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Studierende mit Deutschlandstipendium an Hochschulen auf höchstem Stand seit Einführung

von | Juni 30, 2026 | Kunterbunt

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Fast 8.700 Studierende haben 2025 ein Deutschlandstipendium erhalten. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, war das die höchste Zahl an Geförderten seit Einführung des Deutschlandstipendiums vor 15 Jahren im Sommersemester 2011. Bei dem Deutschlandstipendium handelt es sich um ein bundesweites Förderprogramm, bei dem Studierende mit 300 Euro monatlich gefördert werden, deren Werdegang herausragende Leistungen in Studium und Beruf erwarten lassen. Hierbei wird die Hälfte der Förderung vom Bund und die andere Hälfte von privaten Stiftern (Mittelgeber) übernommen.

Anzahl der geförderten Studierenden seit 2012 mehr als verdoppelt

Mit Einführung des Deutschlandstipendiums 2011 waren rund 1.400 Studierende gefördert worden. Die erste Erhebung für ein volles Kalenderjahr wurde im Jahr 2012 durchgeführt. Hier wurden knapp 3.900 Studierende gezählt, sodass sich die Anzahl der geförderten Studierenden bis 2025 mehr als verdoppelt hat.

Zahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten nach dem Stipendienprogramm-Gesetz nach Geschlecht an Hochschulen in NRW

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit den meisten geförderten Studierenden

Mit rund 710 Personen förderte die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Jahr 2025 die meisten Studierenden. Danach folgten mit über 660 Geförderten die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen und mit knapp 550 Geförderten die Universität Münster. Über alle NRW-Hochschulen hinweg betrug die durchschnittliche Förderdauer in den letzten 15 Jahren im Mittel rund 7 Monate je Kalenderjahr.

Seit Einführung des Deutschlandstipendiums studierte der größte Anteil der Stipendiatinnen und Stipendiaten ein ingenieurwissenschaftliches Fach. 2025 war mehr als jede dritte geförderte Person in einem Studienfach der Fächergruppe Ingenieurwissenschaften eingeschrieben.

Anteil der weiblichen und ausländischen Geförderten auf 51,1% bzw. 14,5 % gestiegen

Mit Start des Deutschlandstipendiums zum Sommersemester 2011 gab es mit 54,8 % noch mehr männliche als weibliche Geförderte. Dies hat sich im Laufe der Zeit geändert: Seit 2020 überwiegt die Zahl der weiblichen Personen, die ein Deutschlandstipendium erhalten haben, im Jahr 2025 waren es 51,1 % und damit sechs Prozentpunkte mehr als 2011.

Der Anteil der mit einem Deutschlandstipendium geförderten ausländischen Personen ist seit dessen Einführung stark angestiegen: Während der Anteil ausländischer Geförderter 2011 noch bei 5,3 % lag, stieg dieser bis 2025 kontinuierlich auf 14,5 % an.

Anteil Geförderter nach Nationalität an Hochschulen in NRW
Zahl der Mittelgeber seit 2012 mehr als verdoppelt

Mit dem Start zum Sommersemester 2011 hatten sich rund 540 Mittelgeber für das Deutschlandstipendium mit knapp 754.000 Euro beteiligt. Im ersten vollen Kalenderjahr 2012 waren es bereits 1.000 Mittelgeber mit einer Gesamtfördersumme von rund 3,4 Millionen Euro. 2025 war die Anzahl der Mittelgeber mit über 2.000 fast doppelt so hoch. Die Mittelgeber förderten das Deutschlandstipendium mit insgesamt rund 9,4 Millionen Euro. Seit Beginn des Förderprogramms im Sommersemester 2011 haben die Hochschulen insgesamt rund 112 Millionen Euro für die Förderung der Stipendiatinnen und Stipendiaten eingeworben.

Hinweise zur Statistik

Die Erhebung der Förderung nach dem Stipendienprogramm-Gesetz gibt Auskunft über die Stipendiatinnen und Stipendiaten, die Mittelgeber und die an die Geförderten weitergegebenen Fördermittel gemäß Stipendienprogramm-Gesetz (Deutschlandstipendium). Der Berichtszeitraum ist das Kalenderjahr. Bei der Fördersumme werden ausschließlich die eingeworbenen Mittel der Mittelgebenden erfasst. Der Anteil der zusätzlich von öffentlicher Seite bereitgestellten Mittel ist nicht enthalten. Doppelzählungen bei der Anzahl der Mittelgebenden sind möglich, wenn diese in einem Kalenderjahr mehreren Hochschulen Fördermittel bereitstellen. (IT.NRW)

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