bewusstsein für eine sichere Radinfrastruktur und die Bedeutung des schulischen Radverkehrs immer weiter verbreitet“, freut sich der Landrat. Schulleiter Christoph Trappe ergänzt: „Das Bewusstsein zeigt sich nicht nur bei Schülern, sondern auch beim Kollegium. Hier zieht die ganze Schule mit – sowohl bei einmaligen Projekten als auch im regulären Schulalltag.“
Die Gesamtschule punktete mit verschiedenen Angeboten und Aktionen. So gibt es vor Ort Fahrradabstellanlagen, die sich abschließen lassen und mitunter auch überdacht sind. Im Schulkeller operiert eine große und gut ausgestattete Fahrradwerkstatt. Im Schulunterricht ist das Thema Fahrrad(-Infrastruktur) im Sport- und IT-Unterricht verankert, zusätzlich wird eine Mountainbike-AG angeboten. „Darüber hinaus haben sich die Schüler sehr engagiert an der Erarbeitung eines Radwegschulplans beteiligt. Das Ergebnis hat einen richtigen Vorbildcharakter“, sagt Anna-Lena Mügge, Radverkehrsbeauftragte des Kreises Lippe. Der Plan entstand auf Grundlage einer Schulwegbefahrung durch die Schüler in Zusammenarbeit mit der Polizei Lippe.
Hintergrund
Das Projekt „Fahrradfreundliche Schule“ wurde 2020/2021 vom Kreis Lippe gemeinsam mit Schülern des Leopoldinums in Detmold ins Leben gerufen. Für das Projekt erarbeiteten sie eigens einen Kriterienkatalog, mit dessen Hilfe auch andere weiterführende Schulen fahrradfreundlicher werden sollen. Der Katalog beinhaltet Vorgaben, die für die Zertifizierung der Schulen obligatorisch sind – einen Radschulwegplan und einen Beschluss der Schulkonferenz – sowie allgemeine Kriterien. Es werden beispielsweise Punkte für Abstellmöglichkeiten, Kurse oder AGs, die sich mit dem Radverkehr beschäftigen, vergeben. Je nach Punktezahl erhalten die Schulen ein abschließendes Zertifikat in Gold, Silber oder Bronze. Bisher beteiligten sich neben dem Leopoldinum, die Karla-Raveh-Gesamtschule, das Engelbert-Kämpfer-Gymnasium und die Grundschule am Schloss in Lemgo.













