Schneller und agiler soll die amtliche Statistik nach den Forderungen der Kommission zur Zukunft der amtlichen Statistik (KomZS) werden. Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt schließt sich den Empfehlungen der Kommission an. Das unabhängige Expertengremium hat in einem aktuellen Folgebericht unter https://www.destatis.de/DE/Ueber-uns/LeitungOrganisation/KomZS/folgebericht.pdf__blob=publicationFile&v=2 seine Empfehlungen aus dem vergangenen Jahr zu finden unter https://www.destatis.de/DE/Ueber-uns/LeitungOrganisation/KomZS/abschlussbericht.pdf?__blob=publicationFile&v=5 weiterentwickelt.
Danach sollen die Statistischen Ämter in die Lage versetzt werden, auf kurzfristig entstehende Datenbedarfe schneller als bisher zu reagieren. Um dies zu erreichen, muss nach Auffassung der KomZS insbesondere das Bundesstatistikgesetz grundlegend reformiert werden. Die Statistischen Ämter des Bundes und der Länder bieten schon heute ein fachlich breit gefächertes Datenangebot an. Dieses steht sowohl Entscheidungsträgern, Datenexperten sowie allen Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Für das Land Nordrhein-Westfalen stehen alle verfügbaren Informationen auf unserer Statistikseite unter https://www.statistik.nrw bereit.
Die Leiterin des Geschäftsbereichs Statistik bei IT.NRW, Dr. Sylvia Zühlke, betont: „Trotz des gut ausgebauten Datenangebotes fehlten zum Beispiel in der Corona-Pandemie, während der Gaskrise und im Hinblick auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten teilweise Daten zur Beurteilung der aktuellen Lage und der potentiellen Folgen. Für eine effektive Steuerung dieser Probleme müssen gerade in Krisenzeiten sehr aktuelle, regionale und hochwertige Daten vorliegen. Sie geben der politischen Ebene wichtige Instrumente an die Hand, um sachgerechte Entscheidungen zu treffen. Und dies wiederum ist eine zentrale Grundlage für die Sicherstellung der Demokratie in unserem Land.”
Dafür müsse nach Auffassung der KomZS der rechtliche Rahmen so ausgestaltet werden, dass die Ämter flexibler auf Datenbedarfe reagieren können. Im Einzelnen hält es die KomZS für erforderlich, dass sich Datenproduzenten und Wissenschaft enger vernetzen, dass vorliegende alternative Datenquellen besser genutzt werden und dass Erhebungsinhalte zügiger angepasst werden können. (IT.NRW)