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Rückgang bei Rindern – Geflügel steigt auf neuen Höchstwert

von | Jan. 16, 2026 | Kunterbunt, Wirtschaft

Foto: pixabay

Die gewerblichen Schlachtunternehmen in Nordrhein-Westfalen haben 2024 rund 1,6 Millionen Tonnen Schweinefleisch erzeugt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt anlässlich der Grünen Woche in Berlin (16.-25. Januar 2026) mitteilt, stieg damit die Schlachtmenge das zweite Jahr in Folge, lag aber 14,5 % unter dem Niveau von 2010. Der Schwerpunkt der Schweineschlachtungen lag 2024 im Regierungsbezirk Münster, auf den 43,6 % des Schlachtgewichtes entfielen.

Bei der Schlachtung von Rindern setzte sich der seit 2015 anhaltende Rückgang fort. 2024 wurde rund 160.300 Tonnen Schlachtgewicht erzeugt. Im Langzeitvergleich mit 2010 ist die Schlachtmenge damit um 28,1 % auf einen neuen Tiefstand gesunken. Mehr als die Hälfte des erzeugten Rindfleischs (53,1 %) entfiel 2024 auf den Regierungsbezirk Detmold.

Eine andere Entwicklung zeigt sich bei den nordrhein-westfälischen Geflügelschlachtereien: Die Schlachtmenge von Geflügel erreichte 2024 mit 58.300 Tonnen Schlachtgewicht einen neuen Höchstwert. Gegenüber dem Jahr 2010 ist die Schlachtmenge um ein Viertel (25,4 %) gestiegen.

Fleischimporte seit 2010 auf ähnlichem Niveau – Warenwert um über 50 % gestiegen

Die NRW-Wirtschaft importierte im Jahr 2024 über 682.000 Tonnen Fleisch und Fleischerzeugnisse mit einem Warenwert von rund 2,5 Milliarden Euro. Gegenüber 2010 ist die Importmenge im Jahr 2024 auf ähnlichem Niveau (1 %), der Warenwert stieg um 52 %.

Import von Schweinefleisch in NRW rückläufig, Geflügel zunehmend

Im Jahr 2024 war die Importmenge bei Schweinefleisch um 17,3 % geringer als im Jahr 2010. Im gleichen Zeitraum nahm die Menge an importiertem Fleisch von Geflügel deutlich um 28,5 % und die von Rindern um 6,2 % zu. Die NRW-Wirtschaft exportierte im Jahr 2024 rund 885.000 Tonnen Fleisch- und Fleischerzeugnisse mit einem Warenwert von 2,2 Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2010 ist die Exportmenge von

Fleisch und Fleischerzeugnissen um 17,5 % gesunken, der Warenwert stieg im gleichen Zeitraum um 16,7 %. Schweinefleisch machte 2024 einem Anteil von 61,5 % an der Exportmenge von Fleisch und Fleischerzeugnissen aus. Bitte beachten Sie dazu auch unsere Pressemitteilung zur Wurstproduktion in NRW unter https://www.it.nrw/nrw-wurstproduktion-2024-ueber-5-gestiegen-127594

Ein Drittel der viehhaltenden Betriebe im Regierungsbezirk Münster

Wie das Statistische Landesamt anhand der Agrarstrukturerhebung weiter mitteilt, haben 2023 rund 23.650 landwirtschaftliche Betriebe in NRW Vieh gehalten, das waren 70 % aller landwirtschaftlichen Betriebe. Die meisten viehhaltenden Betriebe gab es mit einem Anteil von 34 % im Regierungsbezirk Münster, gefolgt vom Regierungsbezirk Detmold (20 %). Die Zahl der viehhaltenden Betriebe ist rückläufig. Gegenüber der Landwirtschaftszählung 2010 reduzierten sich diese um 15 %. Im Regierungsbezirk Münster lag der Rückgang bei 13 %.

Hinweise zur Statistik

Die genannten Daten zur Schlachtung stammen aus der Schlachtungs- und Schlachtgewichtstatistik (Schweine und Rinder) sowie der Erhebung in Geflügelschlachtereien.

Die Ergebnisse zum Import und Export stammen aus der Außenhandelsstatistik. Die Auswertungen für Fleisch und Fleischerzeugnisse beziehen sich auf das Kapitel 02 des Warenverzeichnisses. Den Ergebnissen für Rind-, Schweine- bzw. Geflügelfleisch liegen dagegen die Warennummern im Bereich 0201 bis 0203 bzw. 0207 zugrunde. Die Außenhandelsstatistik erfasst nur Waren, die die Staatsgrenzen zu Nordrhein-Westfalen überschreiten.

Im Zuge der Landwirtschaftszählungen wurden in NRW seit dem Jahr 2020 durch verschiedene Maßnahmen intensiv an der Verbesserung der Vollständigkeit des Berichtskreises gearbeitet. Dies führt zu einer verstärkten Neuaufnahme von Betrieben nach 2020. (IT.NRW)

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