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Innerörtliche Mietunterschiede in Münster und Aachen am höchsten

von | Juni 27, 2026 | Kunterbunt

Wie stark variieren die Mieten innerhalb einer Stadt oder einer Kommune? Dieser Frage ist Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt im Rahmen einer Kurzanalyse auf Basis der Ergebnisse des Zensus 2022 nachgegangen. Demnach waren die innerörtlichen Mietunterschiede, gemessen an den zentralen 50 % der Quadratmetermietpreise, in den Städten Münster und Aachen im Jahr 2022 am höchsten.

Innerörtliche Unterschiede der Quadratmetermieten in den Gemeinden in NRW 2022 gemessen am Verhältnis des dritten und ersten Quartils, in Prozent

Auch andere Städte wiesen 2022 relativ hohe Unterschiede bei den Mieten auf, so z. B. Köln, Bonn und Siegburg. In diesen Orten waren die teuersten 25 % Prozent der Mietverhältnisse etwa 50 % teurer als die günstigsten 25 % der Mietverhältnisse. Aber auch in einigen ländlichen Gemeinden, wie im nördlichen Münsterland, der Eifel oder in Ostwestfalen zeigten sich höhere Mietunterschiede.

Die geringsten innerörtlichen Unterschiede der Mieten je Quadratmeter waren in den Städten Werdohl und Halver im Jahr 2022 zu finden: Dort lagen die Quadratmetermietpreise tendenziell näher beieinander, d. h. es gab eine geringere innerörtliche Streuung als in anderen Gemeinden in NRW. Zwischen den teuersten und günstigsten 25 % aller Mietwohnungen lag in diesen Gemeinden ein Preisunterschied von 18,4 % bzw. 21,4 %.

Tendenziell waren die innerörtlichen Unterschiede in Städten größer, in denen die durchschnittliche Miete relativ hoch war. Deutlich wird dies beispielsweise in Aachen: Hier lag der durchschnittliche Mietpreis 2022 bei 8,04 Euro pro m² und somit 1,22 Euro über dem durchschnittlichen Quadratmetermietpreis in NRW (6,82 Euro). Gleichzeitig kosteten die teuersten 25 % der Mietwohnungen mindestens 54,2 % mehr als die günstigsten 25 % aller Mietwohnungen. Es gab also vergleichsweise große Differenzen in den Mieten innerhalb Aachens.

Hinweise zur Statistik

Betrachtet wurde die Preisspanne der zentralen 50 % der Quadratmetermietpreise. Die dargestellten Werte zeigen das Verhältnis des dritten Quartils und ersten Quartils minus 1 (abgebildet in Prozentwerten). Sie geben also an, um wie viel die oberen 25 % der Mietpreise mindestens teurer waren als die günstigsten 25 % der Mietpreise in einer Kommune.  Quartile, als Maßzahlen der Lage von Daten, unterteilen einen nach der Größe der Werte sortierten Datensatz in vier gleich große Abschnitte.

Die Ursachen für die unterschiedlichen Mietpreise in einer Gemeinde lassen sich durch die vorliegende Analyse nicht identifizieren. Grundsätzlich können verschiedene Faktoren die gezeigten Unterschiede begründen, wie z. B. unterschiedliche Baujahre der Gebäude, die Art des Gebäudes (Ein- oder Mehrfamilienhaus), die Wohnungsgröße oder die Wohnlage. Auch die Ausstattung der einzelnen Wohnungen sowie die individuelle Wohndauer in der jeweiligen Wohnung verursachen Unterschiede in den Mietpreisen.

Die dargestellten Werte basieren auf den Ergebnissen des Zensus 2022. Sie beziehen sich auf Wohnungen in Wohngebäuden (ohne Wohnheime), die zum Zensusstichtag am 15. Mai 2022 vermietet waren. Mietfrei überlassene Wohnungen wurden aus den Berechnungen ausgeschlossen. (IT.NRW)

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