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Kinderbetreuung war 2024 für rund 28 % der teilzeitbeschäftigten Frauen Hauptgrund für Teilzeittätigkeit
Rund ein Viertel der Teilzeitarbeitenden (25,1 %) gaben 2024 an, dass sie in Teilzeit arbeiten möchten. Wie Information und Technik als Statistisches Landesamt Nordrhein-Westfalen auf Basis von Endergebnissen des Mikrozensus mitteilt, lag der Anteil bei den Frauen mit 27,3 % rund 10 Prozentpunkte höher als bei den Männern. Die individuellen Gründe für die Ausübung einer Teilzeittätigkeit unterscheiden sich deutlich zwischen den Geschlechtern. Dies zeigt sich insbesondere bei den insgesamt 23,8 % der Teilzeiterwerbstätigen, die wegen Kinderbetreuung nicht in Vollzeit arbeiteten: Bei den Frauen war dieser Anteil mit 28,1 % viermal so hoch wie bei den Männern (7,3 %).
Das Statistische Landesamt weist zur weiteren Einordnung der Ergebnisse darauf hin, dass die Mehrheit der Teilzeiterwerbstätigen Frauen sind: Sie machten 79,1 % der insgesamt 2,44 Millionen nordrhein-westfälischen abhängig Teilzeiterwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in 2024 aus.
Aus- und Fortbildung war bei fast 15 % der Grund für eine Teilzeitbeschäftigung
Annähernd jede siebte Teilzeitkraft (14,7 %) war hauptsächlich aufgrund schulischer oder beruflicher Aus- bzw. Fortbildung nicht Vollzeit erwerbstätig. Bei den männlichen Teilzeiterwerbstätigen war dies mit Abstand der am häufigsten genannte Grund für Teilzeit und traf mit 31,8 % auf fast jeden Dritten zu. Bei den Frauen waren es mit 10,2 % anteilig deutlich weniger.
Jede zwanzigste Teilzeitkraft gab an, keine Vollzeitstelle zu finden
Knapp 5 % der Teilzeiterwerbstätigen gaben an, keine Vollzeitstelle finden zu können, wobei dies für 8,4 % der Männer und 3,9 % der Frauen in Teilzeit zutraf. Gesundheitliche Gründe nannten 4,6 %, anteilig etwa doppelt so viele Männer (7,5 %) wie Frauen (3,8 %). Etwas mehr als jede siebte teilzeiterwerbstätige Person (13,6 %) hatte andere familiäre oder persönliche Gründe und gut jede zehnte Person (11,1 %) sonstige Gründe.
Hinweise zur Statistik
Die dargestellten Ergebnisse basieren auf dem Mikrozensus und beziehen sich auf alle abhängig Erwerbstätigen im Alter von 15 bis unter 65 Jahren in Hauptwohnsitzhaushalten. 30,6 % der insgesamt 7,96 Millionen nordrhein-westfälischen abhängig Erwerbstätigen haben in 2024 in Teilzeit gearbeitet. Als teilzeiterwerbstätig gilt im Mikrozensus, wer normalerweise weniger Stunden als in einer in der Branche beziehungsweise dem Betrieb üblichen Vollzeitbeschäftigung arbeitet. Die Erfassung erfolgt als Selbsteinschätzung der Befragten.
Der Mikrozensus ist eine seit 1957 jährlich bei einem Prozent der Bevölkerung durchgeführten Befragung der amtlichen Statistik. Dank der Selbstauskünfte der Befragten liegen aussagekräftige statistische Daten zu den Arbeits- und Lebensverhältnissen der Bevölkerung vor. Die befragten Haushalte übernehmen mit ihren Angaben einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die Ergebnisse des Mikrozensus unter https://statistik.nrw/mikrozensus dienen als Grundlage für politische, wirtschaftliche und soziale Entscheidungen. Sie stehen auch der Wissenschaft, der Presse und allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. (IT.NRW)
















