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Jahreswechsel bringt Preisanstiege für Kraftstoffe und den öffentlichen Nahverkehr

von | Feb. 20, 2026 | Kunterbunt, Wirtschaft

Foto: pixabay

Die Kraftstoffpreise in Nordrhein-Westfalen sind zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 um 5,9 % gestiegen. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurde Superbenzin um 6,0 % und Diesel um 6,3 % teurer angeboten als im entsprechenden Vormonat. Hintergrund hierfür ist unter anderem die zum 1. Januar 2026 erfolgte Änderung der CO2-Bepreisung nach dem Brennstoffemissionshandelsgesetz: Demnach wird sich der Preis über die Versteigerung von begrenzt verfügbaren CO2-Zertifikaten ergeben und in einem Korridor zwischen 55 bis 65 Euro je Tonne bewegen. Auch in den Vorjahren erfolgten bereits Anpassungen der CO2-Bepreisungen, zuletzt im Januar 2025 von 45 auf 55 Euro – dabei handelte es sich jeweils um Festpreise und noch nicht um den inzwischen geltenden Preiskorridor. Damals stiegen die Preise für Kraftstoffe über den Jahreswechsel um 5,0 % an.

Seit Einführung der CO2-Bepreisung im Januar 2021 (damals 25 Euro pro Tonne) sind die Kraftstoffpreise insgesamt um 27,5 % gestiegen. Neben Anpassungen der CO2-Bepreisung sorgten vor allem auch der Ukrainekrieg und die Entwicklung der Rohölpreise für steigende Kraftstoffpreise. Eine differenzierte Betrachtung zeigt jedoch, dass im letzten Jahr – von Januar 2025 bis Januar 2026 – ein Preisrückgang von 1,4 % zu verzeichnen war. Dabei sanken die Preise für Diesel um 2,1 % und die für Superbenzin um 1,2 %.

Preisanstiege im öffentlichen Personennahverkehr

Die Preise für Verbundtickets (Einzel-, Mehrfach- und Zeitfahrkarten), die die Nutzung verschiedener Verkehrsmittel wie Bus, U-Bahn oder Regionalzug ermöglichen (sogenannte kombinierte Personenbeförderungsleistungen, kurz: ÖPNV) sind zwischen Dezember 2025 und Januar 2026 um 5,2 % gestiegen. Dieser Anstieg ist u. a. auf die Preiserhöhung des Deutschlandtickets von 58 auf 63 Euro Anfang dieses Jahres zurückzuführen. Bereits zum Jahresbeginn 2025 zeichnete sich eine ähnliche Entwicklung ab, die ebenfalls mit der Erhöhung des Deutschlandtickets einher ging (damals von 49 auf 58 Euro). So stiegen die Preise für kombinierte Personenbeförderungsleistungen zwischen Dezember 2024 und Januar 2025 um 10,8 %. Im Verlauf der beiden Jahre blieben die Preise ansonsten nahezu konstant.

Trotz der mehrfachen Preiserhöhungen des Deutschlandtickets verbleiben die Preise weiterhin unter dem Niveau von Mai 2022: Dank der von Juni bis August 2022 befristeten 9-Euro-Ticket-Aktion, auf die das Deutschlandticket als dauerhaftes Nachfolge-Abo ab Mai 2023 folgte, fielen die Preise für den ÖPNV zwischen Mai 2022 und Januar 2026 um 11,4 %. Die Preise für den Fernverkehr sind im gesamten Betrachtungszeitraum, von Januar 2021 bis Januar 2026, um 1,4 % gesunken.

Hinweise zur Statistik

Grundlage für diese Pressemitteilung ist der Verbraucherpreisindex (Basisjahr 2020 = 100). Die Daten stammen aus den monatlichen Preiserhebungen der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder, auf deren Basis der Verbraucherpreisindex monatlich fortgeschrieben wird. Für Auswertungen können verschiedene Zeiträume betrachtet werden: Übliche Vergleiche sind die prozentualen Veränderungen zum Vorjahresmonat (z. B. Januar 2025 mit Januar 2024) oder zwischen zwei aufeinander folgenden Monaten (z. B. Februar 2025 mit Januar 2025). Nach Vorliegen des Dezemberergebnisses wird darüber hinaus der Jahresdurchschnittswert berechnet. Auf Grundlage dieses Durchschnitts kann die Preisentwicklung verschiedener Jahre miteinander verglichen werden (z. B. zwischen den Jahren 2020 und 2024). Für die Pressemitteilung wurde die Veränderung des Jahresdurchschnitts zugrunde gelegt. (IT.NRW)

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