Deutsche Künstlerkolonien stärken Zusammenarbeit und entwickeln gemeinsame Projekte
Vom 17. bis 19. April 2024 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Künstlerkolonien in der Malerstadt Schwalenberg – ein Ortsteil der Stadt Schieder-Schwalenberg (Nordrhein-Westfalen) – zu ihrer jährlichen Regionaltagung. Im Mittelpunkt der Tagung standen u.a. Verbesserungen im Marketing der Künstlerkolonien, der Ausbau des Netzwerks sowie die künftige Durchführung von Symposien.
Über allem stand die Erkenntnis: „Die Themen, die Künstler:innen einst an diese magischen Orte geführt haben, sind heute aktueller denn je: Naturverbundenheit, gesellschaftlicher Wandel und die Suche nach neuen Lebensformen.“
Schwalenberg als Gastgeber – eine historische Künstlerkolonie
Dank ihrer außergewöhnlichen Lichtverhältnisse wurde Schwalenberg Ende des 19. Jahrhunderts zum Geheimtipp für impressionistische Landschaftsmalerei, die Maler wie Hans Licht, Robert Koepke und Friedrich Eicke anzog. Ihre Blütezeit erlebte die Künstlerkolonie von 1920 bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges, dann löste sie sich nach und nach auf.
Gemeinsame Projekte im Fokus
Zentrale Themen der Tagung waren Fördermöglichkeiten für internationale Ausstellungen, die Evaluation von Marketing- und Social-Media-Projekten, die Verbesserung des Marketings von Euroart und die Idee, künftig Symposien auszurichten. Wertvolle Ergebnisse zu diesen Themenkomplexen wurden in den Arbeitsgruppen auf der Tagung erarbeitet. So soll z.B. die Website von Euroart im Bereich “Art & Travel” optimiert werden: Kunstinteressierte Touristen sollen noch schneller nützliche Informationen und Links für ihren Aufenthalt in einer Künstlerkolonie finden.
Die Tagungsteilnehmenden entwickelten außerdem die Idee, eine alle Künstlerkolonien übergreifende Ausstellung zu kuratieren, die den Verbund Euroart repräsentiert und auch auf Tournee gehen könnte. Zudem sollen künftig Symposien einen Wissens- und Diskursraum schaffen und den Verbund Euroart noch stärker in den Fokus der Kunstszene rücken.
Die drei Künstler und ihre Werke aus dem Euroart-Kurzzeitstipendium – verteilt auf drei Künstlerkolonien – wurden vorgestellt. Ein starkes Zeichen für die Verbindung von Geschichte und Gegenwart. Eine digitale Sommerausstellung zum Thema „Animals“, bestückt mit Werken vieler Verbandsmuseen, wird ab Juni 2026 in mehreren Museen gezeigt – jeweils begleitet von den Originalen vor Ort. Die Tagung in Schwalenberg hat einmal mehr gezeigt: Trotz geografischer Entfernung und kultureller Vielfalt verbindet die Kolonien mehr als sie trennt.
Pressemeldung und Foto: Landesverband Lippe

















