
Freuen sich über die neue Kita-Bibliothek: Filsan (vorne, von links), Kita-Leiterin Heike Burg, Alexander, Sarah, Dr. A. Heinrike Heil (Stiftung „Für Lippe“, hinten, von links), Ben, Emily, Zubhan und Kindheitspädagogin Miriam Kampel. (Foto: Christina-Carolin Rempe/ Stiftung Standortsicherung)
Stiftung „Für Lippe“ unterstützt Kita Pfuhlstraße beim Aufbau einer Bibliothek
Auf dem roten Sofa in der neuen Bibliothek der Kita Pfuhlstraße hören die Kinder aufmerksam zu. Vor ihnen ein Regal mit Bilderbüchern in leuchtenden Farben. Kita-Leiterin Heike Burg liest aus dem Buch „Du bist so wunderbar gemacht“ von Emily Ley. Dann fragt sie: „Wer von euch ist wunderbar gemacht?“ Alexander zögert keine Sekunde: „Also ich auf jeden Fall“, ruft der Fünfjährige. Anhand der Geschichte sprechen die Kinder über ihre Begabungen, Gefühle und Wünsche – ein Augenblick, der zeigt, welche Rolle Bücher hier spielen: als Anlass zum Zuhören, Mitdenken und Sprechen.
In der viergruppigen Einrichtung, die von der Stiftung Eben-Ezer getragen wird, werden derzeit 74 Kinder aus 17 Nationen betreut. Der Aufbau der Kita-Bibliothek wurde durch eine Förderung der Stiftung „Für Lippe“ unterstützt. „Mit der Förderung weitet die Stiftung ihre Initiative „Lippe liest“ erstmals gezielt auf den frühkindlichen Bereich aus“, sagt Dr. A. Heinrike Heil, Geschäftsführerin der Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe, die die Stiftung „Für Lippe“ treuhänderisch verwaltet. „Leseförderung beginnt nicht erst mit dem Schuleintritt. Sie beginnt dort, wo Kinder erste Geschichten hören, Bilder entdecken und Sprache spielerisch erleben. Die neue Kita-Bibliothek legt dafür einen wichtigen Grundstein.“
Mit „Lippe liest“ bündelt die Stiftung „Für Lippe“ seit mehreren Jahren ihr Engagement für Leseförderung im Kreis Lippe. Dazu gehören unter anderem Vorlesewettbewerbe an Grundschulen, Lesetüten für Erstklässler, der Einsatz von Kamishibai-Erzähltheatern in der Kindertagespflege sowie die Unterstützung des Kinder- und Jugendliteraturfestivals „Wortspielerei“. Auch die Einrichtung und Erweiterung von Schulbibliotheken an lippischen Hauptschulen ist Teil des Förderansatzes. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen kontinuierliche Zugänge zu Sprache, Geschichten und Literatur zu eröffnen.
„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“, sagt Kita-Leiterin Heike Burg. „Gerade in einer Kita mit vielen unterschiedlichen Herkunftssprachen ist es wichtig, Kinder früh sprachlich zu stärken und ihnen Sicherheit im Ausdruck zu geben.“ Deswegen ist Vorlesen in der Kita fest im Tagesablauf verankert. In allen Gruppen stehen Bücherkisten bereit, Ruhe- und Mittagspausen werden regelmäßig zum Vorlesen genutzt. Einmal pro Woche kommt zudem eine ehrenamtliche Lesepatin in die Kita. Auch Besuche der Stadtbücherei gehören zum pädagogischen Alltag: In Kleingruppen besuchen die Fachkräfte die Bücherei bereits mit Kindern ab zwei Jahren. Bei Bedarf ist es auch Eltern möglich Bücher aus der Kita- Bibliothek auszuleihen und mit nach Hause zu nehmen. Der Bestand wächst kontinuierlich weiter, unter anderem durch zusätzliche Bücher vom Flohmarkt.
Für die neue Bibliothek wurde eine vielfältige Auswahl an Büchern zusammengestellt – von Wimmel- und Bilderbüchern bis hin zu Titeln zu Familie, Körper, Geburt, Tod und Trauer, Sachthemen oder religiösen Fragestellungen. Die Einrichtung der Bibliothek übernahm federführend Kindheitspädagogin Miriam Kampel. Ein von ihr entwickeltes Karteikartensystem sorgt dafür, dass jederzeit nachvollziehbar ist, wo sich die Bücher befinden – im Regal, in den Gruppen oder ausgeliehen. Weitere Informationen zur Initiative „Lippe liest“ unter www.fuer-lippe.de
Pressemeldung: Stiftung Für Lippe
















