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Kreislauferkrankungen auch 2025 wieder häufigste Todesursache

von | Okt. 17, 2026 | Kunterbunt

Im Jahr 2025 starben laut Todesbescheinigung in Nordrhein-Westfalen 63.372 Menschen an einer Krankheit des Kreislaufsystems. Das waren 29 % aller Sterbebefälle. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren Kreislauferkrankungen damit weiterhin die meistverbreitete Todesursache.

Anteil ausgewählter Todesursachen an allen Gestorbenen in NRW

Die häufigste Krankheitsgruppe unter den Kreislauferkrankungen war mit 21 % die chronisch ischämische Herzkrankheit gefolgt von Herzinsuffizienz mit 12 %. Ein akuter Myokardinfarkt war bei 9 % der Todesfälle aufgrund von Kreislauferkrankungen die Todesursache. Bei 7 % waren es Vorhofflimmern und Vorhofflattern.

An Krankheiten des Kreislaufsystems Gestorbene in 2025

Krebserkrankungen und Krankheiten des Atmungssystems waren zweit- und dritthäufigste Todesursache

Zweithäufigste Todesursache in NRW waren bösartige Neubildungen, also Krebserkrankungen, mit 50.574 Todesfällen im Jahr 2025. Sie machten 23 % aller Sterbefälle aus. Die häufigste Krebserkrankung mit Todesfolge war Bronchien- und Lungenkrebs: 23 % aller krebsbedingten Sterbefälle hatten diese Todesursache. Mit deutlichem Abstand folgten Brustkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs mit jeweils 8 %.

An bösartigen Neubildungen Gestorbene in 2025

Krankheiten des Atmungssystems belegten Rang 3 der häufigsten Todesursachen in NRW mit 18.991 Todesfällen und einem Anteil von 9 % an allen Gestorbenen. Mit 46 % entfiel fast die Hälfte davon auf die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Bei 24 % der Todesfälle aufgrund von Atemwegserkrankungen wurden Lungenentzündungen und bei 7 % die Grippe als Todesursache erfasst.

An Krankheiten des Atmungssystems Gestorbene in 2025

Demenzerkrankungen häufigste Todesursache der an psychischen und Verhaltensstörungen Gestorbenen

An psychischen und Verhaltensstörungen starben in NRW im Jahr 2025 17.440 Menschen. Damit lagen sie auf Rang 4 der häufigsten Todesursachen und machten 8 % aller Gestorbenen aus. Mit 85 % war ein Großteil dieser Todesfälle auf Demenzerkrankungen zurückzuführen. Alkoholbedingte psychische und Verhaltensstörungen machten 7 % der Todesfälle aufgrund von psychischen und Verhaltensstörungen aus.

An psychischen und Verhaltensstörungen Gestorbene in 2025

Durchschnittliches Sterbealter blieb unverändert

Das durchschnittliche Sterbealter der 218.721 Gestorbenen im Jahr 2025 lag in NRW bei 80 Jahren und blieb damit unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Männer starben im Schnitt mit 77 Jahren, Frauen mit 82 Jahren und damit durchschnittlich 5 Jahre später als Männer.

Hinweise zur Statistik

Die hier dargestellten Ergebnisse aus der Todesursachenstatistik basieren auf den von den Gesundheitsämtern übermittelten Todesbescheinigungen. Die Erhebung liefert Angaben zu den Todesursachen sowie Alter, Geschlecht und Wohnort der verstorbenen Person. Für die Todesursachenstatistik ist laut Regelwerk der Weltgesundheitsorganisation (WHO) das Grundleiden die auszuzählende Todesursache. Die Zuordnung der Todesursachen in der Todesursachenstatistik basiert ausschließlich auf den Angaben, der die Leichenschau durchführenden und den Tod bescheinigenden Ärztinnen und Ärzte in den ausgestellten Todesbescheinigungen. Diese werden in einem elektronischen Kodiersystem erfasst, welches dann das Grundleiden nach dem Regelwerk zur ICD-10-WHO ermittelt.

In dieser Pressemitteilung wurden die häufigsten Todesursachen und deren Untergruppen ausgewertet, die in die Kapitel C00-D48: Neubildungen, F00-F99: Psychische und Verhaltensstörungen, I00-I99: Krankheiten des Kreislaufsystems und J00-J99: Krankheiten des Atmungssystems einzuordnen sind.

Bei den einzelnen Todesursachen handelt es sich um eine nachweisbare Untergrenze. Später bekannt gewordene Informationen zur Todesursache können oftmals nicht mehr in die Statistik einfließen. Im Jahr 2025 wurde für 1,1 % der Sterbefälle keine Todesbescheinigung an das Landesamt übermittelt. Diese Fälle wurden den ungenau oder nicht näher bezeichneten Todesursachen (ICD-Kapitel R00–R99) zugeordnet. Zusätzlich entfielen 4,6 % der Todesfälle auf Grundlage der Todesbescheinigung auf diese Rubrik.

Ab dem Berichtsjahr 2025 wird zur statistischen Geheimhaltung der Todesursachenstatistik die Cell-Key-Methode eingesetzt, um Rückschlüsse auf Einzelangaben von Personen zu verhindern. Einige Fallzahlen werden daher gegenüber ihrem Originalwert leicht verändert ausgewiesen. Dies hat zur Folge, dass sich ausgewiesene Einzelwerte nicht notwendigerweise zu den ausgewiesenen Summen addieren.

Über IT.NRW

Der Landesbetrieb IT.NRW ist der zentrale IT-Dienstleister und das Statistische Landesamt für Nordrhein-Westfalen. Wir begleiten die Digitalisierung der Landesverwaltung und stellen objektive Daten für alle Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Die Erstellung von mehr als 300 Statistiken auf gesetzlicher Grundlage ist dank der zuverlässigen Meldungen von Befragten möglich. Sie leisten dadurch einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Aussagekräftige statistische Daten dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. (IT.NRW)

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